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Nachrichten Campus Isernhagen: Jetzt wird es ernst
Region Isernhagen Nachrichten Campus Isernhagen: Jetzt wird es ernst
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00:44 19.05.2018
Das Schulzentrum Isernhagen wird für rund 25,4 Millionen Euro zum Campus umgebaut. Quelle: Frank Walter
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Altwarmbüchen

Anfang Juni macht die Gemeinde endlich öffentlich, wie das Schulzentrum am Helleweg in den nächsten knapp zwei Jahren zum „Campus Isernhagen“ umgebaut werden soll. Klar ist: Viel Zeit wird nicht mehr vergehen, bis die ersten Bauarbeiter anrücken.

Neubau mit mehr als 10.000 Quadratmetern

Die wachsende IGS, die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren im Gymnasium und die Anforderungen der Inklusion: Seit längerem steht fest, dass der Platz im Schulzentrum nicht mehr ausreicht. Mehr als 10.000 Quadratmeter Grundfläche soll der Neubau bieten, der in einem Baufeld zwischen dem IGS-Gebäude und der Sporthalle entstehen soll. Die Halle selbst, sanierungsbedürftig und für künftige Anforderungen zu klein, muss einer neuen Vier-Feld-Halle weichen.

Dass die für die Neubauten bislang angesetzten 24 Millionen Euro nicht ganz ausreichen werden, ist seit der Ratssitzung Ende April klar: Knapp 25,4 Millionen für Bauwerke und Finanzierungskosten hatte die Verwaltung dort in einer Vorlage genannt und sich die Mehrausgaben von der Politik absegnen lassen.

Generalunternehmen übernimmt den Bau

An welche Firma diese Summe fließt, ist noch nicht öffentlicht bekannt. Per Ausschreibung hatte sich die Gemeinde ein Generalunternehmen als Partner gesucht. Dieses ist mittlerweile gefunden, der Vertrag für die Isernhagener Rekord-Investition wird jedoch erst am 23. Mai unterzeichnet. Ende Mai sollen die Baupläne den Schulen bei einer Veranstaltung hinter verschlossenen Türen vorgestellt werden. In der ersten Juni-Woche wird eine öffentliche Präsentation im Schulzentrum folgen. Für Interessierte, die daran nicht teilnehmen können, sollen die Pläne anschließend noch ausgelegt werden, sagte Amtsleiterin Silvia Voltmer am Dienstagabend im Schulausschuss.

Abriss der Sporthalle in den Ferien

Lange wird es dann nicht dauern, bis die Vorabeiten für den neuen Campus am Schulzentrum sichtbar werden. Noch vor den Sommerferien müssen für die Einrichtung der Baustelle beispielsweise Spielgeräte versetzt und Container auf der Außensportanlage aufgestellt werden. Dort sollen nicht nur Sportgeräte lagern: Die Container dienen während der Bauzeit auch als Umkleideräume für Schüler wie Vereinssportler – denn mit Beginn der Sommerferien wird bereits der Abriss der Sporthalle beginnen, der bis zum ersten Schultag abgeschlossen sein soll.

Zum Sportunterricht nach N.B.

Seit rund einem halben Jahr planen Gemeindeverwaltung und der Sport-AG-Vorsitzende Günther Wieneke, wie der Schulsport einerseits und die Vereine als Hallennutzer andererseits die rund zwei Jahre ohne eine große Sporthalle am Helleweg auskommen können. Die jüngeren Gymnasiasten sollen für den Sportunterricht per Bus zur Grundschule nach Isernhagen N.B. gefahren werden, die älteren Jahrgänge zu Fuß zur Heinrich-Heller-Schule an der Lahriede gehen. Für die IGS-Schüler, die während des Neubaus der Vier-Feld-Halle die TuS-Sporthalle an der Seestraße nutzen werden, suchen die Gemeinde und die Schule noch nach dem richtigen Transportmittel. Die Realschüler hingegen werden es ab dem neuen Schuljahr nicht weiter als bislang zum Sportunterricht haben: Die Schule zieht in den Ferien vom Helleweg in die Heinrich-Heller-Schule um, wo sie sich das Gebäude dann mit der ebenfalls auslaufenden Hauptschule teilt.

Ingesamt dürften die Sportlehrer von IGS und Gymnasium mit ihren Schülern in den nächsten zwei Jahren aber wohl ohnehin häufiger als bislang die Außensportanlage nutzen – soweit das bei guter Witterung möglich ist.

Vereine müssen umdisponieren

Mit Einschränkungen werden in den nächsten beiden Jahren auch die Isernhagener Sportvereine leben müssen, die auf Sporthallen angewiesen sind. Dank der Sport-AG seien jedoch Kompromisse gefunden worden, lobte Amtsleiterin Silvia Voltmer – „es ist machbar, das zwei Jahre zu überstehen“. Ein kleines Fragezeichen steht dabei noch vor den Punktspielen der TuS-Handballer, für die es keine ausreichend große Ersatzhalle in Isernhagen gibt. Die Stadt Burgdorf hat der Gemeinde Isernhagen ihre grundsätzliche Unterstützung zugesichert, „kann aber auch keine Halle komplett für uns blocken“, so Voltmer. Wie sich die Termine der TuS-Heimspiele mit denen der Burgdorfer Sportvereinen vertragen, wird sich erst herausstellen, wenn die Spielpläne erstellt sind. Zur Not müsste der TuS vielleicht auch einmal auf sein Heimrecht verzichten.

Von Frank Walter

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