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Nachrichten Dorfentwicklungsplan steht vor dem Abschluss
Region Isernhagen Nachrichten Dorfentwicklungsplan steht vor dem Abschluss
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16:17 29.11.2018
In der Lücke zwischen Kirchhorst und Stelle soll die neue Dorfmitte entstehen. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Kirchhorst

Wie soll sich Kirchhorst in den nächsten zwei Jahrzehnten entwickeln? Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die neue Ortsmitte als Lückenschluss zwischen Kirchhorst und Stelle. Hierzu liegt bereits ein Konzept für ein „Mehrgenerationenpark mit dorfgemeinschaftsfördernder Gastronomie“ vor. Die vorläufige Planung eines privaten Interessenten umfasst eine Teilfläche von etwa 1,6 Hektar gegenüber des Lebensmittelmarktes und neben der Feuerwehr Kirchhorst.

Für das Gesamtkonzept soll die Region Hannover ein deutlich größeres Areals aus der Freiraumsicherung herausnehmen. Deshalb hagelte es in den vergangenen Monaten auch Kritik. Anwohner bildeten eine Interessengemeinschaft, die sich gegen die Bebauung einer insgesamt 10 Hektar großen Fläche aussprach.

Die Kirchhorster, die an der Dorfentwicklungsplanung mitgewirkt haben, möchten auch einen gastronomischen Treffpunkt bekommen. Denn außer dem Café, dem Bäcker im Edeka-Markt und dem SSV-Klubheim gibt es in Kirchhorst keine Kneipe oder Restaurant mehr. Künftig vorangetrieben werden soll auch das Projekt „Sicherer Schulweg“. Jeden Morgen kommt es an der Steller Straße und auf dem Parkplatz der St.-Nikolai-Kirchengemeinde zu Staus und gefährlichen Situationen, weil Eltern ihre Kinder mit dem Auto besonders nah an die Schule bringen wollen. Wegen dieser Gefahr wünschen sich die Akteure der Dorfplanung einen neuen Platz, wo Eltern parken können und von wo die Kinder sicher zur Schule kommen.

Ebenfalls besteht der Wunsch nach einer Mittelinsel auf der Steller Straße im Bereich des Lebensmittelmarktes. Ein zusätzlicher Vorschlag der Kirchhorster lautet: eine Bushaltestelle vor dem Markt, um auch mobilitätseingeschränkten Menschen das Einkaufen zu ermöglichen. Außerdem besteht der Wunsch, einen Raum für Jugendliche über 14 Jahren zu schaffen. Sie sollen einen beheizbaren, möglichst selbst organisierten Treffpunkt erhalten. Die Jugendpflege der Gemeinde soll helfen.

Welche Vorhaben den Bürgern am wichtigsten sind, wurde bei einer Online-Umfrage mit 119 Teilnehmern ermittelt. Dabei entstand eine Liste von 60 Projektideen. Diese listet Wünsche der Kirchhorster auf, die in der Zukunft die Entwicklung der Ortschaft vorantreiben könnten.

Löffler: Plan ist nicht in Stein gemeißelt

Auf insgesamt 129 Seiten dokumentieren die Planungsbüros PlanHc und Mensch und Region aus Hannover den Prozessverlauf der vergangenen eineinhalb Jahre samt der Prioritätenliste. Der Ortsrat befürwortete den Bericht in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig. Zuvor hatte Ortsbürgermeister Herbert Löffler 25 Zuhörern die Aufzeichnungen sowie die Vorgehensweise in Kurzfassung vorgestellt. „Das ist ein Orientierungsrahmen und kein Konzept, das bereits in Stein gemeißelt ist“, betonte der Ortsbürgermeister in seiner Präsentation.

Den Abschluss des Dorfentwicklungsplans bildet eine Bürgerversammlung im Februar. Dort soll der Bericht der Planer final vorgestellt werden – wegen des erwarteten Andrangs ist wie schon für die Auftaktveranstaltung im Herbst 2017 erneut die Turnhalle als Ort geplant. „Mit der Dorfentwicklung ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft gelegt“, sagte Löffler. Nun liege es in der Hand der Einwohner, die Projekte mit vielen Akteuren umzusetzen. „Die richtige Arbeit beginnt jetzt erst.“

Mehr als ein Jahr Arbeit steckt im Plan fürs Dorf

Los ging es mit dem DorfentwicklungsplanKirchhorst 2040“ im September 2017. Zur Auftaktveranstaltung in der Turnhalle kamen 130 Einwohner, um die Zukunft ihres Dorfes zu planen. Dem Auftakt folgte sechs Wochen später ein Rundgang durch die Ortschaft. Anschließend trafen sich die Teilnehmer in Arbeitskreisen. Demografie, soziales und kulturelles Leben, Siedlungsentwicklung und bauliche Gestaltung, Infrastruktur und Mobilität, Ökologie und Freiraum sowie Klimaschutz standen dabei im Fokus. Zunächst bewerteten die Anwohner den Status quo, um dann Leitbilder und Entwicklungsziele zu definieren. Die Ergebnisse sammelte letztendlich bei vier Treffen ein Koordinierungskreis, der die Ideen und Anregungen zu einem Ganzen zusammenfügte.

Damit die Umsetzung der gesetzten Ziele beginnen kann, muss der Isernhagener Rat den vorgelegten Abschlussbericht zur Kenntnis nehmen und als Handlungsgrundlage für die künftige Entwicklung Kirchhorsts beschließen. Die öffentliche Sitzung beginnt am Donnerstag, 13. Dezember, um 18.30 Uhr im Saal des Altwarmbüchener Rathauses. Der Planungs- und Bauausschuss hatte den Abschlussbericht bereits in seiner jüngsten Sitzung abgenickt.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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