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Region Gehrden Nachrichten Kritik am geplanten Umbau der Bushaltestellen
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00:19 14.09.2018
Die Bushaltestelle am Tivoli soll barrierefrei umgebaut werden. Quelle: Stephan Hartung
Redderse

 Beschlussfähig war der Ortsrat in Redderse, sonderlich entscheidungsfreudig allerdings nicht. Aus gutem Grund: Mit Axel Gröper und Frank Thaler konnten zwei der fünf Ortsratmitglieder an der Sitzung am Montagabend nicht teilnehmen. Daher plädierte Ortsbürgermeister Philipp Felsen bei den wesentlichen Tagesordnungspunkten, sie zu vertagen.

Diskutiert wurde dennoch. Und das lag vor allem an den Bürgern. Ein Plan, den die Region in Absprache mit der Stadt Gehrden umsetzen will, stieß auf Kritik. Die Region will die beiden Bushaltestelle am Tivoli barrierefrei umbauen. Die dazu nötigen baulichen Maßnahmen sorgen für einen gewissen Unmut. So soll ein Teil der Parkplätze vor dem Dorfgemeinschaftshaus verschwinden. Dafür will die Region im Zuge der Umbauarbeiten zwei befestigte Parkplätze anlegen.

Ein Umstand, den Ortsbrandmeister Jürgen Weiberg gar nicht versteht. „Das Dorfgemeinschaftshaus ist der örtliche Treffpunkt mit Sportveranstaltungen und Feiern“, sagte er. Es sei daher ein Unding, die Zahl der Parkplätze zu reduzieren. Dem stimmte auch Felsen zu. „Die Parkplatzsituation ist jetzt schon katastrophal“, sagte er. Dies habe der Ortsrat der Stadt auch mitgeteilt. „Aber wir werden offenbar mit diesem Argument nicht ganz ernst genommen“, bedauerte er.

Der Tenor seitens der Stadt laute: Anders würde die Region in die Umgestaltung der Bushaltestellen nicht finanzieren. Angedacht ist, die gegenwärtige Haltebuchten zu entfernen, damit von der Bordsteinkante aus ein barrierefreier Einstieg in den Bus möglich ist. „Die Straße ist doch jetzt schon zu schmal“, merkte ein Bürger an.

Auch einer Anwohnerin der Stichstraße hinter dem Dorfgemeinschaftshaus schwant Böses. Sie sei geschockt über die Pläne, dass die Fahrzeuge nach dem Umbau der Bushaltestelle über eine Zufahrt neben dem Dorfgemeinschaftshaus auf die neu angelegten Parkplätze fahren sollen. Dazu müssten die Eigentümer etwa zehn Meter Fläche im vorderen Bereich der Anliegerstraße abtreten. „Wir werden unsere Zustimmung dazu verweigern“, kündigte die Seniorin stellvertretend für die drei Anwohner der Hinterlieger-Grundstücke an. Aus ihrer Sicht müsste eine andere Lösung gefunden werden.

Die Straße An der Linde wird oft genug als Abkürzung genutzt, obwohl häufig Kinder auf der Straße spielen. Quelle: Stephan Hartung

Ärger gibt es offenbar auch im Neubaugebiet „An der Linde“. Dort kritisierte ein Anwohner, dass Motorräder, Quads oder Mofas die Straße als Abkürzung benutzen. Aus seiner Sicht sei das laut Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt. „Zudem werden spielende Kinder und Spaziergänger gefährdet“, sagte er. Dem widersprach allerdings Melanie Greger. „Die Durchfahrt ist nicht verboten“, sagte das Ortsratsmitglied. Und Ernst-August Hohmann fügte an, dass es sich um keine Spielstraße handele. „Es ist eine ganz normale Straße“, betonte der stellvertretende Ortsbürgermeister. Dem wollte der Redderser Bürger allerdings nicht folgen. Laut Bebauungsplan sei die Strecke An der Linde keine Durchgangsstraße. Er werde deshalb an die Stadt herantreten.

Die Straße An der Linde wird oft genug als Abkürzung genutzt, das ist nicht gut auf Grund der zahlreichen Kinder in dieser Gegend. Quelle: Stephan Hartung

Die Stadt hat erst kürzlich neue Hinweisschilder aufgestellt. Demnach ist die Straße An der Linde aus Richtung Sunderanger als Sackgasse mit Tempo 30 ausgewiesen. Zwar sei die Strecke laut Beschilderung nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben; doch auch motorisierte Fahrzeuge wie Motorräder oder Quads könnten die Straße befahren, erläutert Stadtsprecher Frank Born. Aus Richtung Langreder fehlt eine Beschilderung. „Die von dort kommenden Fahrzeuge sehen rechtzeitig, dass sie den Abschnitt wegen der aufgestellten Pfosten nicht befahren können“, begründet Stadtsprecher Frank Born.

Anwohnerin Nina Grote, selbst Mutter von zwei Kindern, schlägt sogenannte Drängelgitter vor. „Dann werden die Motorräder abgebremst, können aber trotzdem durchfahren. Sonst sind die einfach zu schnell unterwegs“, sagt sie und verweist darauf, „dass in dieser Straße acht kleine Kinder leben“.

Von Dirk Wirausky

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