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Region Gehrden Nachrichten Verfrühte Bescherung ist alte Tradition
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15:41 04.12.2017
Schöne Bescherung: Sven Wichmann ist in die Rolle des Weihnachtsmannes geschlüpft und verteilt auf dem Gehrdener Marktplatz an Kinder Süßigkeiten - so wie es schon seit mehr als 30 Jahren in der Burgbergstadt ein guter Brauch ist. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

 Rote Mütze , purpurrotes Gewand, weißer Rauschebart und auf den Schultern ein großer Jutesack, voll bis oben hin mit Süßigkeiten - kein Zweifel: Auf dem Gehrdener Marktplatz hat sich am Sonntagabend schon einmal der Weihnachtsmann die Ehre gegeben – und mit einer leicht verfrühten Bescherung bei zahlreichen Kindern für leuchtende Augen gesorgt.

Dass der viel beschäftigte Weltreisende vom Nordpol in all den Jahren etwas an Sehkraft eingebüßt hat und bei seinem Gastspiel eine Brille trug, daran störte sich niemand. Keine Verdachtsmomente – stattdessen hallte es schon kurz nach der Ankunft des Weihnachtsmannes „Oh Tannenbaum“ über den Marktplatz, so wie es der Geschenkbeauftragte gleich als Gegenleistung und Vorkasse gefordert hatte.

In diesem Jahr ist es wieder Sven Wichmann, der mit seinem ehrenamtlichen Auftritt eine alte Gehrdener Tradition fortsetzt. Auch am 10., 17. und 23. Dezember will er wieder pünktlich um 16.45 Uhr auf dem Martkplatz Süßigkeiten verteilen, die aus den Reihen der Bevölkerung für die Aktion gespendet werden. Am 6. Dezember wird Nico Henning als Nikolaus die Verteilung übernehmen – mit Leckereien, die der Rewe-Markt spendet. „Tschüss, bis nächste Woche“, sagte Wichmann jetzt bei seinem Abschied zu den Kindern.

Astrid Pelger war mit ihrem Enkelkind zu der Aktion gekommen. „Ich komme schon seit mehr als 36 Jahren mit Kindern zu dem Weihnachtsmannauftritt auf dem Marktplatz“, erzählte die 64-jährige Gehrdenerin. Sie erinnerte sich sogar noch an die Namen frührer Männer und Frauen in dem roten Kostüm. Wichmann und Henning sorgen jetzt schon zum zweiten Mal für den ehrenamtlichen Besuchsservice. Zuvor hatte Ehefrau Jessica Wichmann die Aktion übernommen und die gute alte Tradition mit einer Nachbarin als Weihnachtsfrau fortgesetzt. Nur eines ist nicht gelungen: „Es hat sich niemand finden lassen, der es schafft, täglich als Weihnachtsmann Süßigkeiten  zu verteilen“, so Wichmann. So sei es ursprünglich einmal gewesen. 

Von Ingo Rodriguez

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