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Region Hemmingen Nachrichten Anwohner kritisieren Wohnungs-Baustelle
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13:23 05.10.2018
Von dem Fußweg im Sollingweg ist die Hälfte von der Baustelle belegt. Quelle: privat
Arnum

Die Bauarbeiten für die Seniorenwohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Alte Schmiede in Arnum haben begonnen. Dort sollen 37 barrierefreie Wohnungen, zum Teil öffentlich gefördert, sowie eine Sozialstation des Roten Kreuzes entstehen. Doch der Baustart löst nicht nur Freude aus: In einem offenen Brief an Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht beklagen Anwohner versperrte Feuerwehrzufahrten, zugestellte Fußwege und Parkplätze, durch schwere Fahrzeuge beschädigte Gehwegplatten und vor allem fehlende Informationen der Stadtverwaltung. Die äußert Verständnis und kann die Kritik zum Teil nachvollziehen.

Die Planungen für das Gelände an der Göttinger Straße hatten sich lange hingezogen. Um mehr Einfluss auf die Gestaltung nehmen zu können, hatte die Stadt einen Bebauungsplan aufgestellt, dessen Beratung in den politischen Gremien sowie öffentliche Auslegung für Stellungnahmen von Behörden und Anwohnern viel Zeit in Anspruch nahm. Doch jetzt konnten die Baumaschinen endlich anrücken.

Auf dem Baugelände ist nur wenig Platz für Material und Geräte Quelle: privat

Dazu sei zum Monatsbeginn mehr als die Hälfte des Fußweges vor den Häusern 24 bis 28 im Sollingweg mit einem Zaun abgesperrt worden, berichten Gesine Meerheimb und ihr Mann Frank Krause-Dommnich-Meerheimb in ihrem Brief an den Bürgermeister. Anschließend hätten ein Sattelzug und anderes schweres Gerät den Plattenweg befahren und „in weiten Bereichen schwer beschädigt“. Außerdem sei dadurch der Fußweg zur Bushaltestelle „übermäßig stark eingeengt“ worden, so dass die Gefahr von Unfällen bestehe. Das gelte insbesondere für die Zeit nach den Ferien, wenn Kinder die Verbindung wieder für den Weg zur Wäldchenschule nutzen würden.

Dazu verweist Dieter Juschkewitz, Leiter der Tiefbauabteilung im Hemminger Rathaus, darauf, dass die Genehmigung zur Nutzung des Fußweges nur bis Mittwoch, 17. Oktober, erteilt sei. Der Unterricht beginnt zwei Tage vorher wieder. Die Anwohner haben nicht nur Angst, dass die Feuerwehr im Brandfall nicht zu ihren Häusern gelangen könnte, sondern fürchten auch, zur Bezahlung der Reparaturkosten für die kaputten Platten herangezogen zu werden. Die werden laut Juschkewitz jedoch vom Bauträger übernommen.

Mehrere Gehwegplatten sind unter der Last der schweren Baufahrzeuge zerbrochen. Quelle: privat

Besonders erbost sind die Anlieger darüber, dass sie von der Stadtverwaltung nicht vorab über die Maßnahmen informiert wurden. „Vielleicht hätte man da Handzettel in die Briefkästen stecken sollen“, räumt Juschkewitz ein. Üblich sei das bei so „kleinräumigen Anordnungen“ jedoch nicht, da es davon „jeden Monat 30 bis 50 Stück“ gebe. In einer Antwort auf den offenen Brief werde man sich dennoch dafür entschuldigen.

Die Kritik sei zum Teil nachvollziehbar, meint auch Bürgermeister Claus Schacht. Aber man wolle schließlich preiswerten Wohnraum schaffen, „und das geht nicht auf der grünen Wiese“. Bauen im Bestand sei jedoch „immer belastend“, wirbt er um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen.

Von Thomas Böger

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