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Monika Schünemann: Abends wird abgeschlossen.

Monika Schünemann: Abends wird abgeschlossen.
© Martin Lauber

Altwarmbüchen

Lahriede: Dritte Einbruchserie in Laubenkolonie 

Es ist nicht nur ärgerlich, sondern aus Sicht der Altwarmbüchener Laubenpieper sogar traurig: Schon zum dritten Mal in diesem Jahr haben Einbrecher ihren Kleingarten heimgesucht.

Altwarmbüchen.  Zum dritten Mal seit August ist die zentrumsnahe Kleingartenanlage an der Lahriede in Altwarmbüchen von Einbrechern heimgesucht worden. Elf Lauben wurden diesmal aufgebrochen. Viel Ärger, wenig Diebesgut. Alle Jahre wieder.

Die 52 Parzellen der Laubenkolonie, die übernächstes Jahr Fünfzigjähriges feiert, liegen im Winterschlaf. Die Beete sind abgedeckt, die Gartenpforten links und rechts der Kieswege abgeschlossen. Trotzdem: Solange es hell ist, steht das Haupttor Richtung Kircher Straße für Jedermann offen. „Wir sind eine Art öffentliche Grünanlage“, sagt   Monika Schünemann, die Vorsitzende des Kleingärtnervereins Altwarmbüchen.

Mehr Schaden als Diebesgut

Aber die Unbekannten kamen mal wieder nachts. Vergangene Woche –wahrscheinlich in den Nächten zum Donnerstag und Freitag - hebelten sie Türen von elf Schuppen und Häuschen auf. Zwei Mützen, eine Taschenlampe und Handschuhe haben sie aus der Nummer 48 von Werner Scharnhorst mitgehen lassen. Schlimmer seien das kaputte Schloss und der Schaden am Holz der Tür, sagt der Kleingärtner, der hier  seit 40 Jahren sein Pachtland hat. „Das werde ich im Frühjahr reparieren müssen.“ Andere habe es aber schlimmer getroffen.

Zum Beispiel die Reißmanns, ebenfalls Altwarmbüchener Kleingarten-Urgestein: Die Metalltür zu ihrem Gartenhaus wurde mit brachialer Gewalt aufgehebelt, sodass ein Tisch als provisorischer Türstopper dafür sorgen muss, dass die Laube nicht offen steht. Drinnen seien die Schränke aufgebrochen worden, schildert der Sohn der Laubenpieper.

Vorsitzende: „Aufwand für nichts“

Trotz Vegetationspause: Wegen der Einbrüche herrscht  reger Inspektionsverkehr in den Kleingärten. Auch Monika Schünemann dreht ihre Runden. Die erste Serie dieses Jahres sei am  23. August festgestellt worden, berichtet sie:  insgesamt sieben Einbrüche oder Versuche. Dann im September fünf Einbrüche. Und  eben jetzt die elf in der Woche vor dem dritten Advent. Der „Aufwand für nichts“ sei ärgerlich. Aber mancher der Pächter sei „ganz traurig“ über die Übergriffe auf seine Privatsphäre, weist Schünemann auf den moralischen Schaden hin. Den könne die Versicherung, deren Beitrag in den knapp unter 400 Euro Jahrespacht enthalten ist, nicht reparieren.

Zeugen gibt es nicht

Die Polizei war am Tatort, hat einmal mehr Spuren gesichert, berichtet  Ralf-Emil Bahn, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes des Kommissariats in Großburgwedel. Aber Zeugen gibt es nicht. Möglichst werde man bei den Streifenfahrten die Lahriede besonders ins Visier nehmen.

Einige der Pächter hätten Bewegungsmelder an ihren Häusern. Einbrecher müssten damit rechnen, dass Mieter in den Mehrfamilienhäusern an der Bothfelder Straße ihr Eindringen bemerken und die Polizei rufen, so Monika Schünemann. Auch der Verein werde sich etwas einfallen lassen, um besser gewappnet zu sein. „Man kann da viel machen.“ Und: Hoffentlich läsen das die Einbrecher.

Von Martin Lauber


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