Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Nach drei Stunden folgen die Zugaben
Region Hemmingen Nachrichten Nach drei Stunden folgen die Zugaben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:45 09.11.2018
Mitch Kashmar und die Blues & Boogie Kings spielen im ausverkauften Kulturzentrum bauhof. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen-Westerfeld

Als “World’s best Bluesharmonica & Band“ hat das bauhof-Team Mitch Kashmar und sein begleitendes Musiker-Trio angekündigt – und damit für die erneut 100 Konzertbesucher am Donnerstagabend im ausverkauften Kulturzentrum in Hemmingen-Westerfeld nicht übertrieben. Da wippten die Füße und Köpfe der Zuhörer bereits nach den ersten gespielten Takten um 20 Uhr. Während des Konzertes wurde auch schon mal stehend statt sitzend mitgeklatscht. Die stehenden Ovationen, die das begeisterte Publikum zum offiziellen Konzertende nach 23 Uhr leistete, erforderten noch einmal zwei Zugaben, damit die Musiker erschöpft, aber glücklich nach drei Stunden von der Bühne durften.

Der 1960 in Santa Barbara geborenen Kalifornier Mitch Kashmar gehört international zu den Top 5 in Sachen Blues-Harmonica. Früher mit seiner renommierten Bluesband „The Pontiax“ auf Tour, ist er heute unter eigenem Namen auf unzähligen Festivals weltweit als charismatischer Sänger und begnadeter Blues-Harp-Spieler zu Gast. „Sein Ton auf der Mundharmonika ist einfach umwerfend und stellt ihn in eine Liga zusammen mit zum Beispiel Charlie Musselwhite oder Little Walter“, lobt Klaus Grupe, Vorsitzender des bauhof-Trägervereins. Kashmars Beteiligung als Harmonika-Spieler zu einem Reunion-Konzert mit Eric Burdon in London ist ein weiterer Beleg seiner internationalen Anerkennung.

Mitch Kashmar. Quelle: Torsten Lippelt

Seit fünf Jahren musiziert er auch zusammen mit den „Blues & Boogie Kings“ - drei der wohl besten und meist beschäftigten europäischen Blues-Musiker mit Eleganz und enormer Spielfreude: Jan Hirte (Gitarre), Niels von der Leyen (Piano) und Andreas Bock (Schlagzeug). Mit ihnen zusammen wurde der bauhof zum Blues-Schuppen, mit zwischendurch immer wieder besonders beklatschten Soli. Faszinierte Mitch Kashmar mit seinem rauchigen Gesang und den unerwartet aus seinen drei eingesetzten Mundharmonikas kommenden feinen Tönen, so beeindruckte der Berliner Jan Hirte mit seinen Gitarren-Läufen. Der aus Hannover stammende Niels von der Leyen faszinierte mit Keyboard-Klängen, bei denen die Finger schneller über die Tasten flogen, als das Auge folgen konnte, und nicht zuletzt der Schlagzeuger und Bandbegründer Andreas Bock, der in der Pattenser Ortschaft Jeinsen zu Hause ist.

Irgendein Musiker hatte bei seinem bauhof-Konzert mal gesagt, der Blues komme aus Hemmingen. Dieser Abend bewies: Es muss zumindest irgendwo zwischen Jeinsen, Hemmingen und Hannover sein.

Von Torsten Lippelt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Nachrichten Arnum/Hiddestorf/Pattensen - Autogrammstunde ist der Höhepunkt

Sportunterricht einmal anders: Die 85 Grundschüler der vierten Klassen der Arnumer Wäldchenschule hatten am Freitag Besuch, darunter der Handball-Bundesliga-Profi Timo Kastening von den Recken.

09.11.2018

Der Arnumer Autor Thorsten Sueße hat eine neue Krimi-Kurzgeschichte verfasst. Sie trägt den Titel „Stille Nacht, tödliche Nacht“ und ist Teil der Anthologie „Tannenblut“.

09.11.2018

Die Stadt weist die Hohe Bünte als weitere Fahrradstraße in Hemmingen-Westerfeld aus. Autofahrer müssen sich dem Tempo der Radfahrer anpassen.

08.11.2018