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Bei der offenen Ganztagsschule werden viele Workshops angeboten. An einem im Seilspringen hatten die Grundschüler in Hiddestorf bereits 2016 teilgenommen. 

Bei der offenen Ganztagsschule werden viele Workshops angeboten. An einem im Seilspringen hatten die Grundschüler in Hiddestorf bereits 2016 teilgenommen. 
© Torsten Lippelt (Archiv)

Hemmingen

Rat spricht über Ganztagsschule

„Das erste Jahr wird nicht ganz optimal sein.“ Bürgermeister Claus Schacht macht keinen Hehl daraus, dass der Übergang bei der offenen Ganztagsschule kein einfacher wird. Die Konzepte sind am Donnerstag Thema im Rat.

Hemmingen.  „Das erste Jahr wird nicht ganz optimal sein.“ Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht macht keinen Hehl daraus, dass der Übergang bei der offenen Ganztagsschule kein einfacher wird. Dennoch sei die geplante Einführung zum Schuljahr 2018/19, also ab August 2018, der richtige Weg. Die Konzepte der drei Grundschulen hat der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten, nicht öffentlichen Sitzung befürwortet.

In den Papieren sind Wünsche formuliert. Ob alles so umgesetzt wird, hängt unter anderem von Um- und Anbauten ab. Am Donnerstag, 30. November, sind die Konzepte Thema im Rat. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Ratssaal in Hemmingen-Westerfeld.

Eine Auswahl weiterer Themen der insgesamt 20 Punkte auf der Tagesordnung:

Gebühren zahlen: Ab Januar 2018 sollen die Hemminger mehr für die Straßenreinigung zahlen. Der Tarif steigt demnach von 1,50 auf 1,75 Euro pro Jahr und sogenanntem Berechnungsmeter. So zahlt zum Beispiel der Besitzer eines Einfamilienhauses mit einem rund 550 Quadratmeter großen Grundstück künftig etwa sechs Euro im Jahr mehr, also etwa 41 Euro. Für ein Reihenhaus mit einem etwa 220 Quadratmeter großen Grundstück sind es nach Berechnungen der Verwaltung fast 4 Euro pro Jahr mehr, also 26 Euro. In einem Mehrfamilienhaus mit sechs Parteien auf einem 575 Quadratmeter großen Grundstück waren bisher für jede Wohnung 6 Euro zu zahlen. Künftig ist es pro Wohnung 1 Euro mehr. Die Schmutzwassergebühr (1,96 Euro pro Kubikmeter) und die Regenwassergebühr (20 Cent pro Quadratmeter veranlagter Fläche) hingegen sollen konstant bleiben. Allen Gebührenregelungen hat jetzt auch der Verwaltungsausschuss zugestimmt.

Gefahrenstellen entschärfen: Eine Expertengruppe hat eine Liste mit den 16 gefährlichsten Querungen im Stadtgebiet erstellt. Sie befinden sich entlang der Berliner Straße und der Weetzener Landstraße, beide in Hemmingen-Westerfeld, sowie an der B3 in Arnum. Nach dem Fachgremium hat jetzt auch der Verwaltungsausschuss empfohlen, alle Gefahrenpunkte im Jahr 2018 durch das Auftragen roter Markierungen zu beseitigen. An der Hohen Bünte sollen zudem die Bordsteine abgesenkt werden.

Neubauprojekte in Arnum: An der B3 sollen ein Edeka-Markt sowie wenige hundert Meter davon entfernt zwei Gebäude mit 37 Wohnungen und Sozialstation entstehen. Nach dem Fachausschuss hat auch der Verwaltungsausschuss die beiden Bebauungspläne befürwortet, so dass bald mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Mehr Geld für Erzieher: Die laufenden Personalkosten der Stadt sind höher als erwartet. Der Grund dafür sind höhere Tarife für die Erzieher und Aushilfen in Kindertagesstätten. Sie machen laut Verwaltung etwa 310.000 Euro aus. Das Geld steht im Haushalt, da es bei der Gewerbesteuer entsprechende Mehreinnahmen gibt.

Haltezone für Radfahrer: Radfahrer in Devese sollen die viel befahrene Kreuzung Stadtweg/VormDorfe sicherer überqueren können. Die Bündnisgrünen fordern eine rot markierte Haltezone, auf der die Pedaltreter an der roten Ampel vor anderen Fahrzeugen gefahrlos warten können. Die Grünen beschreiben detailliert, wie Radfahrer künftig gelenkt werden sollen. Im Fachausschuss gab die Verwaltung zu bedenken, dass sich die Verkehrsführung wegen des Baus der B3-Ortsumgehung ändern werde. Der Hauptverkehr werde über die Kreuzung auf die neue Brücke über die künftige Umgehungsstraße gelenkt. Der Ausschuss beschloss daher eine Formulierung, die mehr Spielraum zulässt: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt im Gespräch mit der Region darauf hinzuwirken, dass eine sichere Querung für Radverkehrsteilnehmer im Kreuzungsbereich ermöglicht wird.“ Joachim Steinmetz (Grüne) zeigte sich im Ausschuss verwundert. Der Antrag liege schon seit vier Monaten auf dem Tisch und erst jetzt höre er die Neuigkeiten dazu. Fachbereichsleiter Sven Bertram entgegnete, dass die Stadtverwaltung „nicht in vorauseilendem Gehorsam“ handele. Es seien die Fraktionen, im Vorfeld der Sitzungen auf die Verwaltung zukommen müssten. 

Entscheidungen erst später: Das Thema Querungshilfe auf der K222 in Harkenbleck wurde von der Tagesordnung des Rates genommen. Laut Bürgermeister Schacht hat der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung Tempomessungen gefordert. Die Diskussion über den Antrag der Bündnisgrünen für mehr Solaranlagen hatte der Fachausschuss bereits auf Januar 2018 vertagt. 

 

Von Andreas Zimmer


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  • ... von der Fläche her die kleinste Kommune in der Region Hannover
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  • ... seit Jahre uneins über die geplante Ortsumgehung. Einen Anschluss an die Stadtbahn wird es aber erst geben, wenn die Umgehung fertig ist.
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