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Nachrichten Autorin Nikola Huppertz liest im Schulzentrum
Region Isernhagen Nachrichten Autorin Nikola Huppertz liest im Schulzentrum
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16:01 12.02.2019
Lebhaft trägt Autorin Nikola Huppertz aus ihrem Buch "Mein Leben, mal eben" vor. Die Siebtklässler des Gymnasiums mögen besonders die lustigen Textpassagen. Quelle: Gabriele Gerner
Altwarmbüchen

„Ab heute wird alles anders“, nimmt sich die 13-jährige Anouk vor. Endlich will sie wie die anderen sein und dazugehören: Popmusik hören statt Heavy Metal, Computer-Spiele spielen, sich schminken und shoppen gehen. Ihrem „Unnormal-Gen“ sagt die Außenseiterin den Kampf an. Doch am ersten Tag nach den Sommerferien scheitert ihre neue Normalität schon an ihrem Outfit.

In der Bibliothek des Schulzentrums Isernhagen liest Autorin Nikola Huppertz am Dienstag aus ihrem Jugendbuch „Mein Leben, mal eben“. Gebannt lauschen rund 50 Gymnasiasten der Geschichte um Anouk, die sich von ihren Altersgenossen stark unterscheidet. Die Siebtklässler lachen über die Missgeschicke der Protagonistin und stöhnen auf, wenn ihnen etwas aus dem eigenen Alltag bekannt vorkommt: übermotivierte Lehrer, langsame PCs, peinliche Eltern.

„Die Geschichte finde ich richtig gut“, sagt der Siebtklässler Luke. Auch die 13-jährige Irina ist angetan von der Lesung: „Ich finde toll, wie die Autorin vorliest.“ Kim aus der Parallelklasse meint, dass die Lesung eine gute Anregung ist, um selbst Bücher zu lesen. Das ist ganz im Sinne der Fördervereine von IGS und Gymnasium und der Bödeker-Stiftung, die die Lesungen finanziert haben – zwei, denn die IGS-Schüler waren bereits am Montag dran.

Geschickt bindet Autorin Nikola Huppertz die Jugendlichen in die Lesung ein. „Was glaubt Ihr, gibt es wohl eine Art Unnormal-Gen?“, fragt sie die Zuhörer. „Nein, jeder ist doch ein bisschen anders“, meint Luke mit Bestimmtheit. „Ich möchte meine Leser emotional berühren. Sie sollen sich selbst in den Geschichten wiederfinden“, sagt Huppertz. Die 42-jährige Hannoveranerin findet es spannend, in Schulen zu gehen und zu erfahren, wie ihre Geschichten auf die jungen Leser wirken. Themen für ihre Zielgruppe findet sie im Alltag mit ihrer 18-jährigen Tochter und ihrem 14-jährigen Sohn reichlich.

Nach der Lesung stellen die Schüler jede Menge Fragen rund ums Bücherschreiben. Huppertz bleibt ihnen keine Antwort schuldig: Rund ein Jahr Arbeit steckt in einem Buch, weniger als einen Euro erhält die Autorin pro verkauftem 260-Seiten-Buch. 25 Kinder- und Jugendbücher hat die Hannoveranerin in den vergangenen zwölf Jahren verfasst. Ihr erfolgreichstes Buch „Biete Bruder, suche Hund“ ist inzwischen eine weit verbreitete Schullektüre.

Von Gabriele Gerner

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