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Tempo 30 gilt seit einiger Zeit auf der B65 in Ditterke. Doch zahlreiche Autofahrer sind deutlich schneller unterwegs.

Tempo 30 gilt seit einiger Zeit auf der B65 in Ditterke. Doch zahlreiche Autofahrer sind deutlich schneller unterwegs.© Archiv

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Ditterke

Ortsdurchfahrt Ditterke: Niemand hält sich an Tempo 30

Seit einiger Zeit ist in der Ortsdurchfahrt von Ditterke nur noch Tempo 30 erlaubt. Grund für diese Geschwindigkeitsbegrenzung ist der schlechte Zustand der B65. Doch an die neue Regelung hält sich kaum jemand.

Ditterke. Aus Sicht der Ditterker ist es eigentlich eine feine Sache: Seit geraumer Zeit ist auf einem Teilabschnitt der Ortsdurchfahrt nur noch Tempo 30 erlaubt – angeordnet von der zuständigen Behörde. Der Grund ist ein relativ pragmatischer: Weil der Zustand der Fahrbahn der B 65 so schlecht ist, müssen die Autofahrer mit 30 Stundenkilometern durch das Dorf fahren, um mögliche Schäden an ihrem Fahrzeugen zu verhindern.

Das wissen auch die Bürger und die Mitglieder des Ortsrates. „Das Schild soll die Behörde aus der Haftung nehmen wegen der kaputten Fahrbahn“, sagte Ortsbürgermeister Ralf Wegmann bei der Ortsratssitzung am Dienstag. Eine Sanierung der Strecke ist frühstens in zwei bis drei Jahren zu erwarten. So lange gilt Tempo 30 – wenn sich denn jemand daran hält. Das nämlich bezweifeln die Ditterker, auch Wegmann. „Aus Richtung Hannover funktioniert das gar nicht“, hat er beobachtet. Die Autos fahren deutlich schneller durch den Ort. Er wünscht sich deshalb, dass ein weiteres Hinweisschild aufgestellt wird. „Das jetzige ist schlecht zu sehen“, glaubt Wegmann. Es werde nicht beachtet. 

Eine Geschwindigkeitsmessung, wie sie Landwirt Jens Grastorf wünscht, ist vermutlich kaum zu warten. Er habe schon einen entsprechenden Vorstoß gemacht, berichtete Wegmann – bislang ohne Reaktion. Und die ehemalige Ortsbürgermeisterin Heide Rath glaubt auch nicht, dass eine Kontrolle kommen wird. „Das Tempo-30-Schild ist eine reine Absicherungsmaßnahme“, vermutet sie.

Apropos Geschwindigkeitsmessung: Im Zusammenspiel mit Everloh soll eine Geschwindigkeitsmesstafel angeschafft werden. Ziel ist es, zum einen die Autofahrer zu sensibilisieren und zum anderen über einen längeren Zeitraum Daten über den fließenden Verkehr zu sammeln. „Damit haben wir eine statistische Handhabe, um an Polizei oder Behörden heranzutreten“, erläuterte Everlohs Ortsbürgermeister Hartmut Hische die Motivation im Nachbardorf. Wegmann hält die Anschaffung einer Messtafel für eine gute Sache, „um die Geschwindigkeit ein wenig einzugrenzen“. Nötig ist das: Bei der letzten Messung lag der Rekord bei 151 Stundenkilometer. Die Kosten betragen etwa 3500 Euro. Hische schwebt eine „Fifty-fifty-Lösung“ vor: In Everloh übernimmt der Dorfförderverein die Finanzierung – auf Spendenbasis. Ähnliches hat auch der Ditterker Ortsrat vor. Bürger und Gewerbetreibende sollen um Unterstützung für das Projekt gebeten werden.


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