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Durch die Anhebung der Friedhofsgebühren will die Gemeinde den Kostendeckungsgrad erhöhen.

Durch die Anhebung der Friedhofsgebühren will die Gemeinde den Kostendeckungsgrad erhöhen.
© Symbolbild dpa

Isernhagen

Isernhagen: Grabflächen sollen teurer werden

Wenn der Rat der Gemeinde dem Plan zustimmt, werden die Friedhofsgebühren um 20 Prozent steigen. Die letzte Erhöhung in diesem Bereich hatte es 2004 gegeben.

Isernhagen. Die Gemeinde will die Friedhofsgebühren um 20 Prozent anheben, der erste Ratsausschuss hat dem am Dienstagabend zugestimmt. Die Beschlussfassung soll im Rat am 1. März erfolgen.

Horst Kagel vom Amt für Liegenschaftsunterhaltung erinnert die Politiker an das Bestreben des bis 2016 amtierenden Rates, einen Kostendeckungsgrad von 70 Prozent zu erreichen. „Aktuell sind wir bei knapp über 50 Prozent.“ Mit der 20-prozentigen Steigerung werde dieser Wert auf etwas mehr als 60 Prozent steigen, eine weitere Steigerung könnte in vier oder fünf Jahren folgen. Die bislang letzte Erhöhung datiert aus dem Jahre 2004.

Wegen des Vergleichs mit den Nachbarkommunen wolle man aber auch nicht über das Ziel hinausschießen, so Kagel. Aktuell liege Isernhagen bei der Höhe der Friedhofsgebühren im Vergleich von acht Nachbarkommunen auf dem dritten Platz. Das ändere sich auch nicht durch die Gebührenerhöhung, so Kagel – auch danach sind also zwei andere Kommunen teurer als Isernhagen.

Die geplante Erhöhung zieht sich (fast) durch die gesamte Friedhofsgebührenordnung. Reihengräbern beispielsweise sollen für Sargbestattungen „in Normalgröße“ für die Nutzungsdauer von 25 Jahren künftig 1188 statt 990 Euro kosten, für Urnenbestattungen (Nutzungsdauer 20 Jahre) 744 statt 620 Euro. Für die anonyme Urnenbestattung auf Gemeinschaftsanlagen werden dann 600 statt 500 Euro fällig,  für ein „Urnenreihengrab unter einem Baum“ 2304 statt 1920 Euro. Ausgenommen werden von den Erhöhungen soll lediglich die Nutzung der Friedhofskapellen für Trauerfeiern. „Im Vergleich zu den Nachbarkommunen ist diese Gebühr bereits sehr hoch, und es soll eine noch schlechtere Auslastung vermieden werden“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage.

Per Satzungsänderung soll zudem das Aufbringen von Kies und Split auf Grabbeeten untersagt werden. Häufig würden diese mit Folie oder gar alten Teppichen unterfüttert, wodurch weniger Sauerstoff in den Boden gelange, so Kagel. „Und das behindert den Verwesungsprozess.“

Von Frank Walter


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Isernhagen ist ...

  • ... eine Gemeinde nordöstlich von Hannover mit knapp 23.000 Einwohnern
  • ... Heimat von Olympiasiegerin Anke Kühn (Hockey)
  • ... Gründungsort des Radiosenders ffn
  • ... nach dem durchschnittlichen Einkommen der Bürger die wohlhabenste Gemeinde in Niedersachsen
  • ... Sitz des Lederwarenherstellers Bree Collection
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