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Beim Adventsbasar in Lenthe interessiert sich eine Vielzahl von Besuchern im Schafstall des Untergutes vor allem für weihnachtliche Gestecke. Dort, aber auch auf der Freifläche vor dem historischen Stall, ist das Angebot der Aussteller aber sehr abwechslungsreich (siehe Bildergalerie).

Beim Adventsbasar in Lenthe interessiert sich eine Vielzahl von Besuchern im Schafstall des Untergutes vor allem für weihnachtliche Gestecke. Dort, aber auch auf der Freifläche vor dem historischen Stall, ist das Angebot der Aussteller aber sehr abwechslungsreich (siehe Bildergalerie).
© Ingo Rodriguez

Lenthe

Schafstallbasar eröffnet die Weihnachtsmarktsaison

Nun ist es so weit: Rund 4000 Besucher haben auf dem Untergut in Lenthe beim traditionellen Adventsbasar den Auftakt der weihnachtlichen Veranstaltungssaison erlebt.

Lenthe.  Es ist unverkennbar: Bei den Menschen im Calenberger Land ist die Sehnsucht nach besinnlicher Stimmung, Waffelduft, Glühwein und Adventsdeko groß. Dafür haben jetzt mehr als 4000 Besucher beim traditionellen Adventsbasar im und vor dem Schafstall auf dem Untergut in Lenthe einen eindrucksvollen Beweis geliefert. Seit 15 Jahren schon ist die Traditionsveranstaltung der Auftakt für eine Reihe von weihnachtlichen Basaren und Märkten im Stadtgebiet. „Wir starten immer am Wochenende vor dem ersten Advent, weil die Menschen doch schon frühzeitig Gestecke brauchen“, sagte Jürgen Ermerling vom Förderverein „Wir für Lenthe“.

Der Verein hatte als Veranstalter rund 40 Aussteller eingeladen, um den Besuchern eine abwechslungsreiche Auswahl zu bieten: Gartendeko, Adventsgestecke, Gewürze, Schmuck, Textilarbeiten, Kekse, Kerzen, Brotaufstrich, Nistkästen, Mützen, Schals,  Holz- und Keramikkleinkunst, handgemachte Naturseifen, Weihnachtskarten, Kissen, dazu Waffeln, Gegrilltes, Mandeln, Glühwein, Punsch, Kaffee und Kuchen – kurzum: alles, was das Herz zur Einstimmung auf die besinnliche Adventszeit begehrt. „Es hatten sich wieder fast 70 Aussteller beworben. Immerhin konnten wir die Ausstellungsfläche vor dem Schaftsall erweitern, um nun draußen auch für 15 Stände Platz zu bieten“, sagte Ermerling. Angesichts der geschätzten mehr als 4000 Besucher über den Tag verteilt erinnerte er an die Anfänge des Adventsbasars: „Es begann mit einer kleinen vierköpfigen Gruppe von Frauen, die die Aktion damals privat in einer Garage mit Hof starteten“, erzählte Ermerling und blickte vielsagend auf die Menschenmassen auf dem Untergut.

Um den anreisenden Fahrzeugkolonnen genug Platz zu bieten und eine organisierte Ankunft zu gewährleisten, hatten sich Jugendliche der Ortsfeuerwehr als Parkplatzeinweiser am Ortseingang postiert. Geparkt werden konnte auf allen Gutshöfen. „Der Ort und die Dorfbewohner nehmen das organisierte Verkehrschaos inzwischen ganz gut auf“, sagte Ermerling und bedankte sich für das Verständnis.

Dorfbewohnerin Petra Brandes hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits ihr erstes Schnäppchen gesichert: „Einen Türkranz aus Naturmaterial“, sagte sie und bezahlte bei Ausstellerin Susann Körner aus Springe. Diese hatte gegen ihren Standplatz im Freien nichts einzuwenden. „Das Wetter spielt mit, alles gut“, sagte sie. Auch für Kinder gab es einen attraktiven Anziehungspunkt vor dem Schafstall. Dort gab es den Klassiker: Stockbrot backen.

Im historischen Schafstall herrschte ein wirklich sehr dichtes Gedränge. Ausstellerin Tina Bördner aus Hannover-Ricklingen hatte für ihren großen Stand mit Glasschmuck und Textilkunst den Platz mitten in der Scheune bekommen. „Ich bin froh, wieder dabei zu sein, das ist angesichts der Vielzahl an Bewerbern nicht selbstverständlich“, sagte sie. Marlis Kiontke aus Benthe hatte sich vor ihrem Bummel im Gemenge des Schafstalls eine kurze Auszeit gegönnt: „Ich habe eine derart gute Kürbissuppe gegesen, wie ich es noch nie erlebt habe“, schwärmte sie und reihte sich in eine kleine Schlange vor einem Dekostand ein.

Von Ingo Rodriguez


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