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Nachrichten Spendenbereitschaft für Mädchen in Nepal ist groß
Region Isernhagen Nachrichten Spendenbereitschaft für Mädchen in Nepal ist groß
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00:15 29.11.2017
Inge und Klaus Busch haben den Verein Kiran Kinderhaus in Nepal gegründet. Quelle: Heine
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Altwarmbüchen

 Seit 19 Jahren organisieren Inge und Klaus Busch mit ihrem Verein Kiran Kinderhaus eine Benefizveranstaltungen für ihr Projekt, verwaisten Mädchen in Nepal ein Zuhause zu geben.

Auch diesmal strömten die Besucher am Wochenende in die Grundschule Altwarmbüchen, um Kunsthandwerk aus Nepal zu kaufen, die Aufführungen verschiedener Kindergruppen zu erleben, Kaffee und Kuchen zu genießen und Rimsha aus Nepal, mittlerweile Assistenzärztin in Hildesheim, tanzen zu sehen. Viele nutzten die Gelegenheit, um nach Weihnachtsgeschenken Ausschau zu halten.

Heinrich Rehbock betreute den Bücherstand mit mehr als 400 gespendeten Exemplaren. Käufer durften den Preis selbst bestimmen. "Alle sind sehr großzügig", lobte Rehbock. Auch Dorothea Vierhuff genoss es, in dem Bücherberg zu stöbern.

Christin Wickbold verkaufte an ihrem weihnachtlich geschmückten Stand Keramiken und freute sich über das Interesse von Melanie Edeling, die sich nach einem Töpferkurs erkundigte.

Währenddessen wählten Heidrun Lemke und Anneliese von Rautenkranz sorgfältig ihre Tombola-Gewinne aus. Jedes Los kostete einen Euro und war ein Treffer. Mit zwei Tassen, einem Lesezeichen und Servietten gingen beide zufrieden nach Hause.

Vorstandsmitglied Heidrun König verkaufte Schals aus Nepal, dem Land zwischen China und Indien. Sie engagiert sich seit zehn Jahren für das Kiran Kinderhaus. "Ich habe ein Projekt gesucht, das nicht so anonym ist. Hier weiß ich genau, wofür das Geld ausgegeben wird", sagte sie.

Der Verein unterhält in Kathmandu inzwischen drei Häuser, in denen Mädchen aufgenommen werden. "Wir entscheiden uns für sehr arme Kinder, die der untersten Kaste angehören und fünf Jahre alt sind. Sie kommen aus dem ganzen Land", erklärte Inge Busch. 40 Mädchen hätten im Kinderhaus Platz. Es seien zur Zeit noch Kapazitäten frei. "Das Projekt ist Mädchen vorbehalten, weil Frauen in Nepal extrem unterdrückt werden und wenig Chancen auf ein gutes Leben haben. Es ist natürlich ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es lohnt sich um jeden Menschen, um jedes Kind", sagte Busch. 

Die betreuten Mädchen bekämen eine Schulbildung. Vier von ihnen hätten inzwischen ihren Bachelor-Abschluss geschafft. Einige würden bereits als Lehrerinnen arbeiten. "Es wäre schön, wenn sich Frauen, die dem Kinderhaus entwachsen sind, weiterhin um die Einrichtung kümmern, und eine Art Schneeballsystem entsteht", nannte Busch als eine Zielsetzung.

Von Sybille Heine

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