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Region Isernhagen Nachrichten Keine Einbahnstraße vor der Grundschule
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17:12 29.08.2018
2016 hatten sich einige Eltern sogar zu Schülerlotsen ausbilden lassen - ein Versuch, der nicht lange währte. Quelle: Frank Walter
Isernhagen H.B

Wer gehofft hatte, dass ein Ortstermin im Mai Bewegung in die Frage der Schulwegsicherung in Isernhagen H.B. bringen würde, sah sich am Dienstagabend enttäuscht. Eine Einbahnstraßenregelung für die Straße Vor den Höfen ist aus Verwaltungssicht nicht möglich – weder dauerhaft noch temporär.

Das Problem der „Elterntaxis“ vor vielen Grundschulen kennt man auch in Isernhagen H.B. Besonders gefährlich wird es, wenn Eltern vor der Friedrich-Dierks-Schule wenden und dabei kleine Fußgänger oder Radfahrer gefährden. Seit Jahren werben Schul- und Kitaleitung deshalb bei den Eltern immer wieder dafür, die Straße Vor den Höfen nur vom Hohenhorster Kirchweg aus zu befahren – allerdings mit wenig Erfolg.

Im Mai hatten sich Vertreter der Polizei, des Ortsrates, der Gemeindeverwaltung und des Schulelternrates zu einem morgendlichen Ortstermin getroffen. Da ein Vater diesen jedoch in WhatsApp-Gruppen angekündigt hatte und zudem wegen des guten Wetters nicht so viele Eltern mit dem Auto kamen wie bei Regen, wurden keine besonderen Auffälligkeiten festgestellt – sowohl die Polizei als auch die Verwaltung sahen keinen Handlungsbedarf. Ordnungsamtsleiter Michael Niederhausen konnte auch keine Behinderungen oder gar gefährliche Situationen beobachten, als er am Morgen der Ortsratssitzung noch einmal nach dem Rechten schaute – was Eltern in der Sitzung am Abend erstaunte, als Verwaltungsmitarbeiterin Claudia Halfen Niederhausens Mitteilung in Auszügen vortrug.

Der weitere Inhalt enttäuschte sowohl die Politiker als auch mehrere Eltern im Zuhörerraum, denn die beim Ortstermin im Mai diskutierte Einbahnstraßenregelung für die Straße Vor den Höfen ist aus Verwaltungssicht nicht möglich. Eine zeitlich befristete Einbahnstraßenregelung –nur zu den Bring- und Holzeiten am Morgen und Mittag – würde die Verkehrssicherheit nicht erhöhen, sondern mindern. Das habe die Prüfung ergeben. „Insbesondere am Rande der Geltungszeiten ist zumindest mit Irritationen zu rechnen.“

Eine dauerhafte Einbahnstraßenregelung sei ebenfalls nicht zu befürworten. Der kurze Zeitraum, den Eltern als problematisch bezeichneten, reiche bei weitem nicht aus, um ganztags eine Einbahnstraße anzuordnen. „Die Anordnung ist nicht verhältnismäßig“, so Niederhausen, der in seiner Mitteilung auf die Regelungen der Straßenverkehrsordnung verweist.

Ortsbürgermeister Simon Müller (CDU) bat seinen Ortsratskollegen, in deren Ratsfraktionen für die Grabenverrohrung am Hohenhorster Kirchweg zu werben , die dieses Gremium seit mehr als zehn Jahren fordert – bislang erfolglos. Danach könnte dort eine Fußweglücke geschlossen werden. Bislang müssen die Kinder in unmittelbarer Schulnähe auf der Fahrbahn gehen.

Von Frank Walter

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