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Obwohl der Marktplatz sowie die kleine Strecke bis hin zur Abzweigung an der Kirchstraße inzwischen vorübergehend veranstaltungstauglich sind, bleibt es bei der Absage des Weihnachtsdorfes. Am Steintor vor dem Türmchen soll aber wie schon im Vorjahr wieder weihnachtliche Atmosphäre aufkommen.

Obwohl der Marktplatz sowie die kleine Strecke bis hin zur Abzweigung an der Kirchstraße inzwischen vorübergehend veranstaltungstauglich sind, bleibt es bei der Absage des Weihnachtsdorfes. Am Steintor vor dem Türmchen soll aber wie schon im Vorjahr wieder weihnachtliche Atmosphäre aufkommen.
© Ingo Rodriguez

Gehrden

Doch etwas Budenzauber in der Innenstadt

Ärgerlich: Das alljährliche Weihnachtsdorf hätte wegen des zügigen Baufortschritts offenbar doch auf dem Marktplatz stattfinden können. Immerhin gibt es vor dem Türmchen etwas Budenzauber.

Gehrden.  Späte Erkenntnis: Gut zwei Monate nach der baustellenbedingten Absage des alljährlichen Weihnachtsdorfes auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone kann nun von einer ärgerlichen Fehleinschätzung gesprochen werden. Denn: Angesichts des zügigen Baufortschrittes hätte der dreitägige Adventsmarkt mit etwa zehn Hütten nun offenbar doch im Herzen der City stattfinden können. Das wäre wohl möglich gewesen, aber das war nicht vorhersehbar“, sagt Malte Losert vom Organsiationsverein Gehrden feiert Feste (GfF).

Vorwürfe in Richtung Stadtverwaltung oder Baufirma kommen von GfF aber nicht. „Das gute Wetter hat beim raschen Baufortschritt sicher eine große Rolle gespielt, aber das konnte ja keiner vorher wissen“, sagt Losert. Er hält die frühzeitige Absage nach wie vor für richtig: „Wir brauchen für die verbindliche Organisation einfach einen Vorlauf von zwei Monaten, aber Ende September konnte wegen der andauernden Bauarbeiten und vielen Bodenunbenheiten noch niemand vorab die Sicherheit der Besucher garantieren“, sagt der GfF-Chef. Weil sich niemand festlegen wollte, dass der Standort trotz weiterhin andauernder Innenstadtsanierung im Dezember für die Veranstaltung tauglich sein würde, hatte GfF die beliebte Weihnachtsaktion abgesagt. Das Risiko, wegen der fehlenden Standfestigkeit des Untergrundes für Verletzungen von Ausstellern oder Gästen haften zu müssen, wollten die ehrenamtlichen Veranstalter nicht eingehen. Deshalb hatten die Organisatoren nach einem Beratungsgespräch mit der Stadtverwaltung das Hüttendorf schweren Herzens für dieses Jahr vom Veranstaltungskalender gestrichen. Ein Alternativstandort sei wegen der besonderen Atmosphäre auf dem Marktplatz nicht infrage gekommen, so Losert.

Für die Gehrdener gibt es aber zumindest eine kleine vorweihnachtliche Entschädigung. Es ist kein richtiges Weihnachtsdorf mit vielen Hütten, aber immerhin gibt es eine Miniportion Budenzauber: Die Gastronomin Christina Rybatzki wird vor der Kneipe Türmchen einen Miniweihnachtsmarkt herrichten – mit bunt geschmückter Holzhütte, Sitzgelegenheiten, Stehtischen und einem weihnachtlichem Angebot: Ab Montag, 4. Dezember, werden dort täglich von 11 bis 20 Uhr roter und weißer Glühwein ausgeschenkt. Außerdem gibt es frisch gebackene Waffeln, Bratwürste und hausgemachte Gulaschsuppe. Die Gaststättenbetreiberin hatte bereits im Vorjahr den Mini-Budenzauber am Steintor veranstaltet.

Mit Erfolg. Deshalb hat Rybatzki das Angebot nun sogar erweitert: „Es gibt auch spanische Tapas“, sagt sie. Am 23. Dezember werden vor dem Türmchen ab 16 Uhr sogar kleine Überraschungen für Kinder verteilt. Die Band „Zweilight“ spielt dazu weihnachtliche Livemusik.

Von Ingo Rodriguez


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Gehrden ist ...

  • ... eine Stadt im Calenberger Land mit knapp 15.000 Einwohnern
  • ... die ehemalige Heimat von Tagesschausprecher Marc Bator
  • ... ein Paradies für Spaziergänger
  • ... Ausgrabungsort einer ehemaligen germanischen Siedlung
  • ... 6x pro Woche Thema in der Calenberger Zeitung, die als Heimatzeitung in Gehrden der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.