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Region Gehrden Nachrichten Ortsrat legt Richtlinien für Neubaugebiet fest
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15:11 03.12.2017
Am westlichen Dorfrand soll nördlich der Verlängerung des Pagenburgweges im Anschluss an die vorhandene Wohnbebauung auf einer rund 2,5 Hektar großen Ackerfläche kommunales Bauland entstehen. Quelle: Ingo Rodriguez
Lenthe

 Es geht um Fragen mit großer Tragweite: Welche Hälfte des Areals wird zuerst bebaut? Über welche Anfahrt wird das Gebiet erschlossen? Und welche Häuserarten sollen angeboten werden: Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Doppelhäuser oder auch Gebäudekomplexe mit mehreren Wohneinheiten? Auf diese und andere Fragen sollen die Mitglieder des Ortsrates Lenthe in den kommenden Wochen Antworten geben und so verbindliche Richtlinien für das geplante Neubaugebiet Im Werhkampe festlegen. Das hat jetzt in der Ortsratssitzung in der Alten Schule Lenthes Ortsbürgermeister Jürgen Ermerling berichtet.

Am westlichen Dorfrand soll nördlich der Verlängerung des Pagenburgweges im Anschluss an die vorhandene Wohnbebauung auf einer rund 2,5 Hektar großen Ackerfläche kommunales Bauland entstehen. Quelle: Ingo Rodriguez

„Im Frühjahr 2019 will die Stadt ein Planungsbüro beauftragen, einen Entwurf für den aufzustellenden Bebauungsplan anzufertigen“, sagte Ermerling. Das Besondere: Die Planer sollen die Vorschläge des Ortsrates als Grundlage ihrer Arbeit heranziehen. Geplant ist bislang nur, dass auf einer Ackerfläche zwischen den Straßen Im Wehrfeld und der Werner-von-Siemens-Straße unmittelbar hinter dem westlichen Abschluss der Wohnbebauung des Dorfes rund 30 Grundstücke entstehen sollen – abhängig vom Zuschnitt der Bauplätze. Lenthe soll wachsen: Dafür soll ein etwa 2,5 Hektar großes Feld in der Verlängerung des Pagenburgweges in kommunales Bauland umgewandelt werden.  Die Vermarktung und Bebauung soll in zwei Abschnitten erfolgen. Das ist bereits beschlossene Sache. Ebenfalls sehr weit fortgeschritten sind Gedankenspiele, auf der Südseite des Baugebietes auch bezahlbaren Wohnraum anzubieten

„Es geht bei unsereren Vorschlägen für die Planer auch um die Anzahl der Verkehrswege und Stichstraßen“, sagte Ermerling. Der Orsrat will sich zunächst eine Meinung bilden und dann einen vorgebenen Fragenkatalog abarbeiten. Vorschläge aus der Bevölkerung und von  möglichen Bauherren wollen sich die Kommunlapolitiker anschließend auf Wunsch auch anhören. „Bislang stehen wir vor einem leeren Blatt Papier, aber wir wollen uns möglichst intensiv einbringen. Die Stadt und die Planer werden dann die Gestaltung verfeinern und uns sagen, was alles von unseren Ideen umsetzbar ist“, so Ermerling. Der weitere Zeitplan: Das Jahr 2018 ist noch der Planung und Vermarktung vorbehalten. „Außerdem untersuchen auch noch Archäologen des Grundstück“, sagte Ermerling. Für 2019 sei dann mit dem Baubeginn zu rechnen.

Insgesamt liegen der Stadt laut Ortsbürgermeister bereits 144 Interessenbekundungen für die rund 30 Grundstücke vor. Die Vergabe erfolgt über ein Punktesystem der Stadt, in dem die Anzahl von Kindern, der Wohnort und der Ort des Arbeitsplatzes bewertet werden. 

Von Ingo Rodriguez

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