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Nachrichten Gerätehäuser: Erst Studien, dann Neu- oder Umbau
Region Hemmingen Nachrichten Gerätehäuser: Erst Studien, dann Neu- oder Umbau
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00:35 16.06.2018
Warum steht ein Fahrzeug der Feuerwehr Hannover-Linden vor dem Gerätehaus in Harkenbleck? Die Antwort: Mitglieder des Feuerschutzausschusses und weitere Interessierte sehen sich ein Löschfahrzeug an, wie es ähnlich für die Ortsfeuerwehr Harkenbleck angeschafft werden soll. Quelle: Andreas Zimmer
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Hemmingen-Westerfeld/Wilkenburg/Harkenbleck

Wie soll der Neubau des ersten gemeinsamen Gerätehauses der Ortsfeuerwehren Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg aussehen? Was kann im und am Gerätehaus in Harkenbleck getan werden, damit mehr Platz für die Fahrzeuge und für Umkleiden ist? Antworten darauf sollen in den Machbarkeitsstudien stehen, die die Stadt in Auftrag geben will. Der Feuerschutzausschuss hat dies in der Sitzung am Mittwochabend jeweils einstimmig befürwortet. Entsprechend dürfte die Drucksache auch den nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss am 21. Juni passieren.

Bis zum Bau des Gerätehauses neben dem Lidl-Markt an der Weetzener Landstraße in Hemmingen-Westerfeld dürften aber noch einige Jahre vergehen. Fachbereichsleiter Axel Schedler erläuterte, dass erst ein Bebauungsplan aufzustellen sei – auch mit Blick auf den Hochwasserschutz. „Außerdem sind die Architekturleistungen europaweit aufzuschreiben.“ Die Baukosten seien noch unklar. Die Studie soll Schedler zufolge bis zu den nächsten Etatberatungen der Stadt vorliegen, also bis zum Ende dieses Jahres.

Mit der Studie wird auch geprüft, ob am Neubau eine Waschhalle und ein 15 Meter hoher Übungsturm errichtet werden. Die Feuerwehr hätte dies gern, doch die Waschhalle wird von der Stadtverwaltung kritisch gesehen. Bürgermeister Claus Schacht gab zu bedenken: „Wir dürfen auf dem Gelände nicht alles vollknallen, so dass vom Grün nichts mehr zu sehen ist.“ Die Verwaltung verweist zudem auf die Waschhalle auf dem Betriebshof in Arnum, die auch von der Feuerwehr genutzt werden kann. Die Feuerwehr hingegen meint, diese sei für ihre Fahrzeuge nicht optimal.

Die Ausschussvorsitzende Anette Wnendt bezeichnete die geplante verstärkte Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg als „mutigen Schritt“. Beide bleiben zwar selbstständig, doch wenn zum Beispiel das neue Gerätehaus in Hemmingen-Westerfeld gebaut ist, werden dort auch die Fahrzeuge aus Wilkenburg stehen. Schacht dankte: „Die letzten Jahre waren nicht einfach, trotzdem hatten die Wehren immer Verständnis. Sie stellen Ansprüche, aber sie wissen auch, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.“

Eine Herausforderung ist auch das Erstellen der Machbarkeitsstudie für den An- oder Umbau des Gerätehauses in Harkenbleck. „Wir hoffen, dass der Architekt gute Ideen hat“, sagte Schacht. Denn Feuerwehr, Kindergarten und Sporthalle bleiben weiterhin auf dem vergleichsweise kleinen Gelände. „Für einen eigenen Kindergarten gibt es in Harkenbleck kein freies Grundstück“, sagte Schacht. Schedler sprach von einer „Raumnot“. Laut Stadtverwaltung entspricht das Gerätehaus nicht mehr den Anforderungen der Unfallkasse und der aktuellen DIN-Norm. Es ist darin zu eng. Darin sind zurzeit unter anderem ein Löschgruppenfahrzeug und ein Mannschaftstransportwagen untergebracht. Nach dem An- oder Umbau soll es beispielsweise nach Geschlechtern getrennte Umkleiden geben. Zu den Baukosten konnte die Verwaltung noch keine Angaben machen. Fest steht: Bei den Toiletten wird sich nichts ändern. Die vorhandenen im Gebäude reichen laut Verwaltung aus.

Neues Fahrzeug: Der Feuerschutzausschuss hat in Harkenbleck getagt. Die Vorsitzende Anette Wnendt eröffnete die Sitzung vor dem Gerätehaus unter freiem Himmel. Der Grund: Die Mitglieder sollten sich, bevor sie im Gerätehaus Platz nahmen, ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) ansehen, dass die Freiwillige Feuerwehr Hannover-Linden vorführte. Denn für die Ortsfeuerwehr Harkenbleck soll ein solches neues Fahrzeug für 220.000 Euro gekauft werden. Es soll das 27 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug (LF) 8 ersetzen. Welche Anforderungen das neue MLF erfüllen soll, hat die hiesige Feuerwehr aufgelistet. Der Feuerschutzausschuss hat dieses Papier einstimmig befürwortet. Auch damit wird sich der Verwaltungsausschuss am 21. Juni befassen.

Von Andreas Zimmer

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