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Region Isernhagen Nachrichten Nun doch: Altbau weicht neuem Mehrfamilienhaus
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00:17 09.02.2018
Das vordere Haus gehört zu einem Ensemble an der Straße Fuhrbleek – und soll nun doch abgerissen werden. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Isernhagen N.B

 Nun also doch: Das Haus mit der Nummer 6 an der Straße Fuhrbleek in Isernhagen N.B. soll abgrissen werden. Eine entsprechende Bauvoranfrage liegt der Region Hannover jetzt vor. „Geplant ist der Abriss der bestehenden Bebauung und die anschließende Errichtung eines Mehrfamilienhauses“, bestätigte Regionssprecher Klaus Abelmann auf Anfrage.

Über die Bauvoranfrage hatte die Gemeindeverwaltung auch schon den Ortsrat N.B. in dessen letzter Sitzung unterrichtet. Der geplante Neubau sei, so Ortsbürgermeister Günter Leydecker, „viel zu mächtig gegenüber den alten Häusern“ nebenan.  Im Ortsrat lautete das einmütige Urteil: Das Mehrfamilienhaus fügt sich nicht ein.

Der Altbau, der nun vor dem Abriss steht, gehört zu drei Gebäuden, die ein Ensemble bilden und zwischen 1908 und 1910 errichtet worden sind. Noch Mitte November hatte der Käufer der Hausnummer 6 – ein Gastronom aus Hannover – erklärt, dass er das mehr als 100 Jahre alte Gebäude modernisieren und mit seiner Familie selbst einziehen wolle.

Aber schon damals fehlte seinem Nachbarn Michael Franz der Glaube an diese Ankündigung. Seit November kursierten Gerüchte, dass der neue Eigentümer die alte Substanz nicht erhalten, sondern abreißen und an gleicher Stelle ein Mehrfamilienhaus neu bauen wollte. Die Zweifel, die auch weitere Anwohner der Straße Fuhrbleek teilten, bekamen neue Nahrung, als kurz später dann die Strom- und Gasleitungen, die zum Gebäude führten, gekappt wurden. „Man trennt im Winter ein Gebäude nicht von den Versorgungsnetzen, wenn es erhalten werden soll“, sagt der Besitzer der Hausnummer 4. 

Franz weiß, dass er und seine Nachbarn nichts gegen den Abriss sowie die Errichtung eines Vier-Familien-Hauses unternehmen können. Ihm bleibt nur das Bedauern darüber, dass der ortsbildprägende Charme des Ensembles nun verloren geht. „Am liebsten hätte ich das Haus selbst gekauft, renoviert und dann weiter vermietet“, verät er. Einige Menschen wohnten gern in alter, renovierter Bausubstanz.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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