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Nachrichten Grokopoly und Gags ohne Ende von Onkel Fisch
Region Hemmingen Nachrichten Grokopoly und Gags ohne Ende von Onkel Fisch
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17:42 29.11.2018
Es wird auch gemerkelt: Bei „ONKeL fiSCH“ prasseln die Gags nur so auf die Zuschauer ein. Quelle: Andrea Weber
Hemmingen-Westerfeld

28. November, Zeit für den Jahresrückblick: Das Duo „ONKeL fiSCH“ schaute am Mittwochabend vor rund 100 Besuchern im ausverkauften Kulturzentrum bauhof auf 2018 zurück. Es war erstmals dort, und den Reaktionen des Publikums nach zu urteilen sicherlich nicht zum letzten Mal.

Seit 1994 standen die Beiden gemeinsam auf allen namhaften deutschen Kleinkunstbühnen. In schwarzen Anzügen traten sie in Hemmingen-Westerfeld auf, ein Probelauf für ihr neuestes Bühnenprogramm. Und was für einer: Aufgemacht als Nachrichtensendung fungierten sie als „ganz persönliche Anchormen“ Peter Beklöpptel und Gundula Gaus und damit ein spezielles „Nach Richten mit ONKeL fiSCH“.

Chronologisch feierten sie das Jahr 2018 ab. Im Januar feierte der amerikanische Präsident Donald Trump, den sie als „lebenden Haarspray-Unfall“ bezeichneten, sein Einjähriges im Amt. In Deutschland erwies sich nach der Bundestagswahl die Regierungsbildung als äußerst schwierig – nicht zuletzt durch den „Lindi Hopp“ von Christian Lindner, dem es damit zu verdanken ist, dass noch vier Jahre „weiter gemerkelt“ wird. Das Satireduo stellte im bauhof ein neues Gesellschaftsspiel vor: Grokopoly.

Im Februar behandelten die beiden Satiriker unter anderem die Olympischen Spiele in Korea. Im März lieferten unter anderem die geklauten Facebook-Daten Stoff. Onkel Fisch warfen in diesem Zusammenhang die Frage auf, „ob es noch Datenklau ist, wenn man einem Datenklauer Daten klaut“. Die Gags prasselten im Dauerfeuer auf die Zuschauer ein. Man hatte fast Angst zu lange zu lachen, um nicht den nächsten Wortwitz zu verpassen.

April, Mai und Juni boten Themen wie die Datenschutzgrundverordnung der EU und, wie sich am Mittwoch herausstellte, die letzte Messe CeBIT in Hannover. Eines der lohnendsten Themen im August war für die beiden Kabarettisten die Fußball-WM in Russland. Im Juli 2018 fand der Besuch Trumps bei Putin statt und lieferte für Engels und Riedinger reichlich Stoff für bissig-komische Kommentare.

Nach der Pause ging es weiter mit dem zweiten Halbjahr und mit den rechten Ausschreitungen in Chemnitz. ONKeL fiSCH fragte sich, warum ausgerechnet in Sachsen das große Sommerkonzert stattfand: „Thilo Sarrazin dirigiert die Chemnitzer Arschgeigen“. Die EU-Befragung zur Zeitumstellung wurde thematisiert, ebenso wie das heiße Sommerwetter. Die beiden Satiriker stellten das Deutsche Bahn-Sommerlied vor: „Like ICE in the sunshine, I'm melting away“.

Im September bekam Hans-Georg Maaßen ebenso sein Fett weg, wie „Ursula von der Leasen“. Den Oktober und November bestimmten die Wahlen in Hessen und Bayern, der Rückzug Angela Merkels und der Kampf um ihre Nachfolge. Erst nach zwei Zugaben aus älteren Bühnenprogrammen ließen die Zuschauer Adrian Engels und Markus Riedinger von der Bühne. Eine gelungene Vorpremiere.

Von Andrea Weber

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