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Nachrichten Gemeinde soll mehr Hortplätze schaffen
Region Isernhagen Nachrichten Gemeinde soll mehr Hortplätze schaffen
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00:18 27.11.2017
Bis der Ganztagsschulbetrieb in Isernhagen beginnt, sollen neue Hortgruppen möglichst vielen Eltern von Grundschülern ermöglichen, berufstätig zu sein. Quelle: Symbolbild dpa
Isernhagen

 Sämtliche Grundschulen in Isernhagen sollen künftig als Ganztagsschulen geführt werden. Dieser gemeinsame Antrag aller Ratsfraktionen wird in der nächsten Woche im Schulausschuss behandelt. Doch wie kann die Politik Eltern helfen, die nicht bis 2019, 2020 oder 2021 warten können? Eltern, die bereits ab Sommer 2018 eine Betreuung für ihr Kind benötigen, um ihrem Beruf weiter nachgehen zu können? Damit hat sich am Donnerstagabend der für den Kitabereich zuständige Sozialausschuss befasst. Das Ergebnis: Der Wille für mehr Hortgruppen ist da, der Weg allerdings noch nicht klar.

Wie sehr die Sorge vor einer Betreuungslücke für ihre Kinder bis zum Start des Ganztagsschulbetrieb Eltern umtreibt, das machte schon der Blick in den Zuhörerraum deutlich. Mehrere Dutzend Mütter und Väter waren erschienen, und etliche meldeten sich zu Wort. „Wir brauchen eine Lösung zum 1. August!“, forderte ein Vater aus Altwarmbüchen. Eine Mutter sprach von 56 bis 90 potenziellen Anmeldungen allein für H.B. „Ich zittere vor der zweiten Klasse“, schilderte eine alleinerziehende Mutter eines Erstklässlers, der noch einen Hortplatz hat, ihre Sorge vor der Zukunft. Die Grundschule Altwarmbüchen solle ja 2021 den Ganztagsbetrieb aufnehmen, „aber für mich ist wichtig, was im Sommer 2018 passiert“. Andere Eltern äußerten sich kritischer: Die Lösung des Problems dürfe nicht wie bisher weiter verschoben werden, meinte ein Vater. Seit zwei Jahren gebe es das Problem, aber bis heute kein Konzept, monierte ein anderer.

Tatsächlich ist das Problem mittlerweile auch der Politik sehr bewusst. Doch wieviel Geld braucht es, um als Übergangslösung neue Hortgruppen zu schaffen, bis der Ganztagsbetrieb der Grundschulen startet und Horte nur noch als Ergänzung am Nachmittag dienen sollen? Etwa 1 Million Euro, wie dies die SPD beantragt hatte, um zum Sommer nächsten Jahres sechs neue Gruppen einzurichten? Oder nur 100.000 Euro, wie sie die Grünen forderten, um Container als Übergangshorte mieten zu können? 

Die Wahrheit liege irgendwo dazwischen, vermutete Heinrich Bätke für die CDU, die zur Sitzung ebenfalls einen Antrag vorlegte. Man müsse doch erst einmal prüfen, was für Räume die Gemeinde selbst habe oder was sie anmieten könne, ehe man Summen im Haushalt einstelle. Dabei möchte Bätke auch die Jugendtreffs nicht ungeprüft lassen - auch diese seien freiwillige Leistungen der Gemeinde.

An meisten helfen würde es, wenn auch Klassenzimmer für die Hortbetreuung genutzt werden könnten, was das Land bislang stets abgelehnt hatte. Ein – allerdings recht vager – Passus in der Koalitionsvereinbarung der neuen Landesregierung „stimmt uns vorsichtig hoffnungsvoll“, wie Schulamtsleiterin Silvia Voltmer sagte. Nicht vergessen dürfe man in der Diskussion aber die Betriebskosten und den Erzieher-Mangel.

Die Politiker verständigten sich schließlich auf den Grundsatzbeschluss, dass man mehr Hortgruppen zum nächsten Schuljahr aufmachen wolle und die Verwaltung die räumlichen Möglichkeiten dazu bis zum Frühjahr prüfen soll. Das Geld für Umbauten oder Anmietungen soll dann auch bereitstehen.

Ob das reichen wird für deutlich mehr Hortplätze zum Sommer? Eine Mutter zumindest reagierte skeptisch – immer wieder werde nur geprüft und geprüft.

Von Frank Walter

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