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Sein neuestes Projekt hat der Mausoleumsverein an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Hemmingen-Westerfeld vorgestellt.

Sein neuestes Projekt hat der Mausoleumsverein an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Hemmingen-Westerfeld vorgestellt.
© Tobias Lehmann

Hemmingen-Westerfeld

Mauerresten droht der Verfall

Der Mausoleumsverein hat sich das nächste große Projekt vorgenommen: Die noch vorhandenen Mauerreste der Ruine im Sundern sollen zum Schutz mit Sandstein abgedeckt werden. Doch das wird teuer.

Hemmingen-Westerfeld.  Der Hemminger Mausoleumsverein hat sich das nächste große Projekt vorgenommen: Die noch vorhandenen Mauerreste der Ruine im Naturschutzgebiet Sundern sollen zum Schutz mit Sandstein abgedeckt werden. Doch das wird teuer. Der Vorsitzende des Mausoleumsvereins, Reinhard Schütze, rechnet mit bis zu 20.000 Euro.

Schütze und weitere Mitglieder des Vereins haben das Projekt erstmals öffentlich auf dem Weihnachtsmarkt Hemmingen-Westerfeld am Wochenende vorgestellt. „Wir sind auf Förderungen angewiesen. Mit den Mitteln des Vereins können wir das nicht bezahlen“, sagte Schütze. Die Mauerreste verfallen witterungsbedingt immer mehr. „Wenn die Steine dauerhaft dem Regen ausgesetzt sind, werden sie beschädigt, können aufplatzen und herunterfallen“, sagte der Vorsitzende. Wie viele Sandsteine dafür benötigt werden, stehe noch nicht fest. Doch die Kosten für die Anfertigung werden nach Schätzung des Vorsitzenden bis zu 20.000 Euro betragen. Schütze hat bereits Förderanträge bei der Stadt Hemmingen und der Stiftung für Denkmalschutz eingereicht. Weitere Anträge etwa an die Region Hannover und die Calenberg-Grubenhagensche Landschaft werden folgen, kündigte er an. 

Sollten die Anträge nicht bewilligt werden, könne das für 2018 geplante Projekt nicht verwirklicht werden. Die Mitglieder haben seit 2014 schon zwei Mal eine spezielle Schutzschicht auf die Steine aufgetragen. „Diese hält den Regen etwas ab. Doch sie ist nicht sehr stabil und muss alle zwei Jahre für rund 3000 Euro erneuert werden“, sagte Schütze. Auch das könne sich der Verein, der nur rund 30 Mitglieder hat, auf Dauer nicht leisten. 

Eine weitere Alternative sei eine Art Dach aus Sandstein für das Mausoleum zu entwerfen. Dafür hat Ingenieur und Vorstandsmitglied Klaus Stüber schon einen Entwurf angefertigt. Pläne zur Finanzierung gebe es aber noch nicht. 

Ein Langzeitprojekt ist aus Schützes Sicht ein durchsichtiges Dach über dem Mausoleum. Für ein Glasdach gebe es keine Genehmigung, doch es sei auch mit durchsichtigen Folien möglich. Das Dach müsse nach Auflagen des Denkmalschutzes genau wie das Originaldach eine Neigung von 48 Grad haben. „Mit so einem Dach hätten wir noch viel mehr Möglichkeiten. Wir könnten dann zum Beispiel innerhalb des Mausoleums auch verschiedene Projekte anbieten“, sagte Schütze. 

Von Tobias Lehmann


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Hemmingen ist ...

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  • ... von der Fläche her die kleinste Kommune in der Region Hannover
  • ... Standort eines großen NDR-Sendemasten
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