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Region Isernhagen Nachrichten Hundeschule Spaßpfoten nimmt weitere Hürde
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17:29 11.02.2019
Jennifer Lutz-Roßberg will auf dem schmalen Grundstück am Kollberg in Kirchhorst eine Hundeschule eröffnen. Quelle: Archiv (Jarolim-Vormeier)
Kirchhorst/Neuwarmbüchen

Dass der Umzug einer Hundeschule planungsrechtlich eine komplizierte Sache sein kann, war jetzt einmal mehr im Planungs- und Bauausschuss zu erleben. Immerhin: Ein weiterer Verfahrensschritt für die Zukunft der „Spaßpfoten“ ist geschafft, der Ausschuss empfahl die Vorlage einstimmig für die Entscheidung im Verwaltungsausschuss.

„Die Antragstellerin tut mir leid“

An einer Stelle rutschte Jennifer Lutz-Roßberg, die die Sitzung aus dem Zuschauerraum verfolgte, dann doch ein leiser Kommentar heraus: „Ich will doch nur arbeiten.“ Gerade hatte Ulrich von Rautenkranz (FDP) moniert, dass man für 3000 Quadratmeter Rasen heute ein 100-seitiges Umweltgutachten brauche – „die Antragstellerin tut mir leid“. Der Kirchhorster Ortsbürgermeister Herbert Löffler (SPD) hatte anschließend ins gleiche Horn gestoßen: „Was hier für ein Aufriss gemacht werden muss!“ An zig Stellen in Kirchhorst schlummerten ehemalige Müllkippen im Untergrund, um die sich niemand schere, so sein Unverständnis über die Verhältnismäßigkeiten. Daran ändern kann die Gemeindeverwaltung allerdings nichts: „Wir müssen das Verfahren entsprechend der Gesetzgebung abarbeiten“, entgegnete Bauamtsleiterin Heike Uphoff.

Bislang betreibt Lutz-Roßberg ihre HundeschuleSpaßpfoten“ am Schmiededamm in Neuwarmbüchen – auf einer eingezäunten Fläche, die bauplanerisch jedoch als Außenbereich gilt und die sie nur als privilegierter Landwirt in dieser Form nutzen dürfte. Seit Jahren soll sie das Gelände räumen, doch ein Ersatzareal hatte sich zunächst trotz aller Versuche nicht gefunden. Die Region setzte die drohende Räumung deshalb aus und gewährte Lutz-Roßberg Aufschub – bis zum Umzug.

Ein neues Grundstück hat die Hundeschulen-Betreiberin mittlerweile längst gefunden, an der Straße Kollberg in Kirchhorst will sie rund 3000 Quadratmeter beziehen. Doch auch dort muss erst Planungsrecht geschaffen werden. Bereits im Juni 2016 hatte der Rat dazu die Änderungs des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, dargestellt werden soll ein „Sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Hundeschule“.

Zweieinhalb Jahre später ist das Bauleitverfahren immerhin bei der zweiten und letzten Verfahrensstufe angekommen. Jetzt fließen die Abwägungsergebnisse zum Vorentwurf und der dicke Umweltbericht mit ein. Die Änderungen gegenüber dem Vorentwurf beziehen sich unter anderem auf den Mindestabstand baulicher Anlagen zu einer angrenzenden Waldfläche, die Größe des Areals, das versiegelt werden darf, und vor allem die Flächen, auf denen der Eingriff in Boden, Natur und Landschaft ausglichen werden sollen.

Kompensation außerhalb Isernhagens

Dass ein Großteil der Ausgleichsmaßnahmen kilometerweit von Kirchhorst entfernt auf einem Grundstück zwischen Burgdorf und Schillerslage geschehen soll, sorgte im Planungs- und Bauausschuss für Erstaunen. Er würde sich solchen Ausgleich im Isernhagener Gemeindegebiet oder wenigstens unmittelbar angrenzend wünschen, sagte Fabian Peters (Grüne). „So gewinnt eine andere Kommune wertvollen Naturraum, aber wir haben hier die Eingriffe“, kritisierte er. Die Aufwertung der Natur in einer anderen Kommune findet auch Bauamtsleiterin Heike Uphoff „nicht wünschenswert“ – aber leider habe man trotz allen Bemühens keine Flächen in Isernhagen gefunden.

Von Frank Walter

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