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Max Bellgardt aus Harkenbleck erhält Orgelstipendium der Landeskirche

Max Bellgardt aus Harkenbleck erhält Orgelstipendium der Landeskirche
© Privat

Harkenbleck

Max Bellgardt erhält Orgelstipendium

Der 15-jährige Max Bellgardt hat eine besondere Leidenschaft: das Orgelspielen. Seit kurzem bekommt er dafür sogar Geld. Die Landeskirche Hannover fördert seine Ausbildung mit einem Stipendium.

Harkenbleck. „Das Orgelspielen ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt Max Bellgardt. „Die Orgel ist die Königin unter den Instrumenten. Sie spielen zu dürfen, ist für mich eine besondere Ehre.“

Bereits als kleines Kind klimperte Max gern auf Opas Klavier herum. 2011 hat der heute 15-Jährige dann angefangen, Keybord zu spielen. Doch als er im vergangenen Jahr beim Tag des offenen Denkmals die Orgel in der Kapelle Harkenbleck sah, war es um ihn geschehen. „Ich durfte kurz spielen und war begeistert“, sagt der Neuntklässler. Anschließend nutzte er jede Gelegenheit, um auf der Orgel in Harkenbleck sowie der größeren in Wilkenburg zu spielen.

„Mich faszinieren besonders die vielfältigen Möglichkeiten des Spiels mit den zwei Manualen und den zusätzlichen Fußtasten“, sagt Max Belgardt.

In den nächsten zwei Jahren hat er ausführlich Gelegenheit, das anspruchsvolle Spiel auf der Orgel zu erlernen: Er zählt zu den insgesamt 13 Orgelstipendiaten, die eine besondere Förderung der Landeskirche für ihren Orgelunterricht erhalten. Dabei bekommen sie einen Zuschuss zur Finanzierung des Unterrichts und der Noten. Einmal pro Woche nimmt Max Bellgardt Unterricht bei Kreiskantor Zoltán Suhó in der Immanuelkirche, außerdem probt er ebenfalls einmal pro Woche alleine in der St.-Vitus-Kirche in Wilkenburg.

Bei seinem Antrag für das Stipendium hat ihn Pastorin Harriet Maczewski unterstützt. „Als dann der Brief mit der Zusage kam, war ich sehr überrascht, weil ich damit kaum gerechnet hatte“, sagt Max Bellgardt, der nun nach dem zweijährigen Stipendium die Möglichkeit hat, eine Prüfung als Organist abzulegen. Besteht er diese, darf er Gottesdienste auf der Orgel begleiten.

Das Keybordspielen hat er mittlerweile aufgegeben. „Dazu fehlt mir einfach die Zeit“, sagt der 15-Jährige. Denn neben dem Orgelunterricht ist er auch in der Jugendfeuerwehr und will nächstes Jahr, wenn er 16 Jahre alt geworden ist, in die aktive Feuerwehr wechseln. Außerdem will er2018 nach dem Abschluss der neunten Klasse eine Ausbildung beginnen. Und er weiß auch schon genau, was er werden will:  „Fleischer“, sagt er schmunzeln und ergänzt: „Obwohl ich weiß, dass das viele für einen musikalischen Jungen wie mich sehr ungewöhnlich finden.“ 

Von Stephanie Zerm


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