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00:18 17.11.2017
Die frühere Gaststätte soll abgerissen werden, damit Platz für die beiden Neubauten ist. Quelle: Andreas Zimmer
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Arnum

 Seit etwa drei Jahren dauert die Diskussion bereits, nun soll die Endrunde eingeläutet werden. Voraussichtlich 2019 könnten dann auf dem Gelände der früheren Gaststätte Alten Schmiede an der B3 in Arnum 37 Wohnungen und eine Sozialstation entstehen. 

Der Entwurf des eigens für das Projekt aufgestellten Bebauungsplans hat jüngst öffentlich ausgelegen. Gravierende Bedenken gibt es laut Verwaltung nicht, so dass – so ist es vorgesehen – der Rat am 30. November einen Schlussstrich ziehen kann. Der Fachausschuss berät am Donnerstag, 16. November, 19 Uhr, in öffentlicher Sitzung im Rathaus.

Ein Anwohner kritisierte jetzt die Höhe des geplanten Baus an der Göttinger Straße 48 , der „zu massiv für die vorhandene Grundstücksabmessung“ sei. Laut Entwurf darf der Bau zur B3 hin nicht höher sein als 9,10 Meter und im hinteren Bereich des leicht ansteigenden Grundstückes maximal 12,10 Meter. Der Anwohner fordert einen Lärmschutz unter anderem wegen des Parkplatzes für die neuen Nachbarn. 

Die Verwaltung lehnt ab. Um an dieser zentralen Stelle bauen zu können, argumentiert sie in einer Stellungnahme, seien „lange Baukörper in kompakter funktionaler Bauweise“ notwendig. Entlang der B3 in Arnum gebe es zwar bisher keine fast 50 Meter langen Gebäude. Deswegen werde eine „vertikale Gliederung der Fassade entlang der Göttinger Straße festgesetzt, um zu erreichen, dass sich auch längere Gebäude optisch an die dort vorhandenen Strukturen anpassen“. Hinzu komme, dass in der Umgebung wie zum Beispiel an der Sollingstraße schon Mehrfamilienhäuser mit sogar vier Etagen stehen. Außerdem sei ein Bebauungsplan immer eine „Angebotsplanung“. Ob ein Bau zu massiv oder ob es auf dem Gelände zu laut wird, sei später bei der Baugenehmigung zu prüfen. 

Die 37 Wohnungen unter anderem für alte Menschen sollen in zwei Mehrfamilienhäusern entstehen und zwischen 45 und 75 Quadratmeter groß sein. Hinzu kommen eine Sozialstation und eine Tiefgarage. Der Förderverein der Wehrkapelle Arnum schlägt vor, die Fassade der früheren Gastwirtschaft AlteSchmiede mit mehr als 140-jähriger Geschichte zu erhalten und in den geplanten Neubau zu integrieren.

Der Fußweg, eine wichtige Verbindung von der B3 zur Sollingstraße, soll bleiben. Allerdings ist laut Verwaltung ein Sichtschutz auf den Neubau notwendig, aber nicht höher als 1,50 Meter, weil dort sonst ein „schlauchartiger Angstraum“ entstehen könnte. 

Von Andreas Zimmer

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