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Region Hemmingen Nachrichten Grüne ziehen Antrag zur Solarenergie zurück
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09:18 16.03.2018
Gehrden als Vorbild? Edmund Jansen von der Energiegenossenschaft Calenberger Land kniet inmitten einer Solaranlage auf dem Dach der Oberschule in der Burgbergstadt. Die Genossenschaft hat jetzt Interesse an einer Anlage in Hemmingen geäußert. Quelle: Wirausky (Archiv)
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Hemmingen

 Mehr Solaranlagen auf Dächer städtischer Gebäude in Hemmingen: Diesen bereits im Juni 2017 im Rat eingebrachten Antrag haben die Hemminger Bündnisgrünen jetzt zurückgezogen. Ganz überraschend kam das nicht. Der Antrag zielte darauf ab, dass die Verwaltung ein Kataster mit Dachflächen erstellt, die sich am besten für die Solarnutzung eignen. 

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Joachim Steinmetz erläuterte jetzt: „Der Antrag ist in der Sache unverändert richtig, geht aber in seiner Ambition deutlich über das hinaus, was die anderen Fraktionen und die Verwaltung bereit sind mitzutragen.“ 

Es war ein holpriger Weg durch die Ratsgremien. In zwei Ausschüssen - im August und im November 2017 - wurde der Antrag zurückgestellt, unter anderem weil es einen Bericht der Verwaltung zu dem Thema gab, den die Fraktionen erst intern diskutieren wollten. Zur eigentlichen Debatte kam es dann erst im Fachausschuss im Januar 2018. „Es kann nicht Aufgabe der Stadt sein Statiken für Dritte zu überprüfen“, sagte Christian Baxmann (CDU). Jan Dingeldey (CDU) mahnte: „Wir müssen mit den Ressourcen der Verwaltung schonend umgehen.“ Auch die SPD sah das so. Anette Wnendt (SPD) warnte, dass die Stadt in Vorleistung für Dritte geht: „Der Antrag hat sich erledigt.“ 

Dem widersprach Ulrike Roth (Grüne). „Das ist kein Aufwand, der die Verwaltung lahmlegt. Die Stadt soll auch nicht teure Gutachten in Auftrag geben, sondern zum Beispiel Dachneigungen prüfen.“ Damit solle sie nach außen zeigen, dass geeignete Flächen vorhanden sind und mögliche Interessenten als Betreiber der Solaranlagen finden. Fachbereichsleiter Axel Schedler gab zu bedenken, bisherige statische Untersuchungen hätten ergeben, dass zum Beispiel sämtliche Schuldächer in Hemmingen nicht geeignet sind. „Da bleibt dann nicht mehr viel.“ Hinzu kommt: „Uns hat bisher noch keiner die Türen eingerannt.“ Nur die Energiegenossenschaft Calenberger Land habe sich gemeldet. Mit ihr habe es bereits ein Gespräch gegeben. Fürs Rathaus- und Hallenbachdach in Hemmingen-Westerfeld seien sogenannte Interessenbekundungsverfahren zu starten, damit sich weitere Interessenten melden können. Beide Dächer seien aus statischer Sicht für Solaranlagen geeignet. 

Bedauern die Grünen jetzt, dass ihr Antrag nicht den gewünschten Erfolg hatte? Joachim Steinmetz erklärte, wenn der Antrag dazu beigetragen habe die Diskussion über das Thema in Hemmingen voranzubringen, „sind wir vorläufig zufrieden“. Die Grünen begrüßen, dass beim bevorstehenden Um- und Neubau des Feuerwehrgerätehauses Arnum und dem geplanten Neubau des Kindergartens in Hemmingen-Westerfeld ohnehin Solarenergie genutzt werden soll. „Falls erforderlich, könnten wir unseren Antrag auch in veränderter Form erneut einbringen.“ Zu dem Antrag kam es, weil im Februar 2017 in der Reihe „Stadtgespräch“ der Grünen großes Interesse von Hemminger Bürgern und regionaler Energiegenossenschaften geäußert worden sei, erläuterte Steinmetz. Andere Kommunen in der Region wie Gehrden oder Uetze seien bei dem Thema schon weiter.

Solaranlagen im Hemminger Stadtgebiet gibt es laut Verwaltung auf den Kindergärten Arnum III, Hemmingen-Westerfeld, Devese und Harkenbleck. Bis auf Arnum handele es sich um Bürgersolaranlagen, der Strom werde ins Netz eingespeist. Die Anlage auf und neben dem Freibad Arnum sei eine Solarthermie-Anlage, um das Wasser im Becken zu erwärmen.

Von Andreas Zimmer

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