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Nachrichten Altwarmbüchen: Üstra ersetzt Fahrkartenautomaten nicht vor Juli
Region Isernhagen Nachrichten Altwarmbüchen: Üstra ersetzt Fahrkartenautomaten nicht vor Juli
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16:50 17.04.2019
Der Sockel im Bildvordergrund bleibt vorerst leer: Der im Januar gesprengte Fahrkartenautomat an der Haltestelle Altwarmbüchen-Zentrum wird voraussichtlich nicht vor Juli ersetzt. Quelle: Sandra Köhler
Altwarmbüchen

Wer die Stadtbahn ab der Haltestelle Altwarmbüchen-Zentrum benutzen will, sollte tunlichst rechtzeitig eine Fahrkarte kaufen. Denn der Fahrkartenautomat der Üstra, der Mitte Januar gesprengt wurde, wird voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte ersetzt. Das teilte Üstra-Sprecher Udo Iwannek auf Anfrage mit.

Üstra hat keine Ticketautomaten mehr auf Lager

Der Grund, warum der Ersatz so lange auf sich warten lässt: Es gibt gerade keine neuen Automaten mehr, die noch aufgestellt werden könnten. „Wir haben keine mehr auf Lager und der Hersteller auch nicht. Die neuen Fahrkartenautomaten müssen extra angefertigt werden“, sagte Iwannek. Und das dauert. Zehn Automaten in der gesamten Region hatten Unbekannte aufgesprengt, um die enthaltenen Geldkassetten zu entwenden. Der nur wenige Hundert Meter von Isernhagener Rathaus entfernte Automat am Gleis in Richtung Hannover war nachts gegen 2 Uhr mit einem pyrotechnischen Gegenstand gesprengt worden. Die Detonation riss einen Anwohner der Kircher Straße aus dem Schlaf, der daraufhin die Polizei rief. Die Explosion war so stark, dass nicht nur der 30.000 Euro teure Fahrkartenautomat komplett zerstört wurde, sondern sogar das Sicherheitsglas eines Schaukastens auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig.

Fahrgäste müssen Fahrscheine vor der Fahrt kaufen

Das Fehlen des Automaten ist indes aber kein Freifahrschein, die Stadtbahn einfach ohne Ticket zu benutzen, stellte Iwannek klar: „Deshalb ändern sich ja nicht auf einmal die Beförderungsbedingungen.“ Wer mitfahren will, müsse vor Fahrtantritt auch eine Fahrkarte erwerben. „Das ist an Vorverkaufsstellen genauso möglich wie online per Smartphone“, sagte der Üstra-Sprecher. An manchen Haltestellen gebe es einen zweiten Automaten auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig, ansonsten könne ein Ticket auch jeweils eine Station vor den betroffenen Haltestellen erworben werden. Nur im absoluten Notfall sei es laut Iwannek auch zulässig, ohne Ticket einzusteigen und sich sofort beim Fahrer zu melden mit dem Hinweis, dass der Automat defekt sei. „Wenn eine Kontrolle kommt, müssen die Papiere vorgelegt und angegeben werden, dass der Fahrer informiert ist. Dann wird das genau geprüft“, sagte Iwannek.

Automatensprengungen in Hannover und der Region

Die Regelung scheint durchaus verständlich, denn dem Unternehmen sind mit der Aufbruchwelle ohnehin schon immensen Kosten entstanden. Dass die Praxis mitunter allerdings eine andere ist, hat eine Nutzerin der Stadtbahn beobachtet. Demzufolge sei vor kurzem just an der Haltestelle Altwarmbüchen-Zentrum eine Gruppe Jugendlicher vom Fahrer durchgewunken worden mit den Worten: „Dann fahrt ihr eben umsonst.“

Der Aufbruch in Altwarmbüchen war der sechste seit Ende Dezember 2018. Außerdem betroffen waren Automaten der Üstra und Deutschen Bahn in den Kommunen Sehnde, Laatzen und Ronnenberg sowie den hannoverschen Stadtteilen Stöcken, Badenstedt, Marienwerder, Kleefeld und Anderten.  

Von Sandra Köhler

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