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Weil das Schulgebäude zu klein wird, werden in Kürze zwei Container auf dem Schulhof aufgestellt. Die Vorbereitung dafür sind in vollem Gange.

Weil das Schulgebäude zu klein wird, werden in Kürze zwei Container auf dem Schulhof aufgestellt. Die Vorbereitung dafür sind in vollem Gange.
© Wirausky

Gehrden

Schule vermisst klare Aussagen

Die Grundschule Am Castrum muss umfassend saniert werden. Möglicherweise wird sie sogar neu gebaut. Ein Gutachten liegt vor. Nun wartet die Schule auf einen Zeitplan.

Gehrden.  Es wird gebuddelt und gebaggert an der Grundschule Am Castrum. Der Grund: Zurzeit werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass demnächst zwei Container auf dem Schulgelände aufgestellt werden können. Die sind nötig, denn in der Schule wird es zu eng. In den mobilen Un terrichtsräumen sollen allerdings keine Klassenzimmer eingerichtet werden, vielmehr werden dort Büros untergebracht; außerdem soll dort künftig differenziert mit Kleingruppen gearbeitet werden. Aktuell hat die Grundschule für irhe runde 400 Schüler 17 Räume für 17 Klassen; das dürfte jedoch ab dem Sommer nicht mehr reichen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird der erste Jahrgang sechszügig. Die Verwaltung hat aber bereits signalisiert, dann einen Hortraum zu einem Klassenzimmer umzuwandeln.

Und so scheinen zumindest die aktuellen Probleme gelöst; doch mit Blick nach vorn, herrscht eine Menge Ungewissheit und Unsicherheit. Entschieden ist zwar, dass die Grundschule modernisiert, vermutlich gar neu gebaut werden soll; doch völlig offen ist noch, wie das genau aussehen wird. 

Eine unbefriedigende Situation für Schulleiterin Nina von Zimmermann. „Es ist für uns beispielsweise schwierig, finanzielle Mittel anzumelden, weil wir nicht absehen können, wie lange wir das alte Schulgebäude noch nutzen“, sagt sie. Von Zimmermann fordert deshalb schnelle Entscheidungen. „Es fehlt ein durchsichtiges Projektmanagement und eine klare Ansage“, sagt sie. Sie habe großes Verständnis dafür, dass die Stadt nicht alle Baustellen gleichzeitig bewältigen könne, aber sie solle zumindest mit offenen Karten spielen. Zuletzt im Bildungsausschuss habe es schon einige merkwürdige Aussagen gegeben.

Verwundert sei sie vor allem darüber, dass solch ein wichtiges Thema nicht öffentlich diskutiert worden sei. „Das geht doch viele Gehrdener etwas an“, betont sie. Deshalb müsse mit allen Beteiligten zusammengearbeitet werden. Denn bei aller Kritik: „Es ist doch eine tolle Sache für eine Stadt, dass gleich zwei Grundschulen neu gebaut werden sollen“, sagt von Zimmermann auch in Bezug auf den bereits beschlossenen Neubau der Grundschule Am Langen Feld.

Doch ob Neubau oder Modernisierung der Grundschule Am Castrum: Eines steht für sie unabhängig davon fest. „So wie es zurzeit an der Schule ist, kann es nicht noch fünf Jahre bleiben“, sagt sie. Die Zustände seien katastrophal. Aus den Wasserhähnen komme braunes Wasser, es fehlten Sonnen- und Schallschutz, die Fenster seien marode und der Verwaltungstrakt sei unzumtubar klein – dazu Staub und Schimmel in den Räumen und Klassenzimmern. Allein aus ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den Kindern und den Mitarbrbeitern drängt von Zimmermann auf eine Verbesserung der Verhältnisse und auf eine bauliche Anpassung – “und zwar so schnell wie möglich“. 

Nach einem vorliegenden Gutachten soll die Modernisierung oder der Neubau der Grundschule, der von CDU, SPD, FDP und der Gruppe Grüne/Linke favorisiert wird, etwa 12 Millionen Euro kosten. Zurzeit wird geprüft, ob auch der Bau einer neuen Grudschule an einem anderen Standort möglich ist. Wann dies allerdings entschieden ist, ist noch unklar. Vermutlich Mitte des nächsten Jahres solle eine Entscheidung gefallen sein, heißt es aus dem Rathaus.

Von Dirk Wirausky


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Gehrden ist ...

  • ... eine Stadt im Calenberger Land mit knapp 15.000 Einwohnern
  • ... die ehemalige Heimat von Tagesschausprecher Marc Bator
  • ... ein Paradies für Spaziergänger
  • ... Ausgrabungsort einer ehemaligen germanischen Siedlung
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