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Region Hemmingen Nachrichten Kein Hemminger Kalender mehr, aber Postkarten
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00:16 01.01.2018
Die Postkarten werden in einem Pappschuber verkauft. Quelle: Bürgerstiftung
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Hemmingen

 An manchen Wänden in Hemminger Haushalten klafft ab Jahresbeginn eine kahle Stelle. Der Jahreskalender 2017 der Bürgerstiftung Hemmingen ist zu Ende, und für 2018 gibt es erstmals nach zehn Jahren keinen mehr. In diesem Zeitraum konnte die 2006 gegründete Stiftung insgesamt fast 21.000 Euro für ihre Projekte sammeln. 

Der erste Kalender in einer Auflage von 500 Stück war ein Renner: Kein weiterer verkaufte sich so gut wie der Erstling. Die Auflagen schwankten zwischen 300 und 400 Exemplaren. Für 2018 sei noch ein letzter Kalender geplant gewesen, erläutert Vorstandsvorsitzender Wolf Hatje. Doch der Hobbyfotograf Wolfgang Mensing aus Hemmingen-Westerfeld, der in den zehn Jahren die meisten Fotos für die Kalender gemacht hat, ist 2017 gestorben. 

Seine Familie hat der Stiftung die Fotos zur Verfügung gestellt, aus der jetzt eine Reihe von zehn Postkarten entstanden ist. Bei drei Motiven drückte jemand anders auf den Auslöser: Sabine Müller-Waltle aus Harkenbleck und Manfred Miller aus Hemmingen-Westerfeld.

Ob der Morgennebel, der über den Wilkenburger Fischteich wabert, oder ein altes Treppengeländer, flankiert von zwei Bäumen, auf einem Hof in Hiddestorf: Es sind wunderschöne Aufnahmen und einige bisher unveröffentlichte. „Wir sind Wolfgang Mensing unendlich dankbar“, sagt Hatje. Weitere Fotografen, die bei der Motivwahl für die Kalender viel Geduld und Ausdauer bewiesen haben, sind Manfred Miller und Bernhard Sacher. Hatje würdigt auch das Engagement von Projektleiter Helmut Gundlach aus Arnum. Gundlach sagt: „Es war anfangs nicht klar, dass es so viele Kalender geben wird.“ Hatje dankt zudem der Hemminger Druckerei, die die Kosten für den Kalenderdruck zehn Jahre lang übernahm, aber namentlich nicht genannt werden möchte. 

Die Postkarten werden im Fünfer-Pack für 5 Euro oder im Zehner-Pack für 10 Euro verkauft. Spenden darüber hinaus sind willkommen. Es bleibt dem Käufer überlassen, wie er das Set zusammenstellt, ob er sich beispielsweise zehn Mal für ein Motiv entscheidet oder von jeder Karte eine nimmt. 250 Stück hat die Stiftung von jeder Karte drucken lassen. „Auf der Rückseite ist nur das Logo der Bürgerstiftung, damit die Karten vielfach genutzt werden können“, erläutert Hatje. Sie wurden erstmals auf dem Weihnachtsmarkt in Hemmingen-Westerfeld angeboten, wo die Winterlandschaft in Hemmingen-Westerfeld der Renner war. 

Die Karten sind jetzt per E-Mail an info@buergerstiftung-hemmingen.de erhältlich und dienstags ab 10 Uhr im Büro der Stiftung im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld, das nächste Mal also am 2. Januar. Die Stiftung ist an vielen Stellen und für alle Altersgruppen tätig, aber ausschließlich in Hemmingen. Das Spektrum reicht von Aktionen zur Leseförderung und Berufsorientierung bis hin zur Flüchtlingsarbeit und dem Internetcafé für Senioren. Zu den jüngsten Projekten gehört die Instandsetzung und Pflege des Obstbaumlehrpfades zwischen Wilkenburg und Harkenbleck. 

Eine kleine Kalenderchronik:

Kalender für 2008: Der erste Kalender erscheint. Die Motive stammen aus allen Hemminger Stadtteilen. 

2009: Einige Motive hat die Stiftung bei einem Fotowettbewerb ermittelt. Unter dem Motto „Gartenregion Hemmingen“ waren die Bürger aufgerufen, Garten- und Landschaftsbilder aus Hemmingen einzureichen. Anlass war das regionsweite Projekt Gartenregion.

2010: Tiere der Leinemasch sind das Thema. Die Fotos zeigen unter anderem einen neugierigenr Fuchs und possierliche Entenküken.

2011: Vom Ölgemälde bis zum Aquarell reicht die Auswahl im Kalender „Hemmingen und seine Künstler.“

2012: Ein Bootshaus mitten in Hemmingen-Westerfeld? Dies und mehr war im Kalender „Hemmingens versteckte Winkel“ zu entdecken.

2013: Die Stiftung blickt mit „Hemmingen und seine Umgebung“ über die Stadtgrenzen hinaus. Abgebildet sind beispielsweise die Marienburg und die S-Bahn vor der Kulisse Lüdersens.

2014: Größeres Format, größere und vor allem buntere Bilder enthält dieser Kalender. Der Titel ist Programm: „Hemmingen – eine farbige Stadt“.

2015: „Hemmingen – eine schöne Stadt“ ist der Kalender betitelt. Das zeigen unter anderem Fotos von einem Sommertag am Campingplatz Arnumer See und dem Nebel über dem Wilkenburger Fischteich.

2016: Hemmingen ist zu jeder Jahreszeit schön. Das beweisen die zwölf Motive, die durch das Motto „Hemmingen – eine gewachsene Stadt“ geklammert werden.

2017: Das Motto lautet „Hemmingen – eine liebenswerte Stadt“. Die Motive stammen aus allen sieben Stadtteilen, darunter junge Mütter mit ihren Kindern auf einem Arnumer Spielplatz an einem Sommertag. Neu ist das Logo der Bürgerstiftung mit den sieben farbigen Kreisen.

Von Andreas Zimmer

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