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Ingrid Heike, Edith Gerigk und Carola Schmidt (v.l.n.r.) sammeln mit dem Kuchenverkauf Spenden.

Ingrid Heike, Edith Gerigk und Carola Schmidt (v.l.n.r.) sammeln mit dem Kuchenverkauf Spenden.
© Elena Everding

Begegnungsstätte

Initiativgruppe hält „Alte Schule“ am Laufen

Seit 20 Jahren ist das Rezept bewährt: Die Begegnungsstätte für Jung und Alt „Alte Schule“ in Kirchhorst feiert dieses Jahr Jubiläum. Am Sonntag lud sie zum Herbstmarkt mit Kreativem und Kuchen ein.

Kirchhorst. Die Begegnungsstätte für Jung und Alt „Alte Schule“ in Kirchhorst feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Feiert? Von wegen! Die Initiativgruppe, die von Anfang an hinter dem Treff am Schulweg steht, macht um ihre Arbeit nicht viel Aufhebens –nach dem Motto: „Wir feiern uns doch nicht selber!“ Keine besondere Veranstaltung hat sie zum runden Geburtstag geplant. Und auch beim Herbstmarkt am Sonntag kam die runde Zahl nur durch Zufall zur Sprache.

In den Räumlichkeiten der Begnungsstätte fanden Kunsthandwerk-Fans wieder einmal alles, was das Herz begehrt: Von Strickwaren über Perlenschmuck bis hin zu verschiedensten Deko-Artikeln – auch Weihnachtliches boten Profis und ambitionierte Kunsthandwerker aus der Region an. „Der Herbstmarkt läuft immer etwas besser als unser Frühlingsmarkt, denn jetzt suchen die Leute schon nach Geschenken“, erzählt Carola Schmidt, die bei der Initiativgruppe für die Organisation der beiden Märkte seit vielen Jahren zuständig ist.

Nur die Jüngeren lassen sich eher selten blicken

Übers Jahr bietet die Gruppe drei Treffen pro Woche in der Begegnungsstätte regelmäßig an: Jeden Montag von 19 bis 21 Uhr gibt es die „Auszeit für Jung und Alt“. „Dort wird geklönt und später auch gespielt“, sagt Schmidt. Dienstags von 15 bis 17 Uhr ist beim Seniorentreffen Zeit für Kaffee und Kuchen, auch dabei stehen Gesellschaftsspiele hoch im Kurs. „Skat für alle“ ist dann am Mittwoch ab 18 Uhr das Motto des Abends. 

Dafür, dass dieser Dreier-Kanon zielgruppenorientiert ist,  spricht, dass es diese Treffen schon seit der Gründung der Initiativgruppe gibt. Schmidt drückt es bescheiden aus: Das Programm habe sich bewährt. „Es kommen immer einige Leute zu den Treffen, mal mehr, mal weniger“. Ingesamt sei sie zufrieden. Nur die Jüngeren ließen sich in der Begnungsstätte eher seltener blicken. „Aber das Problem haben ja zum Beispiel auch die Vereine“, stellt Schmidt fest. Trotzdem würde sie sich mehr junge Leute bei den Treffen wünschen, „schließlich ist es ja eine Begegnungsstätte für Jung und Alt“.

Erlös ist immer fürs Dorf bestimmt

Vor zwei Jahren hat die Initiativgruppe für ihr Engagement sogar den Bürgerpreis der Gemeinde Isernhagen erhalten. Die Mitglieder – statt einer Hierarchie gibt es nur Aufgaben –wollen Gutes für ihren Heimatort tun. Und so haben sie auch auf dem Herbstmarkt am Sonntag wieder Spenden gesammelt. Als Standgebühr verlangen sie von jedem Aussteller einen Kuchen, den Erlös aus dem Verkauf stiften sie. „Dieses Jahr geht er wohl wieder an die Jugendfeuerwehr Kirchhorst-Stelle“, kündigt Schmidt an.

Nicht nur Kuchen, sondern auch Sekt und Bratwurst gab es auf dem Herbstmarkt. Dafür sorgte, wie auch schon in den Jahren zuvor, die Laienspielgruppe Stelle. Seitdem vor fast zwei Jahren die Gaststätte Zum Maikäfer in Kirchhorst geschlossen wurde, nutzt die Gruppe die Begegnungsstätte behelfsweise als ihren Treffpunkt.

Nebenan im Jugendtreff „Alte Schule“ fand am Sonntag parallel das Herbstfest statt: Auf Kinder und Jugendliche warteten dort Bastel- und Spielaktionen, unter anderem wurden Windlichter gebaut.

Von Elena Everding


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Isernhagen ist ...

  • ... eine Gemeinde nordöstlich von Hannover mit knapp 23.000 Einwohnern
  • ... Heimat von Olympiasiegerin Anke Kühn (Hockey)
  • ... Gründungsort des Radiosenders ffn
  • ... nach dem durchschnittlichen Einkommen der Bürger die wohlhabenste Gemeinde in Niedersachsen
  • ... Sitz des Lederwarenherstellers Bree Collection
  • ... 6x pro Woche Thema in der Nordhannoverschen Zeitung, die als Heimatzeitung in Isernhagen der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.