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Ein Arbeiter hält verschiedene Glasfaserkabel bei Verlegearbeiten. In Redderse soll die Breitbandversorgung bis Mitte 2018 verbessert werden.

Ein Arbeiter hält verschiedene Glasfaserkabel bei Verlegearbeiten. In Redderse soll die Breitbandversorgung bis Mitte 2018 verbessert werden.
© Julian Stratenschulte

Redderse

Versprechen: Schnelles Internet in sechs Monaten

Das Telekommunikationsunternehmen Northern Access will das Breitbandnetz in Redderse endlich ausbauen und leistungsfähiger machen. 

Redderse.  „Katastrophal“, „mieses Preis-Leistungsverhältnis“, „grottenschlechte Verbindung“ – das Urteil der Redderser über das Breitbandnetz in ihrem Dorf fällt vernichtend aus. Das könnte sich aber bald ändern –zumindest wenn man dem Geschäftsführer von Nothern Access, Torsten Voigts, Glauben schenkt. Er versprach in der Ortsratssitzung, dass der Gehrdener Ortsteil in sechs Monaten „schnelles Internet“ habe. 50 mbit/s sollen es dann sein.

Vor gut zwei Jahren hat Northern Access mit dem Projekt in Redderse begonnen. „Seitdem sind wir immer wieder vertröstet worden“, kritisierte Ortsratmitglied Axel Gröper. Denn die versprochene Datengeschwindigkeit komme in den Haushalten nicht an.

Voigts gab zu: „Die Umsetzung unserer Pläne haben sich immer wieder verzögert.“ Unter anderem hab es unvorhersehbare technische Probleme gegegen. „Wir konnte bestimmte Aussagen leider nicht einhalten“, sagte er. Zurzeit wird Redderse über eine Funknetzinstallation angebunden. „Und das funktiobniert nicht so richtig gut“, gestand Voigts.

Doch das soll bald Vergangenheit sein. Denn laut Voigts sollen die drei Kabelverzweiger im Ort mit Glasfaser leistungsfähig angeschlossen werden – von Leveste nach Redderse. Die Leitungen sollen durch die Feldmark und teilweise durch den Ort verlegt werden. Durch diese Glasfaser-Anbindung werde die Breitbandversorgung deutlich verbessert.

Voigts schränkte allerdings ein: Der Königsweg, dass Glasfaserleitungen direkt bis in jedes Haus gelegt werde, sei das nicht. Genutzt werden alte Telefonleitungen aus Kupfer. Alles andere wäre mit kostspieligen und aufwändigen Tiefbauarbeiten verbunden. „Jedes Glasfaserkabel müsste einzeln verlegt werden“, so Voigts. Zurzeit undenkbar.

Die Redderser Bürger sind gespannt. Und wissen gleichzeitig, dass es keine wirkliche Alternative zu Northern Access gibt. „Wenn es das Unternehmen nicht macht, macht es in Redderse niemand“, so ein Besucher der Ortsratssitzung.  

  

Von Dirk Wirausky


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