Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Dudler-Bau: So sieht der neue Entwurf aus
Region Hemmingen Nachrichten Dudler-Bau: So sieht der neue Entwurf aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 17.06.2018
So sieht der neue Entwurf aus. Quelle: Büro Max Dudler
Anzeige
Hemmingen-Westerfeld

Es gibt einen neuen Entwurf für das Gebäudeensemble an der B3 in Hemmingen-Westerfeld. Der Schweizer Architekt Max Dudler hat die Planung am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt im Hemminger Ratssaal vorgestellt.

„Wir haben etwas von der Höhe herunter genommen, doch die Eleganz des Ensembles ist gleichgeblieben“, sagte Dudler. „Von der Kompaktheit her ist es aber noch interessanter geworden.“ So hat beispielsweise der höchste Turm an der Kreuzung B3/Weetzener Landstraße nun nicht mehr 13 Stockwerke, sondern nur noch elf und ist damit knapp 40 Meter hoch. Aus ursprünglich fünf Baukörpern aus Backstein sind jetzt vier geworden. Weiterhin führen Gassen zu einem Innenplatz, auf dem sich öffentliche Einrichtungen ansiedeln könnten und Leben herrschen soll.

Neu sind die Dachgärten mit „Aufenthaltsqualität auf unterschiedlichen Höhen“, wie es Dudler nannte. Denn heutzutage werde nicht mehr „9 to 5“ gearbeitet, sondern zu flexiblen Zeiten. War im Herbst 2017 noch von einer „Stadt in der Stadt“ die Rede, sprach Dudler am Donnerstagabend von einem „Quartier“ und einer „Stadtfigur“.

Wie Silke Meier zu Evenhausen, Mitarbeiterin im Büro Dudler, erläuterte, sei ein Fitnesscenter denkbar, das auch eine Außenfläche auf dem Parkhaus haben könnte. Die Tiefgarage erstreckt sich nach wie vor unterhalb des ganzen Quartiers, ist aber nur noch eingeschossig. Dafür soll es nun auch oberirdische Parkplätze geben, mit jenen aus der Tiefgarage insgesamt rund 300. Mitarbeiter und Besucher des Quartiers sollen im Erdgeschoss attraktive Angebote an Gastronomie und im Einzelhandel nutzen können.

Erstmals kam am Donnerstagabend auch ein viergeschossiges Ärztehaus zur Sprache. Werner Fürst von der Firma Fürst Immobilien Hannover sagte, wenn es darüber hinaus möglich sei, könne das Quartier um „weitere medizinische Themen“ erweitert werden wie zum Beispiel eine Klinik. „Der Mix ist aber noch offen“, betonte er. Möglicherweise sei auch ein Hotel denkbar.

Die vier Ratsfraktionen äußerten sich zustimmend zu den Plänen – ein Signal, das Fürst gern vernommen hat. Er hatte um ein solches gebeten, denn erste Anfragen von Interessenten gebe es bereits. Sie wollen wissen, wie es um die Planungssicherheit des Projektes steht. Bis die Bauarbeiten beginnen können, werden aber noch Jahre vergehen. Zunächst muss ein Bebauungsplan für das Gebiet aufgestellt werden.

In der Sitzung, die von zehn Zuhörern in den Zuschauerreihen verfolgt wurde, hat das Verkehrsplanungsbüro SHP aus Hannover zudem das Erschließungs- und Verkehrskonzept für das millionenschwere Projekt präsentiert. „Der geplante Bau ist in der Größenordnung vertretbar“, sagte der Ingenieur Wolfgang Haller. Die Prognosen: Der Knotenpunkt B3/Weetzener Landstraße wird voraussichtlich leistungsfähig bleiben, da sich der Verkehr auf der heutigen Bundesstraße nach der Freigabe der B-3-neu nahezu halbieren wird.

Die Planer gehen davon aus, dass der meiste Verkehr aus Richtung Westen kommen wird. Von dort soll der Verkehr über die Heinrich-Hertz-Straße zum Quartier geführt werden. Denkbar wäre eine Linksabbiegerspur in Höhe des Netto-Marktes. Wer auf der B3 aus Richtung Hannover kommt, soll über die Gutenbergstraße und Carl-Zeiss-Straße fahren. Möglicherweise sei dort eine Rechtsabbiegerspur eine gute Lösung. Haller erläuterte, dass sich der Verkehr wegen des Quartiers um je 2000 Zu- und Abfahrten täglich erhöhen wird.

Die Lage des Quartiers ist exponiert: Der Dudler-Bau würde zwischen zwei Stadtbahnhaltestellen entstehen, eine davon ist die Endhaltestelle. In 18 Minuten seien Fahrgäste am Kröpke in Hannover, erklärte Haller.

Beim ersten, im November 2017 vorgestellten Entwurf lobten Befürworter die zeitgemäße Architektur, andere sahen darin ein monströses Gebilde, das nicht nach Hemmingen passe. Bauten von Dudler stehen unter anderem in Berlin, Frankfurt, München und Zürich.

Von Andreas Zimmer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Förderverein Kapelle Harkenbleck lädt zum Kapellentag am Sonnabend, 16. Juni, ein. Auf Schiefers Hof gibt es ein umfangreiches Kinderprogramm. Erstmals wird das Kapellenbräu ausgeschenkt.

14.06.2018

Vereine und Verbände aus dem Hemminger Stadtgebiet können eine mobile Bühne mieten, die der Feuerwehrmusikzug Hiddestorf/Ohlendorf kaufen wird. Es ist nur eine Schutzgebühr zu zahlen.

17.06.2018
Nachrichten Arnum/Wilkenburg/Harkenbleck/Hemmingen-Westerfeld - Sozialverband droht am Donnerstag die Auflösung

Kann das Vorstandsamt wieder besetzt werden? Die Mitglieder des Sozialverbandes Arnum/Wilkenburg/Harkenbleck werden in einer außerordentlichen Sitzung über das Fortbestehen des Verbandes entscheiden.

17.06.2018
Anzeige