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Region Hemmingen Nachrichten Hemminger Stiftung bekämpft die Not im Tschad
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00:15 25.12.2017
Diese Hebammen nehmen seit etwa einem Jahr an dem Qualifizierungskurs teil. Quelle: privat
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Hemmingen

"Die Dramatik im Tschad ist verschärft durch die latenten Gefahren von Epidemien, unsauberem Wasser, Wurmerkrankungen und Malaria", sagt der Hemminger Friedrich Wolter, der mit seiner Stiftung "Für Menschen in Not" vor Ort in Afrika helfen will.

Seit etwa einem Jahr setzt sich die Stiftung für den Aufbau einer modernen Gesundheitsversorgung im südlichen Tschad ein. "Durchschnittlich gibt es nur eine Hebamme für rund 7000 Frauen", berichtet Wolter. "Im evangelischen Krankenhaus in Koyom steht zeitweilig nur ein Arzt für rund 90.000 Patienten zur Verfügung."

Als Wolter über die Organisation "Brot für die Welt" von der Situation erfuhr, beschloss er zu helfen. Der 82-jährige Hemminger sammelte zahlreiche Spenden und finanziert seit Oktober 2016 mit 40.000 Euro die Fortbildung von Pflegekräften. Dabei können die insgesamt 33 Gesundheitsstationen im Süd-Tschad jeweils eine Hebamme, eine Krankenschwester, einen -pfleger sowie einen Gemeindehelfer zu dem Kurs in das evangelische Krankenhaus in Koyom schicken. Dort werden sie innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren wochenweise geschult.

"In ihren Gesundheitsstationen sollen sie als Multiplikatoren wirken und helfen, den allgemeinen Standard bei der Krankenbetreuung zu verbessern", erklärt Wolter. Das Kurssystem sei von einer Fachgruppe von "Brot für die Welt" konzipiert worden, die auch ein Team von qualifizierten Ausbildern zusammenstellte. Um den hohen Standard der Fortbildung zu gewährleisten, werde es während der drei Jahre mehrere Qualitätskontrollen geben. Die Fortbildung, die ohne das Geld der Hemminger Stiftung nicht hätte angeboten werden können, solle die Teilnehmer auch dazu befähigen, Notfallsituationen zu bewältigen und so die wenigen Ärzte im Süd-Tschad zu entlasten.

Neue Gesundheitsstation soll Versorgungsdefizite lindern

Zusätzlich baut die Stiftung für rund 100.000 Euro im ländlichen Raum etwa 70 Kilometer nördlich von Koyom zurzeit eine 300 Quadratmeter große, moderne Gesundheitsstation mit einem separaten OP- und Kreissaal. "Damit wollen wir die großen gesundheitlichen Versorgungsdefizite in dieser Region lindern", sagt Wolter.

Um die Lage der Menschen weiter zu verbessern, hat die Stiftung außerdem eine Menschenrechtsorganisation finanziell unterstützt, die im ländlichen Bereich bei Mondou gegen widerrechtliche Enteignungen von Land vorgegangen ist, von der Wolter zufolge überwiegend chinesische Erdölfirmen profitierten. "Dies war oft mit Gewalt und Übergriffen der Erdöllobby verbunden", berichtet er, "so dass sich der Fluchtdruck über Lybien zum Mittelmeer richtete". Über den zuständigen Gouverneur habe die Menschenrechtsgruppe  schließlich erreicht, dass die widerrechtliche Enteignung rückgängig gemacht worden ist.

Aber auch die berufliche Perspektive junger Afrikaner fördert die Stiftung. "Wir unterstützen die Ausbildungswerkstatt beim evangelischen Krankenhaus finanziell", berichtet Wolter. Dort können 16 Lehrlinge bei fünf Ausbildern nach dem Dualen System Berufe wie Schreiner, Schweißer und Automechaniker lernen. "Es ist wichtig, für die Menschen vor Ort auch Zukunftsperspektiven zu schaffen", sagt Wolter. Und für solche Berufe gebe es einen großen Bedarf.

Um die Unterstützung für den Tschad weiter aufrecht erhalten zu können, bittet Wolter unter dem Stichwort Tschad um Spenden auf das Konto der Deutschen Bank, IBAN DE90 25070070 0015645500. Weitere Informationen über die Stiftung gibt es auf der Internetseite fuer-menschen-in-not.de.

Von Stephanie Zerm

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