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Region Isernhagen Nachrichten Heilig Kreuz: Erste Weihnacht im schlichten Neubau
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00:17 24.12.2017
Josephine Just schmückt den Weihnachtsbaum mit roten Kugeln im Kircheninnenraum. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Altwarmbüchen

 Der neuen katholischen Heilig-Kreuz-Kirche steht das allererste Weihnachtsfest bevor. Ein Weihnachtsbaum schmückt den puristischen Kirchenraum. Josephine Just vom ehrenamtlichen Helfer-Team der Gemeinde, die zur hannoverschen Pfarrgemeinde Heilig Geist gehört, hat die letzten roten Kugeln an die Tannenzweige gehängt. Genauso schlicht gehalten sind die beiden Sterne vor dem Altar, auf denen jeweils vier rote Kerzen entzündet sind. 

Die Gemeinde habe mit dem Umzug in ihren Neubau ohne Kirchturm von alten Gewohnheiten Abschied nehmen müssen, habe sich auf etwas Neues eingelassen, sagt Dieter Grefe, der ebenfalls zum Helfer-Team gehört. „Früher fiel die Weihnachtsdekoration üppiger aus. Aber das passt nicht mehr zu dem modernen Gebäude.“ Für ihn ist das kein Problem. Wichtiger: Es bleibt bei den üblichen Gottesdiensten am Heiligen Abend: Um 9 Uhr liest Pfarrer Matthias Kaleth die  Heilige Messe, der Gottesdienst beginnt um 16 Uhr.

Neue Öffnungszeiten im Kirchencafé

Das Kirchencafé von Heilig Kreuz in Altwarmbüchen hat für 2018 neue Öffnungszeiten festgelegt: Montag ist das Café nun von 11.30 bis 14 Uhr auf, Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr. Montags gibt es zusätzlich um 12.30 Uhr ein Mittags- sowie donnerstags um 18.15 Uhr ein Abendgebet.

Die neu eingeführten Gebete finden gute Resonanz. Das gilt insbesondere donnerstags für die Vesper nach dem Wochenmarkt. Rund 20 Minuten gestalten dann Gemeindemitglied Georg Geilen und Jörg Steidl im Wechsel die Gebete und spielen dazu Orgelmusik. Außerdem gestaltet an jedem dritten Sonnabend im Monat Diakon Philipp Lerke von der evangelischen Christophorus-Gemeinde um 9 Uhr die ökumenische Kinderkirche im Heilig-Kreuz-Neubau.

Vor fast einem Jahr hatte Bischof Norbert Trelle persönlich das moderne Gotteshaus in Altwarmbüchen eingeweiht – es war immerhin  der erste katholische Kirchenneubau im Bistum Hildesheim seit rund 20 Jahren. Der Vorgängerbau stand schmucklos auf dem Gelände des heutigen Rewe-Marktes. „Da waren wir nicht so präsent, eher versteckt“, findet Dieter Grefe.

Am neuen Standort Ecke Bothfelder/Königsberger Straße und in moderner Architektur beschreitet die 1.050 Mitglieder starke Gemeinde seit zwölf Monaten neue Wege: Das  Kirchencafé öffnet dreimal die Woche, der Innenraum ist schlicht, Kniebänke fehlen. Kirchenkritisches Kabarett wurde aufgeführt, biblische Playmobil-Szenerien lockten viele kleine Besucher an, auch am Tag der Architektur standen die Türen offen.

„Wir haben uns natürlich gefragt, ob alles funktionieren wird“, erzählt Josephine Just. „Und ehrlich, es funktioniert gut“, versichert Grefe. Die anfängliche Skepsis, im gläsernen Kirchencafé sitze man wie auf dem Präsentierteller, habe sich schnell gelegt. Mittlerweile stellten die großen Scheiben kein Problem mehr da. Vielmehr sei der gesamte Bau am Puls der Zeit, ein zentraler Anlaufpunkt. Viele Menschen schauten hinein und guckten, was da gemacht wird, sagt Grefe.

Eine 24-köpfige ehrenamtliche Mannschaft hat das Kirchencafé ins Laufen gebracht. In dem hellen, mit bodentiefen Fenstern versehenen Raum stehen fünf Tische und bilden eine runde Tafel. „Hier sitzen sich die Besucher gegenüber und schauen sich beim Gespräch in die Augen“, erklärt Josephine Just. Ein Treffpunkt sei entstanden,  wo die Konfession keine Rolle spiele. Manche Altwarmbüchener legten hier nach dem Einkauf eine kurze Pause ein. Auch wenn sie auf den Bus warteten, kämen sie hinein, nähmen ein warmes Getränk ein und klönten , erzählten ihre Geschichten und würden bei Bedarf auch getröstet, so Just. 

Eine Hochzeit, zwei Goldene Ehejubiläen, 15 Taufen und drei Trauerfeiern wurden im Neubau im ersten Jahr zelebliert. „Damit sind wir zufrieden“, stellt Pastor Matthias Kaleth fest. Er räumt allerdings auch ein, dass für eine traditionelle Trauung die romantische Atmosphäre wie beispielsweise in der St.-Nikolai-Kirche in Kirchhorst fehle. Und Glocken wären auch sehr schön – um die Gemeinde zur Christmesse zu begrüßen.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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