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Region Gehrden Nachrichten Musical zeigt Turbulenzen eines Zeitsprungs
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14:04 26.08.2018
Hauptdarsteller Leonardo (gespielt von Jonas Bräkelmann) ist nach seinem rettendem Zeitsprung auch in der Gegenwart schon wieder in einer turbulenten Situation. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Wenn man aus dem Jahr 1348 in die Gegenwart reist, sind Überraschungen und Missverständnisse einfach nicht zu verhindern: Da kann ein Lastwagen mit laut brummendem Motor und dichter Auspuffwolke schon einmal mit einem schnaufenden Drachen verwechselt werden. Aber auch die Kleidung und Umgangssprache eines Zeitreisenden kann im Hier und Jetzt sehr wohl befremdlich anmuten. Welche heftigen Turbulenzen ein Zeitsprung auslösen kann, – und mag er auch noch so lebensrettend gewesen sein – das haben in der Gehrdener Festhalle am Wochenende rund 200 Besucher eines Kinder- und Jugendmusicals miterlebt. Das Stück „Löwenherz“ war wieder einmal von der Musikerin und Chorleiterin Silvia Wintergalen inszeniert und mit 25 Kindern und Jugendlichen einstudiert worden – inklusive mittelalterlicher Melodien, die sich in groovigen Pop, Rock und Rap, aber auch in Balladen und Songs mit orchestralem Glanz verwandelten.

Seit mehr als zehn Jahren schon arbeitet Wintergalen regelmäßig mit Nachwuchsdarstellern, um Musical-Projekte umzusetzen. Für die beiden Aufführungen am Wochenende hatten sie ein Stück voller Gegensätze ausgesucht – und mit viel Livemusik, mittelalterlichen Kostümen sowie passendem Bühnenbild inszeniert. Es geht um Leonardo, der im Jahr 1348 von der Inquisition verfolgt wird und dem bei seiner Festnahme kurz vor der drohenden Hinrichtung mithilfe eines magischen Amuletts die Flucht in die Gegenwart gelingt. Das Problem: Um auch seinen Vater zu retten, muss er zurück. Nur wie, wenn die Suche nach dem verloren gegangenen, aber notwendigen Amulett von einer pöbelnden Teenager-Bande durchkreuzt wird? Und auch die Turbulenzen und Gegensätze, die ein Zeitsprung nun einmal so mit sich bringt, machen die Sache nicht einfacher.

Silvia Wintergalen (links) gibt in einer Szene vor der Bühne den Zeitpunkt für den richtigen Einsatz an. Quelle: Ingo Rodriguez

Viel Szenenapplaus gab es bei den beiden Aufführungen vor allem für den Hauptdarsteller Jonas Bräkelmann sowie für Ella Williges, die in dem Stück in die Rolle einer Vertrauten in der Gegenwart schlüpft. Aber auch Laura Krüger, die als Bandenchefin eine unangenehme Gegenspielerin mimt, fiel mit ihren schauspielerischen Leistungen immer wieder besonders auf. Schließlich war es jedoch das Gesamtwerk mit allen beteiligten Akteuren und Musikern, das den Beifall des Publikums wirklich verdient hatte.

Die Besucher verfolgen in der Festhalle die spannende, aber auch witzige Inszenierung, und spenden immer wieder lauten Szenenapplaus. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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