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Bereit zum Laden: Arpad Bogya (von links), Frank Schubath und Lars Pfisterer nehmen die neue E-Säule in Betrieb.

Bereit zum Laden: Arpad Bogya (von links), Frank Schubath und Lars Pfisterer nehmen die neue E-Säule in Betrieb.
© Jarolim-Vormeier

Isernhagen

Gemeinde nimmt neue E-Säule in Betrieb

Hinter dem Rathaus in Altwarmbüchen können Besitzer von Elektroautos jetzt schneller Strom auftanken. Eine neue Tanksäule ersetzt die alte, die dort bereits sechs Jahren in Betrieb war.

Altwarmbüchen.  Eine neue Ladestation für zwei Elektroautos hat jetzt die Gemeinde Isernhagen in Betrieb genommen. An der schlanken, grün-schwarzen Säule hinter dem Rathaus können zwei E-Fahrzeuge gleichzeitig Strom aufladen. „Diese Station ermöglicht nun beschleunigte Ladevorgänge“, erläuterte Lars Pfisterer, Geschäftsführer von Isernhagen Netz, bei der Inbetriebnahme am Donnerstagnachmittag. In etwa zweieinhalb Stunden sei die Batterie voll aufgeladen. Seinen Angaben nach wird die Ladesäule ausschließlich mit Ökostrom versorgt, um die lokal emissionsfreie Fahrt mit einem Elektrofahrzeug wirklich nachhaltig zu gestalten.

Die neue Ladestation mit zweimal 22 Kilowatt Leistung ersetzt die alte Säule mit zweimal lediglich acht Kilowatt Leistung. Diese war im August 2011 an gleicher Stelle installiert worden. Damit die Steckdose geöffnet werden kann, benötigen Fahrer von Elektrofahrzeugen entweder sogenannte RFID-Karten eines beliebigen Anbieters oder einen neuen Personalausweis beziehungsweise eine neue EC-Kreditkarte. Mit der Autorisierung öffnet sich die Ladeklappe, und das Kabel kann eingesteckt werden. Nach dem Aufladen müssen Nutzer erneut ihre Karte einlesen, damit sie das Kabel abziehen können. Beim Lesen der Karten werden keine Daten gespeichert.

Bürgermeister Arpad Bogya, der zugleich auch Aufsichtsratvorsitzender der Energiewerke Isernhagen ist, betonte: „Die Stromtankstelle hinter dem Rathaus ist öffentlich und steht allen Nutzern von Elektrofahrzeugen zur Verfügung.“ Die beiden Parkplätze seien daher ausschließlich E-Autos vorbehalten. So könne die Fahrzeugbatterie aufgeladen werden, während man einkaufe oder etwas im Rathaus erledige. Und der Strom sei für jedermann kostenlos, betonte der Bürgermeister. Zumindest vorerst: Nach Ende der etwa sechsmonatigen Einführungsphase könnte es ein Bezahlsystem geben. Die Entscheidung darüber hängt aber auch davon ab, wie viele Leute die Station künftig tatsächlich nutzen werden. Sollte es nur wenige Ladevorgänge im Monat gebe, so werde das Laden auch weiterhin kostenfrei bleiben. „Sollten es aber 20 Nutzer am Tag werden, müssen wir überlegen, ob wir ein Bezahlsystem einführen“, kündigte Bogya an.

Eine weitere Ladesäule für Altwarmbüchen ist auch schon in Planung: Im Januar oder Februar soll eine Schnellladestation am A2-Center installiert werden. Später soll dort ein zweiter Lade-Parkplatz eingerichtet werden. Möglich ist eine E-Säule auch in Kirchhorst: Entschieden ist noch nichts, aber offenbar denkt auch Edeka Minden für den Markt an der K112 über so ein Angebot nach.

Von Katerina Jarolim-Vormeier


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Isernhagen ist ...

  • ... eine Gemeinde nordöstlich von Hannover mit knapp 23.000 Einwohnern
  • ... Heimat von Olympiasiegerin Anke Kühn (Hockey)
  • ... Gründungsort des Radiosenders ffn
  • ... nach dem durchschnittlichen Einkommen der Bürger die wohlhabenste Gemeinde in Niedersachsen
  • ... Sitz des Lederwarenherstellers Bree Collection
  • ... 6x pro Woche Thema in der Nordhannoverschen Zeitung, die als Heimatzeitung in Isernhagen der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.