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Region Gehrden Nachrichten Dissidenten machen Zelt zur Tanzfläche
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05:36 06.10.2014
Von Dirk Wirausky
Die Dissidenten entführen in die Welt der orientalischen Musik. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Eine Veranstaltung wie das Kulturzelt wird es in Gehrden so schnell nicht wieder geben. Zehn Tage lang Programm mit 16 Auftritten internationaler und 388 lokaler Künstler sowie mehr als 3600 Zuschauer - das Festival im Ottomar-von-Reden-Park war ein voller Erfolg.

Das sagte auch Organisator Fettah Diouri. „Die Gehrdener waren tolle Gäste, und am liebsten würden wir noch zwei Wochen bleiben“, lobte er beim Abschlusskonzert der Dissidenten am Sonnabend. Die Resonanz am Burgberg sei in der Geschichte des Festivals ein Spitzenwert. Besonders die Schulprojekte seien herausragend gewesen.

Auch Kulturmacher Dirk Ihle fand nur Superlative: „Sommerliches Wetter, fantastische Stimmung und ein tolles Ambiente - besser geht es nicht.“ Ihle hofft, dass das Festival der Gehrdener Kulturszene einen Anschub gegeben hat.

Zum Ende des Kulturzelt-Programms folgten noch einmal zwei Höhepunkte. Der deutsch-russische Auto Wladimir Kaminer („Russendisko“) schaffte vor mehr als 300 begeisterten Zuhörern am Freitag mühelos den Spagat zwischen seinen pubertierenden Kindern und seiner russischen Heimat - humorvoll und kritisch.

„In der Sowjetunion gab es keine Pubertät“, merkte ein gut gelaunter Kaminer an. Es fehlten die Freiräume, in die die Jugendlichen hineinpubertieren konnten. Und das Leben seiner Kinder beschäftige ihn zwar sehr, aber letztlich komme er mit der Erkenntnis „Wer weniger weiß, kann länger schlafen“ am besten voran.

In die Welt der orientalischen Musik entführten die Dissidenten am Sonnabend das Publikum. Die Weltmusik-Pioniere, die im Jahr 2012 wegen ihres jahrzehntelangen Beitrags zur Völkerverständigung mit dem Praetorius-Musikpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet worden sind, machten die Manege in Gehrden zur Tanzfläche.

Für Bassist Uwe Müllrich sind die Dissidenten der beste Beweis, dass Menschen verschiedener Kulturen gut miteinander harmonieren können. Dies merkten die 200 Besucher den Musikern aus Deutschland, Marokko und Indien an. „Ohne Euch wäre es nur halb so schön“, sagte Müllrich. Recht hatte er. Am Ende tanzten und feierten alle.

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