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Region Isernhagen Nachrichten In der Wietze sollen Fische schwimmen
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13:15 15.10.2018
Petra Kraus und René Hertwig stehen an dem Abschnitt der Wietze, die demnächst renaturiert werden soll. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Isernhagen

Aktuell verläuft die Wietze in Isernhagen-Süd und Isernhagen überwiegend gerade – wie ein Kanal. Das soll sich ändern. Einen etwa 200 Meter langen Streifen in Isernhagen-Süd will der BUND bis Ende November neu gestalten und den Fluss wieder in seine natürliche Bahn bringen. Nächste Woche rollt der Bagger an, um den Uferbereich des Entwässerungsgrabens nachhaltig zu verändern und die Bausünden aus früher Zeit wieder rückgängig zu machen.

„Nach längerer Planungszeit ist es nun so weit, dass wir das Renaturierungsprojekt umsetzen können“, sagt René Hertwig, Naturschutzreferend des BUND Region Hannover. Ziel des Projektes sei es, die eigendynamische Entwicklung des Flusses zu fördern. Damit das auch gelingt, will der BUND an der südlichen Böschung an zwei Stellen Kies anschütten, um damit den Fließverlauf einzuengen und zu verlagern. Gleichzeitig wird auf der Gegenseite das Ufer abgetragen, damit sich bei Hochwasser das Abflussvolumen nicht verringert. „Dadurch wird der gradlinige und monotone Verlauf der Wietze naturnah verändert“, erklärt der Naturschutzreferent.

Die Stadtentwässerung Hannover hat bereits einige Teilbereiche der Witze naturnah umgestaltet. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Die Wietze entsteht durch den Zusammenfluss von Edder und Flöth in Altwarmbüchen. Der Fluss mündet nach 36,7 Kilometern bei Winsen in die Aller.

Um einen geschwungenen Flussverlauf zu erreichen, sollen auch vier rund sieben Meter lange Kiesbänke eingebaut werden. „Zuvor werden etwa zehn Zentimeter aus der Sohle der Wietze ausgebaggert“, sagt Petra Kraus von der Stadtentwässerung Hannover, die in der Vergangenheit bereits fünf Renaturierungen der Wietze auf rund 1300 Metern als Projektleiterin betreute. „Nicht überall ist der gewünschte Effekt zu 100 Prozent eingetreten – denn Wasser sucht sich seinen Weg“, sagt Kraus. „Gleichwohl ist bei Hochwasser der Abfluss nicht beeinträchtigt.“

Zudem werden an sechs Stellen am Ufer Erlen gepflanzt. Diese dienen der Beschattung des Gewässers und der Verbesserung der Flussstruktur“, erläutert Hertwig, der das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Stadtentwässerung Hannover umsetzt. „Die Arbeiten überwacht ein Ingenieurbüro und die Ausführung übernimmt eine beauftragte Firma“, sagt Hertwig.

An einigen Stelle schlingert sich die Wietze schon. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Die Wietze ist aus wirtschaftlichen Gründen in der Vergangenheit begradigt worden. Deshalb sieht Hertwig den BUND auf einem guten Weg, die Eingriffe im Fluss nun zu korrigieren. „So können diverse Fische und andere Tierarten in der Wietze eine neue Heimat finden, die durch die Begradigung ausgestorben waren.“

Die Renaturierung des 200 Meter langen Abschnitts kostet 22.350 Euro. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung unterstützt das Projekt mit 19.600 Euro. Das restliche Geld, 2750 Euro, bringt der BUND Region Hannover ehrenamtlich ein. Geplant sind zwei Arbeitseinsätze voraussichtlich im Dezember. Wer beim Pflanzen von Bäumen und an deren Grünpflanzen mitmachen möchte, kann sich bei René Hertwig per E-Mail rene.hertwig@nds.bund.net anmelden.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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