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Der bauhof-Vorsitzende Klaus Grupe ist für sein ehrenamtliches Engagement mit dem Leinestern ausgezeichnet worden. Das Bild zeigt ihn im Foyer des Kulturzentrums.

Der bauhof-Vorsitzende Klaus Grupe ist für sein ehrenamtliches Engagement mit dem Leinestern ausgezeichnet worden. Das Bild zeigt ihn im Foyer des Kulturzentrums.© Torsten Lippelt

Hemmingen-Westerfeld

Grupe: "Nicht meckern, sondern machen"

Klaus Grupe (64), Gründer des Trägervereins für das Kulturzentrum bauhof in Hemmingen-Westerfeld, ist vor kurzem mit dem ersten Preis beim Leinestern 2017 ausgezeichnet worden, den das Freiwilligenzentrum alle zwei Jahre auslobt. Es ist die höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement – bei Grupe in der Kategorie Kunst und Kultur - in der Region Hannover.

Hemmingen-Westerfeld. Wie fühlen Sie sich?

Diese Bronzefigur verliehen bekommen zu haben, ist für mich eine große Ehre. Da immer nur Personen und keine Organisationen damit ausgezeichnet werden können, stehe ich jedoch nur stellvertretend für unser gesamtes engagiertes bauhof-Team als Preisträger vorn.

Was bedeutet der Leinestern für die weitere Arbeit?

Der Leinestern weckt für unser Team und auch unsere Gäste eine große Motivation für die Zukunft. Kultur ist Vielfalt – vor Ort und für den Ort. Das haben wir in den vergangenen 17 Jahren mit bisher fast 700 Veranstaltungen und rund 50.000 Besuchern erfolgreich demonstriert. Wir versuchen – wie bisher schon mit Musik, Kabarett und Comedy, Lesungen, Theater und Tanz, Zauberei, Multimediashows und sogar Puppentheater für Erwachsene – auch künftig möglichst große Bereiche der Kultur abzudecken. Und das schafft man nur als gemeinsam agierendes Team - wie bei uns. Mit 20 Aktiven vor und hinter der Bühne, beim Auf- und Abbau, als Thekenhelfer und für den Internetauftritt.

Wo ist die Auszeichnung jetzt?

Die Statue bleibt als Symbol für das Genannte natürlich im bauhof-Foyer an einem angemessenen Platz, um ihn so zu präsentieren, dass er der Würdigung unserer Kulturarbeit auch gerecht wird. Wir nennen ihn bislang „Ehrenamts-Oskar“. 

Wer war bislang Ihr Lieblingskünstler im bauhof?

Da möchte ich niemanden hervorheben. Auf ihre Art sind viele in ihren Genres zu meinen Lieblingen geworden. Aber wenn ich mir noch mal Gäste wünschen darf, wenn sie denn für uns als Verein finanzierbar sind, dann die Comedians Margie Kinsky und Bill Mockridge und das Glas-Blas-Sing-Quintett.

Wenn Sie selbst ein Künstler wären: Mit welchem Programm würden Sie im bauhof auftreten?

Ich würde gern als Musiker auftreten. Klavier ist ein tolles Instrument. Aber da ich das leider nicht zu spielen gelernt habe, würde ich wohl doch mit Worten auf die Bühne gehen – mit Kabarett!

Die Bühne ist recht klein. Wie viele Künstler passen eigentlich darauf?

Unsere Bühne ist nur etwa 16 Quadratmeter groß. Bei einem Friedhelm Kändler-Konzert waren es mit einem Tango-Orchester tatsächlich mal zwölf Künstler zugleich!

Welche Auftritte sind sonst nachdrücklich in Erinnerung?

Wir hatten mal einen Elvis Presley-Cover-Sänger. Der begann um 20 Uhr und konnte erst gegen Mitternacht gestoppt werden. Und Harry Rowohlt las auch so lange, bis er um 23 Uhr schließlich keine Lust mehr hatte und sein Buch zuklappte. Das war toll.

Wie viel Zeit bringen Sie ehrenamtlich für den bauhof auf?

Da kommen durchschnittlich schon rund 20 bis 30 Stunden die Woche zusammen. Aber es gibt kein besseres Signal für Demokratie als ehrenamtliches Engagement. Nicht meckern, sondern machen, ist seit unserem Start 1999 das Motto des bauhof-Teams – und dafür plädiere ich auch sonst im Alltag.

Haben Sie in Ihrer Freizeit einen Lieblingsplatz in Hemmingen?

Natürlich den bauhof…

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Der Leinestern.

Quelle: Torsten Lippelt

Von Torsten Lippelt


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Hemmingen ist ...

  • ... eine Stadt südlich von Hannover mit sieben Stadtteilen und mehr als 18.000 Einwohnern
  • ... von der Fläche her die kleinste Kommune in der Region Hannover
  • ... Standort eines großen NDR-Sendemasten
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