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Nachrichten Gruppe wandert seit 25 Jahren
Region Gehrden Nachrichten Gruppe wandert seit 25 Jahren
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12:19 27.08.2018
Jubiläumsausflug: Bei einer Stadtführung lernen die Wanderfreude Stade kennen. Quelle: Privat
Gehrden

Angefangen hat alles vor 25 Jahren. Aus einem Freundeskreis stellte sich Sigrid Pech die Frage: Wie kann man die Freizeit interessant gestalten? Zumal die Kinder aus dem Haus waren. Sie fragte Freunde und Bekannte, ob sie nicht Lust hätten, gemeinsam kleine Wanderungen zu unternehmen. Daraus entstand schnell ein Selbstläufer. Inzwischen werden ein Jahr im Voraus die monatlichen Wandertermine festgelegt. „Jedes Mitglied der Gruppe ist einmal an der Reihe, eine Tour zu organisieren“, sagt Silke Neumann. Zumeist wandern die rüstigen Senioren in der Region, doch auch Wanderungen in der Umgebung von Hameln und Hildesheim stehen auf dem Programm. Und gewandert wird bei nahezu jedem Wetter. „Wir sind wetterfest“, sagt Neumann. Etwa 250 Wanderungen hat die Gruppe im zurückliegenden Vierteljahrhundert absolviert, meint Neumann.

An die erste Wanderung erinnert sie sich noch sehr gut. Sie führte ins Köllnisch Feld. „Mitunter wanderten wir mit 15 Ehepaaren“, erzählt Silke Neumann. Altersbedingt hat sich die Gruppe jetzt aber ein wenig verkleinert. „Wir sind gemütlich unterwegs“, sagt sie. Im Allgemeinen legt die Gruppe dabei eine Strecke von zehn Kilometern zurück – verbunden mit einer Einkehr in ein Gasthaus oder einem Picknick.

Zu den Jahresjubiläen kehrte die Gruppe der näheren Umgebung oft den Rücken und unternahm Ausflugsfahrten nach Cuxhaven/Neuwerk mit Übernachtung im Stroh, Schwalenberg mit Nachtwächterrundgang oder Bodetal mit den Stationen Hexentanzplatz und Rosstrappe. „Das sind immer Höhepunkte“, sagt Neumann.

Zum 25. Jubiläum ging es nun nach Stade. Der Ausflug begann mit einer Stadtführung. „Dort erwartete uns eine in Tracht gekleidete Stadtführerin“, berichtet Neumann. Sie führte die Wanderfreunde durch die wunderschöne Altstadt. Stade wurde im Jahr 944 das erste Mal erwähnt, als die Wikinger den Ort überfielen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt nicht zerstört, doch die Bausubstanz wurde sanierungsbedürftig. Mit dem Einzug der Industrie kam Geld in die Stadtkasse. Dadurch konnten die wunderschönen Häuser restauriert werden, so dass man heute diese historischen Gebäude in ihrer Gesamtheit anschauen kann.

Der Tag endete in einem gemütlichen Restaurant auf der Museumsinsel von Stade. Der nächste Morgen begann mit einer Fleetfahrt auf dem alten Burggraben. Stade verfügt über etliche Häfen, die heute bedeutungslos sind. Nachmittags ging es weiter nach York zu einem Obsthof. „Dass auch Äpfel einen Sonnenbrand bekommen können, war uns neu“, sagt Neumann. Der „Altländer Kaffeeklatsch“ auf dem Obsthof beendete die Fahrt. Pläne für 2019 gibt es bereits. „Im kommenden Jahr werden wir weiterhin in den naheliegenden Regionen wandern und uns gern an die abwechslungsreiche Jubiläumsfahrt erinnern“, sagt Neumann.

Gäste sind bei der Wandergruppe willkommen. Wer Lust und Interesse hat, kann sich unter der Telefonnummer (05108) 3173 melden.

Von Dirk Wirausky

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