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Region Isernhagen Nachrichten Neues Feuerwehrhaus in H.B. ist eingeweiht
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07:37 15.09.2018
Das neue Feuerwehrhaus hat etwa drei Millionen Euro gekostet. Quelle: Elena Everding
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Isernhagen H.B

 Das Warten hat ein Ende: Die Freiwillige Feuerwehr Isernhagen H.B. hat am späten Freitagnachmittag feierlich und mit vielen Gästen ihr neues Gerätehaus eingeweiht. Nach rund einem Jahr Bauzeit steht das 3,1 Millionen Euro teure Gebäude nun an der Burgwedeler Straße und bietet viel Platz. Die Vorfreude auf das Haus war riesengroß, denn schon seit vielen Jahren wurde der Neubau gefordert.

„Viele haben sich gefragt: Erlebe ich den Neubau noch?“, sagte Ortsbrandmeister Robert de la Chaux bei seiner Begrüßung. Dann hält er triumphierend den Schlüssel hoch – nicht den echten Schlüssel, sondern einen symbolischen aus Holz.

„Feuerwehr ist keine Freizeiteinrichtung für Technikbegeisterte“

Gemeindebrandmeister Clive von Plehn zeigte sich begeistert über das neue Gebäude: „Das ist ein großer Tag für die Feuerwehr H.B. und auch für die Gemeinde“, sagte er. Eine Feuerwehr sei keine Freizeiteinrichtung für Technikbegeisterte, sondern notwendige Infrastruktur für eine Gemeinde. Daher sei das Haus eine zweckmäßige und bedarfsgerechte Ausstattung und „dringend erforderlich“.

Bürgermeister Arpad Bogya ging auf die Bedenken einiger Bürger ein, das massive Gebäude wäre zu groß und würde nicht ins Ortsbild passen. „Ich finde, es ist ein optisch schönes Gebäude, das gut gelungen ist und hier her passt. Aber es mag nicht jedermann gefallen.“ Er lobte die gute Zusammenarbeit von Feuerwehr, Gemeinde, Ort und Bauunternehmen.

Die Baukosten von 3,1 Millionen Euro seien deutlich im Plan geblieben, betonte Bogya. Das Feuerwehrhaus hat fünf Stellplätze, von denen vier zurzeit genutzt werden. Auf dem fünften soll demnächst ein Logistik-Gerätewagen seinen Platz finden. „Das Haus ist vielleicht etwas mehr als für das Minimum erforderlich ist“, sagte der Bürgermeister. Dafür sei die Feuerwehr aber für die Zukunft gut aufgestellt.

Robert de la Chaux bekam zur Einweihung noch einige besondere Geschenke: Der frühere Ortsbrandmeister Harald Ebeling überreichte ihm ein historisches Signalhorn. Damit wurden die Feuerwehrleute früher im Brandfall alarmiert, indem ein Kamerad mit dem Fahrrad durch das Dorf fuhr. Ehrenortsbrandmeister Herbert Bade brachte einen alten Löscheimer aus Leder mit. Nagelneu war dagegen eine verspiegelte Tafel, auf der das Datum der Eröffnung festgehalten ist – auch sie war ein Geschenk an die Feuerwehr.

Im Anschluss an die Festreden schauten sich die Gäste ausgiebig das neue Gebäude an. Im Obergeschoss gibt es für die Kinder- und Jugendfeuerwehr nun einen großen Raum – im alten Feuerwehrhaus hatte die Gruppe nur sehr wenig Platz. Der Umzug der Feuerwehr in ihr neues Domizil sollte eigentlich noch in den Sommerferien stattfinden. Doch ein Wasserschaden sorgte für eine leichte Verzögerung.

Nun ist der Umzug fast abgeschlossen, nur einige kleinere Arbeiten erledigen Handwerker noch. „Möge das Haus uns verlässliche Dienste erweisen und und Heimstätte des Gemeindewesens sein“, sagte von Plehn mit Blick auf die Zukunft.

Das Interview mit dem Ortsbrandmeister

Herr de la Chaux, wie ist es, nach so langem Warten nun im neuen Feuerwehrhaus zu stehen?

Riesig, ein ganz tolles Gefühl. Alle Feuerwehrleute sind voller Vorfreude und haben sich gut eingelebt. Am Freitagmorgen gab es auch schon den ersten Einsatz von hier aus, ein Wasserrohrbruch. Alles hat gut geklappt, aber natürlich müssen wir uns erst ein bisschen zurechtfinden. Insgesamt ist die Rückmeldung von den Feuerwehrleuten sehr positiv.

Was ist denn an dem neuen Feuerwehrhaus besser?

Es gibt hier fünf statt nur drei Fahrzeugboxen, wie in dem alten Feuerwehrhaus. Außerdem haben wir nun ein großes Lager und einen Dekontaminationsraum. Es gibt eine eigene Werkstatt, die direkt im Haus mit drin ist. Wir haben richtige Duschen und vernünftige Umkleiden. Das Beste für die Kinder- und Jugendfeuerwehr ist wohl deren großzügiger Raum im Obergeschoss – von dort aus haben sie einen tollen Blick über die Feldmark.

Sind die Anforderungen an die Feuerwehr in den letzten Jahren gestiegen?

Ja, vor allem der Bereich der technischen Hilfeleistung nimmt zu. Brandbekämpfung machen wir eigentlich nur noch am Rande. Das liegt insbesondere daran, dass die Brandschutzvorkehrungen in den Gebäuden viel besser geworden sind. Am häufigsten werden wir für Türöffnungen gerufen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sich eine hilflose Person hinter der Tür befindet.

Von Elena Everding

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