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Region Gehrden Nachrichten So respektvoll können Kampfsportler sein
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00:16 20.12.2017
Spartenleiterin Caroline Milligan im Kreise ihrer Schüler. Quelle: Marcel Sacha
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Gehrden

 Als vor etwa 20 Jahren die Taekwondo-Sparte beim SV Gehrden ins Leben gerufen wurde, konnte niemand ahnen, welchen Stellenwert diese eines Tages innerhalb des Vereins besitzen wird. Aktuell trainieren rund 130 Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Fähigkeiten in der fernöstlichen Kampfsportart. Das Besondere: Die Trainingsgruppen werden nicht nach Alter aufgeteilt, sondern nach Können. Dass dadurch ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl zwischen allen Altersgruppen entsteht, wurde bei der Weihnachtsfeier deutlich.

Mehr als 70 Spartenmitglieder kamen in Sportkleidung und Weihnachtsmützen in der Sporthalle Am Castrum zusammen, um das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter zu stärken und sich gemeinsam an die Höhepunkte des Jahres zu erinnern. Ein mehrköpfiges Team rund um Spartenleiterin Caroline Milligan hatte einen Film mit Fotos aus den vergangenen zwölf Monaten zusammengestellt.

Klein und Groß trainieren in der Taekwondo-Sparte des SV Gehrden gemeinsam. Quelle: Marcel Sacha

Dazu gehörten unter anderem Impressionen der verschiedenen integrativen und inklusiven Aktionen der Taekwondo-Sparte. „Diese Aspekte sind für uns von hoher Bedeutung“, sagte Milligan. Denn ausgegrenzt wird bei den Kampfsportlern niemand. Auch Menschen mit Behinderungen trainieren in den regulären Gruppen als gleichberechtigte Mitglieder. Laut Milligan ist dies eine konsequente Umsetzung eines der Leitprinzipien des Taekwondo: der Respekt vor dem Gegenüber. „Unser Sport lebt von der Höflichkeit“, sagte sie.

Dieser respektvolle Umgang miteinander sei auch für Michael Pape der Grund gewesen, sich der Sparte anzuschließen, berichtete er. „Ich habe mich schon in vielen Vereinen und Sportarten engagiert. Ein solch harmonisches Miteinander habe ich allerdings noch nirgends vorgefunden.“ Dies sei vor allem der „Spartenmutti“ Milligan zu verdanken, sagte er. Diese wiederum wollte die Lorbeeren jedoch nicht alleine einheimsen. „Ohne meine sieben Co-Trainer wäre dies alles nicht möglich“, betonte sie.

Von Marcel Sacha

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