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Die Gebühren für die Abwasserbeseitigung in Isernhagen steigen. Ab Januar 2018 werden teils bis zu 9 Cent mehr fällig.

Die Gebühren für die Abwasserbeseitigung in Isernhagen steigen. Ab Januar 2018 werden teils bis zu 9 Cent mehr fällig.
© Symbolbild

Isernhagen

Abwassergebühren steigen 2018

Neues Jahr, neue Gebühren: Ab Januar werden die Isernhagener für die Beseitigung ihres Abwassers deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Auch die Gebühren für den Winterdienst auf den Straßen im Gemeindegebiet steigen.

Isernhagen.  Mit Beginn des neuen Jahres werden die Isernhagener deutlich mehr für die Abwasserbeseitigung an die Gemeinde zahlen müssen. Eine Gebührenerhöhung hat der Rat in der letzten Sitzung des Jahres abgesegnet.

Allerdings zum Stopfen des millionenschweren Haushaltslochs dienen die höheren Gebühren nicht. Die Kalkulation der Gebühren basiert auf den Erfahrungswerten der vergangenen Jahre – was 2016 an Kosten nicht durch Gebühren gedeckt wurde, das fließt in die Kalkulation für 2018 ein. Die Gemeinde hat dabei keinen Spielraum: Überschüsse müssen laut Kommunalabgabengesetz an die Bürger per Gebührensenkung zurückgegeben werden, ebenso wie Defizit über höhere Sätze wieder eingefangen werden müssen. 

Bei der Abwasserbeseitigung, die sich in das Sammeln, Fortleiten und Einleiten von Regen- und Schmutzwasser in verschieden Kanäle aufgliedert, konnte die Gemeinde im Jahr 2016 lediglich rund 93 Prozent der Kosten decken. Mehr als 2,3 Millionen Quadratmeter Fläche müssen in Isernhagen vom Regen entwässert werden. Mit rund 1,2 Millionen Kubikmetern Schmutzwasser rechnet die Gemeinde obendrein, dieses wird in der Kläranlage in Langenhagen gereinigt.

Auf dem Gebührenbescheid für die Beseitigung des Regenwassers heißt das für die Isernhagener, dass sie ab Januar pro Quadratmeter zu entwässernder Fläche 37 Cent bezahlen müssen – 9 Cent mehr als bisher und damit die höchste Gebühr in den vergangenen zehn Jahren. Beim Schmutzwasser werden pro Kubikmeter mit dem Jahreswechsel 2,55 Euro statt bisher 2,48 Euro fällig.

Dass die Gebühren in den nächsten Jahren wieder sinken, damit ist nicht zu rechnen. Schon jetzt ist klar, dass die Kosten weiter steigen: Bauunterhaltungen und Investitionen ins Abwasserkanalnetz stehen ab 2018 auf der Agenda. Dem Vorschlag der Verwaltung, das Kanalnetz an den Wasserverband Peine abzutreten, um für die anstehenden Arbeiten Synergieeffekte nutzen zu können, hatte der Rat in diesem Jahr mehrheitlich eine Absage erteilt.

Neben der Abwasserbeseitigung muss die Gemeinde auch die Straßenreinigung kostendeckend über Gebühren finanzieren. Auf 188 Kilometern Straßen und Wegen hält die Kommune einen Winterdienst vor - sprich: Die Straßen werden bei Bedarf geräumt und gestreut. 160 Kilometer Straße werden beim sogenannten Sommerdienst im 14-tägigen-Rhythmus gereinigt. 

Grundlage für die Höhe der neuen Gebührensätze sind auch dabei die Betriebsabrechnungen aus den Jahren 2015 und 2016: Während im Winterdienst Miese gemacht wurden, kam beim Sommerdienst ein Plus heraus. Für 2018 heißt das: Für den reinen Winterdienst werden 56 Cent pro laufenden Meter fällig – 10 Cent mehr als zuvor. Die Gebühr für den Sommerdienst wiederum sinkt um 16 Cent auf 1,43 Euro. 

Von Carina Bahl


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Isernhagen ist ...

  • ... eine Gemeinde nordöstlich von Hannover mit knapp 23.000 Einwohnern
  • ... Heimat von Olympiasiegerin Anke Kühn (Hockey)
  • ... Gründungsort des Radiosenders ffn
  • ... nach dem durchschnittlichen Einkommen der Bürger die wohlhabenste Gemeinde in Niedersachsen
  • ... Sitz des Lederwarenherstellers Bree Collection
  • ... 6x pro Woche Thema in der Nordhannoverschen Zeitung, die als Heimatzeitung in Isernhagen der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.