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Nachrichten Stadtradeln: Auftakt-Tour lockt 500 Radfahrer nach Gehrden
Region Gehrden Nachrichten Stadtradeln: Auftakt-Tour lockt 500 Radfahrer nach Gehrden
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00:35 30.05.2018
Claudia Nakajew (von links), Bennet Nakajew und Torsten Wand nehmen zum ersten Mal am Stadtradeln teil. Quelle: Marcel Sacha
Gehrden

Ihre Ankunft war weder zu übersehen noch zu überhören: Rund 500 Fahrradfahrer aus der gesamten Region Hannover haben am Sonntag mit einer Tour in den Ottomar-von-Reden-Park in Gehrden das Stadtradeln 2018 eingeläutet. An der Spitze der Kolonne fuhr ein Pickup mit zwei großen Lautsprechern, der während der rund 18 Kilometer langen Fahrt die Teilnehmer sowie deren Umgebung mit motivierender Musik beschallte. Die diesjährige Auftaktveranstaltung stellte eine Premiere in der sechsjährigen Geschichte dar. Bislang fuhren die Teilnehmer per Sternfahrt in die Landeshauptstadt, dieses Mal ging es für alle Teilnehmer von der Stadt aus hinaus aufs Land.

Rund 500 Radfahrer genießen im Ottomar-von-Reden-Park das Wetter. Quelle: Marcel Sacha

Beginn der Tour war am Neuen Rathaus in Hannover. Von dort ging es im für alle Radfahrer angenehmen Tempo am Maschsee entlang, durch die Leinemasch nach Hemmingen, von wo aus die Kolonne nach einer kurzen Verschnaufpause über Ronnenberg nach knapp zwei Stunden ihren Zielort in Gehrden erreichte.

Dort erwarteten die Radfahrer bereits aufgestellte Tische und Sitzbänke, an denen sich die Tour-Teilnehmer erst einmal erholen konnten. Viele der Radfahrer – vor allem die zahlreichen Familien – bevorzugten als Sitzmöglichkeit allerdings ihre selbst mitgebrachten Decken. Nachdem auch die zuvor in der Kühltasche verstauten Getränke und Erdbeeren hervorgeholt waren, konnte mit dem Sonntags-Picknick im Freien begonnen werden. Auf der im Park aufgebauten Bühne sorgte derweil die Oldenburger Band Skalinka für die passende Hintergrundmusik. Zudem informierten verschiedene Experten die Anwesenden in kurzen Vorträgen über die neuesten Entwicklungen rund um das Fahrrad sowie den Klimaschutz.

Zwei Radfahrer strampeln um die Wette. Es geht über 200 virtuelle Meter. Quelle: Marcel Sacha

Denn auch darum geht es bei dem bundesweiten Wettbewerb des Stadtradelns. Die Faustformel lautet: Je mehr Kilometer zurückgelegt werden, desto mehr Kohlenstoffdioxid (CO2) wird eingespart. Bei den Bürgern der Region Hannover liegt dabei eine ganz besondere Verantwortung. Schließlich stehen sie nach zwei Siegen in den Jahren 2016 und 2017 dieses Mal vor der Möglichkeit, das „Triple“ zu holen, das heißt zum dritten Mal hintereinander bundesweit die meisten Kilometer zurückzulegen. „Ein anderes Ziel kann es für uns gar nicht geben“, sagte Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover. Im vergangenen Jahr lag die Anzahl der Teilnehmer bei knapp 10.000. „Ich habe die Hoffnung, dass wir diese Marke knacken werden“, sagte Franz.

Torsten Wand sowie Claudia und Bennet Nakajew tragen ihren Teil dafür zumindest bei. Die Familie aus Hannover ist in diesem Jahr erstmalig beim Stadtradeln dabei. Die ersten Kilometer auf dem Weg zur Titelverteidigung haben sie also bereits hinter sich gebracht. „Wir fahren in letzter Zeit sowieso immer mehr Fahrrad“, berichtete Wand. Die Teilnahme am Stadtradeln sei für sie also nur ein konsequenter Schritt. Ansporn für die Familie, immer mehr das Fahrrad zu nutzen, ist laut Claudia Nakajew auch der Klimaschutz. Es gebe so viele einfache Dinge, die man dazu beitragen könne, sagte sie. „Man muss es nur auch tatsächlich machen.“

So können Sie teilnehmen

Das Stadtradeln 2018 endet am Sonnabend, 16. Juni. Bis dahin gilt es, so viel in die Pedale zu treten und dadurch so viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen, wie möglich. Nicht nur die Region steht dabei in Konkurrenz mit anderen Landkreisen. Auch innerhalb der Region kämpfen die Städte und Gemeinden um den Titel der aktivsten Kommune. Dazu gibt es Wertungen für Einzelstarter und Teams. Teilnehmen kann jeder, der in der Region Hannover wohnt, arbeitet, einem Verein angehört oder eine Schule besucht. Die Anmeldung erfolgt im Internet unter stadtradeln.de. Dort gibt es zudem weitere Informationen sowie tagesaktuelle Tabellenstände.

Von Marcel Sacha

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