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Region Isernhagen Nachrichten Schüler befragen Kommunalpolitiker im Rathaus
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09:10 16.03.2018
Herbert Löffler, Ortsbürgermeister von Kirchhorst, diskutiert mit Schülern der 8. Klasse des Gymnasiums Isernhagen. Quelle: Philipp Bader
Altwarmbüchen

Interessierte Gesichter, angeregte Gespräche an vier Tischen, hier und da ein Lacher: 31 Achtklässler haben am Dienstag an den kommunalpolitischen Tagen des Gymnasiums Isernhagen teilgenommen. Aus diesem Anlass besuchen seit Jahren Schulklassen das Rathaus und befragen Politiker zu ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. „So können unsere Schüler Politik viel direkter erfahren als bei uns im theoretischen Unterricht“, sagt Lehrer Florian Jorke. 

Im Anschluss an eine kurze Visite in verschiedenen Abteilungen wie dem Bürgerbüro und der Jugendpflege begann die Begegnung im Ratssaal, bei der sich vier Kommunalpolitiker den Fragen der Schüler stellten. Anfangs konzentrierten sich die Jugendlichen vor allem auf deren persönliche Motivation: Wie war Ihr Weg in die Politik? „Ich habe mich schon immer dafür interessiert, mich an der Politik meines Wohnortes zu beteiligen“, erzählte CDU-Politikerin Renate Vogelsang.  Auch Fragen zur kommunalen Bildungspolitik wurden gestellt, zum Beispiel zur Verteilung von Haushaltsmitteln auf die Isernhagener Schulen. 

Auch bundespolitische Fragen blieben nicht aus. So interessierten sich die Schüler vor allem für die Flüchtlings- und Klimapolitik, erkundigten sich nach Meinungen zur Obergrenze und dem Abgaskandal. „Ich als Dieselfahrer halte die nun möglichen Fahrverbote für eine Sauerei“, sagte Claus Hogrefe (FDP). Die aktuelle Regierungsbildung lag auch im Interesse der Schüler. „Was halten Sie denn von Martin Schulz?“, fragte ein Schüler die CDU-Politikerin Vogelgesang. „Den find ich persönlich nicht so gut“, drückte sich die Ratsfrau aus Kirchhorst vorsichtig aus. SPD-Mann Herbert Löffler hingegen berichtete, dass er gegen die Große Koalition gestimmt hatte: „Aber als Demokrat musst du dich eben der Mehrheit beugen und das Ergebnis akzeptieren.

„Ich fand es sehr interessant, die Meinungen der Politiker zu hören. Das war so viel persönlicher als im Unterricht. Sonst hört man ja nur die Meinungen von den oberen Politikern“, sagte die 14-jährige Laura-Sophie. Das Lob gab FDP-Ortsratsmitglied Hogrefe gern zurdück: „Eine tolle, gut vorbereitete Truppe“, lbte er die Achtklässler.

„Bei der nächsten Wahl werden die Schüler auch wahlberechtigt sein. Da ist es wichtig, sie schon im jungen Alter an das Thema Politik heranzuführen“, meinte Politik-Lehrer Jorke, der auch im nächsten Jahr mit einer achten Klasse zu den kommunalpolitischen Tagen gehen wird. „Das Thema Kommunalpolitik geht uns ja alle etwas an“, sagt der 13-jährige Jonas. „Es geht ja schließlich um den Ort, in dem wir leben.“

Von Philipp Bader

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