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Die Ortsfeuerwehr Lenthe hofft auf ein neues Gerätehaus, muss sich aber noch gedulden.

Die Ortsfeuerwehr Lenthe hofft auf ein neues Gerätehaus, muss sich aber noch gedulden.© Stephan Hartung

Gehrden

Ortsbürgermeister sollen Buslinien bewerten

Der Ausschuss für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr der Stadt Gehrden hat sich im Rathaus vorrangig mit zwei Themen beschäftigt: der Streichung von schlecht frequentierten Buslinien und einem neuen Feuerwehrgerätehaus in Lenthe.

Gehrden. Viele Mitglieder der Ortsfeuerwehr Lenthe, in entsprechender Uniform, hatten sich im Zuschauerraum des Sitzungssaals versammelt - gespannt auf den Tagesordnungspunkt 6, der einen Antrag auf Neubau des Gerätehauses behandeln und Gelder für den Haushalt im Jahr 2020 vorsehen sollte. Doch die kleine Ernüchterung gleich zu Beginn der Sitzung: Auf Antrag von Thomas Sieker wurde der Tagesordnungspunkt abgesetzt. Man soll erst den Erhalt des Feuerwehrstrukturkonzepts abwarten, sagte das Ausschussmitglied. "Das würde auch keine Auswirkungen auf den Neubau haben, für die einzuplanenden Finanzen wäre das noch rechtzeitig genug", sagte Sieker, dem die Mehrheit bei einer Abstimmung folgte.

Enttäuschung bei der Feuerwehr? "Nein, damit können wir leben. Wir haben unseren Antrag erst Ende August gestellt. Von daher waren wir schon positiv überrascht, dass der Antrag mit auf der Tagesordnung war", sagte Lenthes Ortsbrandmeister Sven Geißler nach der Sitzung auf Anfrage dieser Zeitung.

Aktuell beschäftigen sich viele Städte und Gemeinden mit der von der Region Hannover als Träger des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vorgelegten Liste, wonach diverse Buslinien auf Grund schlechter Frequentierung von einer Streichung bedroht sind. Daher stand das Thema nun auch in Gehrden zur Diskussion, insbesondere befindet sich die Buslinie 350 (Gehrden-Weetzen-Wülfel) auf dem Index der Region.

Das große Problem: Die Zeit. Denn zwar waren sich die Ausschussmitglieder zunächst einig, dass man am besten die jeweiligen Gehrdener Ortsräte um Stellungnahmen befragt. Als Frank Born von der Stadtverwaltung jedoch mitteilte, dass die Region eine Stellungnahme bis zum 9. Januar fordert, musste eine Alternative her. Denn bis zum Beginn des neuen Jahres tagen nicht mehr alle Ortsräte. Die Lösung: "Wir werden jetzt alle Ortsbürgermeister um ihre Einschätzungen bitten. Und darüber wird dann der Verwaltungsausschuss am 13. Dezember abstimmen", sagt Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf - dieser Vorschlag erhielt die volle Zustimmung.  

Von Stephan Hartung


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Gehrden ist ...

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  • ... die ehemalige Heimat von Tagesschausprecher Marc Bator
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