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Region Hemmingen Nachrichten Das sind die Ideen für das neue Arnum
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00:19 26.01.2019
Erkannt? Die Alte Wilkenburger Straße soll zur "Park-Oase" werden. Quelle: Infraplan
Arnum

Hemmingens größter Stadtteil wird nicht mehr wiederzuerkennen sein: Mehr als 9 Millionen Euro sollen im Zeitraum von zehn Jahren ab 2020 mit der Städtebauförderung nach Arnum fließen. Davon will die Stadt knapp 3 Millionen Euro finanzieren. Je ein Drittel sollen vom Bund und Land kommen.

Der Anlass: Mit der B3-Ortsumgehung, sie soll Ende September dieses Jahres für den Verkehr freigegeben werden, kann die Arnumer Ortsdurchfahrt umgestaltet werden. Auf einem mehr als 70-seitigen Entwurf macht Infraplan aus Celle die unterschiedlichsten Vorschläge für den etwa 7500 Einwohner zählenden Stadtteil, darunter Stadttore als markante Zeichen am Ortseingang und -ausgang im Norden und Süden der heutigen B3. Hatte bisher der motorisierte Verkehr Priorität, soll die Ortsdurchfahrt zum Beispiel durch Alleebäume einen „Boulevard-Charakter“ bekommen, wie es im Entwurf heißt. Fahrbahnen sollen schmaler und anders gepflastert werden, Haltebuchten sollen für sogenannte Buskaps weichen, und es soll viel mehr Grünflächen geben.

An den heutigen Kreuzungen am Hohen Holzweg und an der Wilkenburger Straße könnten Kreisel entstehen. Mehr noch: Das frühere Gemeindehaus an der Schule soll zum Kulturhaus werden. Das Geschäftszentrum an der Wilkenburger Straße wäre, so regen es die Planer an, zu sanieren oder ein Neubau zu errichten. Zu den Ideen gehören auch die Sanierung der Sporthalle am Hundepfuhlsweg mit der Neugestaltung des dortigen Parkplatzes sowie die Renaturierung der Arnumer Landwehr mit Anlegen eines Pfades zum Spazierengehen.

Was in Arnum schwierig ist: Es gibt – bisher – kein klassisches Zentrum. „Das Image ist durch die immissionsträchtige Ortsdurchfahrt negativ geprägt“, heißt es in dem Entwurf. Hinzu komme, dass die meisten Grundstücke entlang der Göttinger Straße (B3) in privater Hand sind. „Es ist sehr schwer für die Stadt, gezielt auf Maßnahmen hinzuwirken“, heißt es in dem Entwurf weiter. „Wenn nicht durch Investitionen Anreize geschaffen, Qualitäten bewahrt sowie spezifische Charakeristika der Stadt entwickelt und kommuniziert werden, ist ein zunehmender Negativkreislauf von Leerständen, baulichem Verfall und unzureichendem Versorgungsangebot zu erwarten.“ Etliche Bauprojekte laufen bereits, darunter der Neubau von Edeka an der B3, Wohnungen und eine Sozialstation auf dem Gelände der Alten Schmiede und demnächst ein neuer Kindergarten an der B3/Ecke Klapperweg.

Alles aber, so kündigt es die Stadtverwaltung an, soll mit den jeweiligen Eigentümern, Mietern, Pächtern und sonstigen Betroffenen „frühzeitig erörtert“ werden. Wer sich schon einmal informieren möchte, kommt am Donnerstag, 24. Januar, in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, der ab 19 Uhr öffentlich im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld tagt.

Eine öffentliche Informationsveranstaltung ist für Montag, 18. Februar, 19 Uhr, in der Arnumer Wäldchenschule am Klapperweg vorgesehen. Anschließend sollen die Entwürfe öffentlich im Rathaus ausgelegt werden und sie sind auch über die Internetseite der Stadt abrufbar. Der Ratsbeschluss ist für Mai dieses Jahres vorgesehen, damit die Stadt ihren Antrag auf Aufnahme in die Städtebauförderung spätestens zum 1. Juni noch rechtzeitig stellen kann.

Es hat sich auch eine sogenannte Strategiegruppe gebildet, zu der die vier Ratsfraktionsvorsitzenden gehören, ein Vertreter der Gewerbetreibenden sowie Vertreter der Stadtverwaltung und des Planungsbüros. Die Gruppe hat bisher zweimal intern getagt.

Von Andreas Zimmer

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