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Region Isernhagen Nachrichten Horte: Neuregelung gibt Planungssicherheit
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00:18 31.08.2018
Um mehr Platz für zwei neue Gruppen zu schaffen, musste auch im Hort in Altwarmbüchen umgebaut werden. Quelle: Archiv (Bader)
Isernhagen

Mit einem lachenden und einem weinenden Augen blickt Isernhagens Erste Gemeinderätin Nicole Jürgensen auf die neueste Nachricht aus dem Kultusministerium: Dass das Land Klassenräume nun endlich für die Hortnutzung freigibt, fordert die Gemeinde schon seit Jahren. Doch mittlerweile ist in Isernhagen viel Geld verbaut worden.

„Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Endlich haben wir eine verlässliche Grundlage, auf der wir planen können“, bewertet Nicole Jürgensen die nun bekannt gewordene Neuregelung positiv. Dass es irgendwann einmal so kommen würde, das sei schon dem Koalitionsvertrag zu entnehmen gewesen. Doch wann? Jürgensen ist sich sicher, dass der Druck über die Kommunalverbände auf das Land seinen Teil dazu beigetragen hat, dass die Regelung nun in Kraft tritt. „Das war auch unser Wunsch. Dafür haben wir als Gemeinde mitgekämpft.“ Und doch tritt die allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters gleich wieder auf die Euphoriebremse: „Wir hätten uns das eher gewünscht. Das hätte uns den Weg deutlich erleichtert – und den Eltern viel Aufregung erspart.“

Tatsächlich hatte der Rat der Gemeinde im Frühjahr den anhaltenden Forderungen berufstätiger Eltern nachgegeben und den Weg frei gemacht für zusätzliche Hortplätze in neu zu schaffenden Räumen. Planungen, Baugenehmigungen, die Handwerkerleistungen – das hat viel Zeit und Geld verschlungen. „In Altwarmbüchen und Kirchhorst ist alles in trockenen Tüchern“, sagt Jürgensen. Die beiden Gruppen mit 30 neuen Plätzen in Altwarmbüchen sind gestartet. In Kirchhorst, wo es Probleme mit der Baugenehmigung gab, ist der Start für 20 neue Plätze für Montag, 3. September, terminiert. Damit werden Schüler Isernhagen-weit dann in 14 Hortgruppen betreut.

Noch keine Verpflichtung eingegangen ist die Gemeinde in Erwartung der Neuregelung, was den ebenfalls beschlossenen Container für den Jugendtreff Kirchhorst angeht – als Ersatz für den Toberaum, der nun für die neue Hortgruppe umgebaut wurde. „Wir werden der Politik empfehlen, diesen Beschluss nicht auszuführen“, sagt die Erste Gemeinderätin. Angesichts der Neuregelung sei es nun vielmehr die erste Idee, mittelfristig die Situation vor dem Umbau wieder herzustellen. Der Jugendtreff könnte seinen Toberaum also zurückbekommen, die neue Hortgruppe dafür in die Grundschule umziehen. Bislang sei das aber nur eine Idee, betont Jürgensen. „Wir wollen eine gute Lösung für alle hinbekommen.“

Gleiches gibt sie auch für H.B. vor, wo nach bisheriger Planung eine neue Hortgruppe im Sommer 2019 in einem Container starten sollte. Bestellt ist dieser noch nicht, ob er noch nötig sein wird, ist offen: Da will Jürgensen ein Gespräch mit der Schulleiterin abwarten. Ad hoc keine Änderungen erwartet sie für Neuwarmbüchen, wo es neben der Hortgruppe auch eine VHS-Hausaufgabenbetreuung gibt – eine von acht in Isernhagen. In diesem Ortsteil seien die Eltern zufrieden, und die Grundschule müsse 2019 ohnehin saniert werden, so Jürgensen.

Überhaupt stehen alle Überlegungen, ob und welche Hortgruppen jetzt vielleicht in Klassenräume umziehen könnten, unter dem Eindruck des Ratsbeschlusses, alle Grundschulen in Ganztagsschulen umzuwandeln. N.B. soll 2019 an der Reihe sein, Altwarmbüchen 2021, die anderen Schulen zeitlich wohl dazwischen „Das ist das vorrangige Ziel, auch aus pädagogischen Gründen“, sagt Jürgensen. Daran ändere auch die Neuregelung durch das Kultusministerium nichts. Hortgruppen würden in Isernhagen künftig nur noch Randzeiten am Nachmittag und an Freitagen sowie die Ferienzeiten abdecken, so der Plan.

In Altwarmbüchen, wo die Grundschule 2021 an die Jacobistraße umziehen wird, muss die Gemeinde am neuen Standort dann dank der Neuregelung keine separaten Räume für die Hortgruppen einplanen – die Grundschüler können ja auch in den Klassenräumen betreut werden.

Von Frank Walter

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