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Region Hemmingen Nachrichten Mehr als 50 Vorschläge für Verkehrsplan
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00:33 02.04.2018
Zur Deveser Straße wurden viele Vorschläge  eingereicht. Quelle: Lippelt
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Hemmingen

 Die vier Monate sind fast vorüber: Solange lag der Entwurf des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) 2030 der Stadt Hemmingen öffentlich aus. Mehr als 50 Vorschläge sind nach Auskunft von Fachbereichsleiter Axel Schedler eingegangen. „Einige sind deckungsgleich, einige wurden von mehreren Bürgern unterschrieben“, sagt er.

Der Termin für die Bürgerversammlung zum VEP ist Schedler zufolge noch unklar. Sie sei für die Zeit nach der kommunalpolitischen Sommerpause geplant, die im August endet. Erst nach der Bürgerversammlung beginnen die politischen Beratungen. Für Ende Mai sei eine Anwohnerversammlung am Hohen Holzweg in Arnum vorgesehen. Die Vorschläge aus den vergangenen Wochen werden vom Büro SHP Ingenieure aus Hannover gesammelt und bewertet, erläuterte Schedler.

Die Vorschläge stammen vorwiegend von Privatleuten. Aber auch Vereine wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) haben sich geäußert. Die Ortsgruppe kritisiert zum Beispiel, dass die Planung für den Radverkehr eher ein „Sammelsurium“ sei als ein Gesamtkonzept. Drei ehemalige Mitglieder des Hemminger Seniorenbeirates bemängeln, dass „Maßnahmen zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs, besonders von Osten nach Westen, nicht ausreichend erörtert wurden“. Sie schlagen vor an unterschiedlichen Stellen Deich- und Straßenbau zu kombinieren, also Straßen als und auf Deichen. Auf Karten haben sie ihre gewünschten Trassen eingezeichnet: von dem bis zur heutigen B3 verlängerten Klewertweg in Hemmingen-Westerfeld an Wilkenburg vorbei sowie weiter um Harkenbleck, Arnum und Hiddestorf herum. So ließe sich eine Ost- und eine Südumgehung verwirklichen. 

Fachbereichsleiter Schedler erläutert: „Ein großer Teil der Zuschriften beschäftigt sich mit der Deveser Straße.“ Das kommt nicht von ungefähr, denn die Tage der heutigen K225 sind gezählt. Voraussichtlich ab 9. April wird die Straße voll gesperrt, um dort eine Brücke über die B3-Ortsumgehung zu bauen. Nur noch Radfahrer und Fußgänger können dann die Strecke zwischen Devese und Hemmingen-Westerfeld in Richtung Rathaus nutzen. Wird die Umgehungsstraße Ende 2019 freigegeben, dürfen nur Linienbusse, Radfahrer und Fußgänger über die Brücke. Einige Bürger jedoch machen sich für einen Anliegerverkehr stark. 

Ursprünglich sollte die Frist bereits am 8. Januar enden. Der Arbeitskreis Ortsentwicklung im Bürgerverein Devese hatte die kurze Zeit bemängelt, woraufhin aus den vier Wochen insgesamt vier Monate geworden sind. Die Auslegung endet zwar am Sonnabend, 31. März. Schedler machte aber deutlich, auch weiterhin könne jedermann Kritik und Anregungen äußern, zum Beispiel über die Kommentarfunktion auf der Webseite der Stadt oder per E-Mail. Beim VEP seien keine gesetzlich vorgebenen Fristen einzuhalten. „Daher gehen später eingehende Anregungen nicht verloren.“ Der Entwurf umfasst rund 100 Seiten. Für jeden der sieben Stadtteile werden konkrete Vorschläge gemacht, beispielsweise zwei Kreisel auf der heutigen B3 in Arnum (Göttinger Straße/Wilkenburger Straße und Göttinger Straße/Harkenblecker Weg/Hiddestorfer Straße) und Tempo 70 in Höhe des Friedhofs in Hemmingen-Westerfeld. 

Das Büro SHP hatte den Entwurf des VEP im November 2017 in einer Ausschusssitzung im Ratssaal vor mehr als 80 Zuhörern vorgestellt. Viele Bürger wollten sich sofort zu dem Papier äußern, wurden aber gebremst und auf die Bürgerversammlung voraussichtlich im Februar oder März 2018 verwiesen. Wegen der verlängerten Auslegung hat sich dieser Termin nun verschoben. 

Von Andreas Zimmer

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