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Ein Ergebnis des Sportstättenbedarfsplans: Die Sporthalle am Bad muss saniert und modernisiert werden.

Ein Ergebnis des Sportstättenbedarfsplans: Die Sporthalle am Bad muss saniert und modernisiert werden.
© Wirausky

Gehrden

Mehr Platz für den Sport

Vor einem Jahr wurde der Sportstättenbedarfsplan für Gehrden vorgelegt. Passiert ist seitdem aber nichts.

Gehrden.  Vor einem Jahr wurde der Sportstättenbedarfsplan vorgestellt – mit dem klaren Hinweis, dass im Gehrdener Stadtgebiet Hallen und Sportplätze fehlen. Passiert sei seit der Präsentation allerdings nichts. Die Basis hält sich bislang mit Kritik zurück. Lediglich Wilfried Quaß von der SG Everloh-Ditterke hatte im Frühjahr angemerkt, dass zwar Ergebnisse vorgestellt worden sind, aber die Vereine bisher auf Taten warten. 

Die Gruppe Grüne/Linke hat nun einen Projektplan gefordert, der aus ihrer Sicht eine Zeitleiste zur Umsetzung enthalten müsse. Ein entsprechender Antrag ist formuliert worden. Demnach erinnert die Gruppe an das Gutachten. „Es stellt fest, dass der Sportbetrieb nur noch eingeschränkt möglich ist und folglich Handlungsbedarf besteht“, sagt der Vorsitzende der Gruppe, Heinz Strassmann. In dem Gutachten werde zudem festgestellt, dass unter anderem die Sporthalle am Bad dringend saniert beziehungsweise modernisiert werden müsse. „Es muss eine klare Entscheidung gefällt werden, wie es weitergehen soll“, so Strassmann.

 Ähnlich hatte sich auch die CDU im Frühjahr geäußert. Unter anderem erinnerte Klaus Dörffer (CDU) daran, dass das Gutachten 50000 Euro gekostet habe. Eine Planungsgrundlage sei notwendig –auch vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung durch die Ausweisung neuer Baugebiete.

Der in Auftrag gegebene Sportstättenbedarfsplan kam unter anderem zu dem Ergebnis, dass im Stadtgebiet Kapazitäten fehlen. Aus Sicht des Landschaftsarchitekts Dieter Grundmann, der vor einem Jahr das Gutachten vorgelegt hat, fehlen den Gehrdener Sportlern drei Hallen und zwei Sportplätze. Die bestehenden Anlagen seien gegenwärtig stark ausgelastet, und der Sportbetrieb in den Hallen sei nur noch eingeschränkt möglich. Laut Grundmann bestehe Handlungsbedarf.

 Folgt man dem Experten, dann muss die Stadt investieren, um allen Sporttreibenden gerecht zu werden. Konkret hatte Grundmann die Sanierung und Modernisierung der stark von Vereinen und Schulen frequentierte Sporthalle am Bad angemahnt. Den Bau eines zweiten Sportplatzes bei der SG Everloh-Ditterke hatte Grundmann ebenfalls auf seiner Liste – möglichst als Kunstrasenplatz, der auch vom SV Northen-Lenthe genutzt werden könnte. Auch in Leveste mache ein zweiter Sportplatz Sinn. Grundmann schlug den Politikern zudem vor, die Sportanlage am Knülweg zu erhalten – für den Schulsport. Grundmann empfahl des Weiteren dringend, einen runden Tisch mit allen Beteiligten einzuberufen. Auch dazu ist es bislang nicht gekommen.

 

Von Dirk Wirausky


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Gehrden ist ...

  • ... eine Stadt im Calenberger Land mit knapp 15.000 Einwohnern
  • ... die ehemalige Heimat von Tagesschausprecher Marc Bator
  • ... ein Paradies für Spaziergänger
  • ... Ausgrabungsort einer ehemaligen germanischen Siedlung
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