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12:10 31.07.2018
Auf der Bundesstraße 65 ist der Zustand der Fahrbahn vor allem in Ditterke inzwischen bereits ein Sicherheitsrisiko. Stellenweise wölbt sich dort der mehrfach notdürftig geflickte Asphalt bis zu zehn Zentimeter in die Höhe. Quelle: Ingo Rodriguez
Ditterke

Endlich nicht mehr Tempo 10: Auf der Bundesstraße 65 in Ditterke rückt eine Aufhebung der sicherheitsbedingten Geschwindigkeitsbegrenzung auf zehn Stundenkilometer in greifbare Nähe. Zwar ist der Zustand der Fahrbahn dort bislang immer noch ein Risikofaktor für den Straßenverkehr, stellenweise wölbt sich der mehrfach notdürftig geflickte Asphalt sogar bis zu zehn Zentimeter in die Höhe. Die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau- und Verkehr will die schwer beschädigte Fahrbahn der Ortsdurchfahrt aber nun schon im September erneuern.

Laut Abteilungsleiter Holger Mees von der Sachgebietsleitung Straßenbau ist jedoch zunächst nur eine provisorische und minimalistische Erneuerung der Straßenoberfläche geplant. Denn: Schon im kommenden Mai oder Juni soll in Ditterke laut Straßenbauamt die gesamte innerörtliche Strecke der B 65 komplett grundsaniert und auch umgestaltet werden. „Der Straßenquerschnitt und angrenzende Bereiche werden dann auch verändert – auch unter Berücksichtigung von Hinweisen der Kommune“, sagt Mees. Zunächst sei jedoch unbedingt erforderlich, bis zum Winter die Fahrbahn so weit zu reparieren, dass das Tempo-10-Limit wieder aufgehoben werden kann. „Diese Geschwindigkeitsbegrenzung wurde wegen der schweren Fahrbahnschäden aus Sicherheitsgründen von der Straßenmeisterei angeordnet“, sagt Mees.

Auf der Bundesstraße 65 ist der Zustand der Fahrbahn vor allem in Ditterke inzwischen bereits ein Sicherheitsrisiko. Auch deshalb gilt dort für den besonders schwer beschädigten Bereich ein Tempo-10-Limit. Quelle: Ingo Rodriguez

Hintergrund der schweren und täglich zunehmenden Straßenschäden entlang der gesamten B 65 bis nach Hannover ist unter anderem der Schwerlastverkehr auf der viel befahrenen Transportstrecke. „Die B 65 ist eine wichtige Nebenverkehrsader von der Autobahn 2 in Richtung Hannover“, sagt Mees. Deshalb sei auch bereits begonnen worden, die Strecke abschnittsweise zu erneuern. Unter anderem war zuletzt die Teilstrecke von Bad Nenndorf bis nach Nordgoltern saniert worden. Ab dem 29. September ist nun der Abschnitt zwischen Everloh und Empelde an der Reihe. „Bis zum Beginn des vierspurigen Bereichs bei Empelde werden Straßenoberbau und Deckschicht neu angelegt“, sagt Mees. Die geschätzten Gesamtkosten für die Maßnahme lägen bei rund 1,5 Millionen Euro.

Ursache für die zunehmenden Schäden ist unter anderem der Schwerlastverkehr auf der viel befahrenen Transportstrecke. Quelle: Ingo Rodriguez

Bei der Erneuerung in mehreren Bauabschnitten gelte wie bei allen Straßensanierungs-Projekten: „Erst wird außerorts erneuert, wo höhere Geschwindigkeiten gefahren werden, weil dort aus Sicherheitsgründen auf der Fahrbahn mehr Griffigkeit notwendig ist“, sagt Mees. Diese außerörtlichen Bereiche hätten stets Vorrang. „Innerörtlich – wie in Ditterke – nehmen die Eingriffe viel mehr Zeit in Anspruch, deshalb wird die geplante Grundsanierung dort auch erst im nächsten Jahr umgesetzt“, sagt Mees.

Auch die L 401 wird im Herbst saniert

Für Autofahrer wird es in den Herbstferien knifflig. Denn nicht nur die Bundesstraße 65 soll dann zwischen Everloh und Empelde saniert werden, auch die Landesstraße 401 zwischen Ditterke und Leveste wird dann gesperrt sein. Wie Friedhelm Fischer, der Leiter des Geschäftsbereiches Hannover der Landesbehörde für Straßenbau bestätigte, bleibt es beim Zeitplan, auch diese Strecke zwischen Ende September und Mitte Oktober zu sanieren.

Die etwa drei Kilometer lange Querverbindung zwischen den B 65 und Kreisstraße 240 ist seit längerer Zeit in einer sehr schlechten Zustand. Weger zahlreicher Schlaglöcher wurde dort aus Sicherheitsgründen bereits Tempo 30 angeordnet. Daher hat die Landesbehörde die Sanierung, bei der laut Fischer für etwa 500.000 bis 800.000 Euro eine acht bis zwölf Zentimeter dicke neue Asphaltdecke aufgetragen wird, nachträglich an ein Gesamtpaket mit mehreren aktuellen Maßnahmen angehängt.

Die L 401 wird für diese Maßnahme komplett gesperrt werden. Allerdings werden die Bauarbeiten voraussichtlich von der selben Firma ausgeführt, die auch bei der Sanierung der B 65 im Einsatz ist. „Wir können die Maßnahmen daher so aufeinander abstimmen, dass die Autofahrer immer wissen werden, wo sie lang fahren können“, sagte Fischer. bj

Auto-, Lastwagen- und Motorradfahrer müssen sich jedoch mit dem Beginn der Bauarbeiten auf der gesamten B 65 auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen. Wenn ab den Herbstferien der Bereich zwischen Everloh und Empelde saniert wird, muss für bis zu sechs Wochen die gesamte Teilstrecke voll gesperrt werden. Eine halbseitige und wechselseitige Erneuerung der Fahrbahnbereiche ist laut Straßenbauamt nicht sinnvoll. Genaue Umleitungsstrecken sollen rechtzeitig bekannt gegeben werden. Um den Schulbusverkehr zu gewährleisten, sollen davon betroffene Teilbereiche der B 65 schon im ersten Bauabschnitt in den Ferien abgearbeitet werden.

Von Ingo Rodriguez

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